Freitag, 22. Februar 2013

Der Verkauf des Papstes beim bischöflichen Portal "katholisch.de"

Über Geschmack lässt sich streiten. Ganz offensichtlich auch darüber, wie respektvoll man als Katholik einem (noch) amtierenden Papst begegnen sollte. Bei "katholisch.de" liest man zur Zeit unter der Schlagzeile "Ein Papst wird abverkauft" einen Artikel, den ich diesbezüglich als grenzwertig empfinde. Muss das wirklich sein, dass man sich in den letzten Amtstagen dieses geduldigen, demütigen Dieners Gottes so über ihn lustig macht? 
Es mag ja durchaus sein, dass die Verkaufszahlen der Souvenirhändler nicht so hoch sind wie beim Vorgänger-Papst. Das liegt nun mal in der Natur der Sache. Für was soll das aber ein Argument sein?
Und im übrigen darf man vielleicht darauf hinweisen, dass "katholisch.de" es selbst vor wenigen Tagen noch anders darstellte: Am 16.2. berichtete man in einem Artikel, dass nun im Internet die Jagd nach Erinnerungsstücken begonnen habe und selbst so simple Sachen wie die Ausgabe des "L'Osservatore Romano" vom Tag der Rücktrittsankündigung mehr als 50 Euro brachte, Autogramm-Karten dementsprechend deutlich mehr. 
Doch darum geht es nicht. Für mich als Katholiken ist es nicht wirklich wichtig, wieviel wer für was bezahlt. Solche Kategorien sollten sich bei diesem Thema eigentlich von selbst verbieten. Eine solche mediale Begleitung seines Abgangs hat Benedikt XVI. wahrlich nicht verdient, und schon gar nicht von einem von den deutschen Bischöfen verantworteten Portal. Ich bin enttäuscht!
zum Artikel bei "katholisch.de" --- > HIER !