Montag, 11. Februar 2013

Günther Jauch: Zweite Kirchen-Talkshow macht jetzt auf versöhnlich...

Die Wogen gingen hoch bei der ersten Sendung über die Kirche. Insbesondere Martin Lohmann wurde mehrfach ausgebuht, und man hatte den Eindruck, dass man ihn teilweise gar nicht verstehen wollte. Günther Jauch war auch nach Einschätzung der "FAZ" mit dem Thema überfordert und machte einen z.T. hilflosen Eindruck.
Mit dem gestrigen zweiten Teil geschah ansatzweise wohl so etwas wie eine Art Wiedergutmachung. Blogger Matthias Jung dennoch kritisch über den gestrigen Verlauf: "Aber was hat das alles mit dem Thema zu tun? Nichts. Je länger die Sendung dauert, desto mehr beschleicht mich das Gefühl,
als wollte...Herr Jauch zurückrudern. Hat er etwa ein schlechtes Gewissen?"
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Die offiziell von der Deutschen Bischofskonferenz verantwortete Seite "katholisch.de" hat in ihrem Kommentar zur gestrigen Sendung das dringende Bedürfnis, auf Martin Lohmann in der ersten Sendung einzudreschen. Zitat: "Lohmann hatte in der ihm eigenen Art belehrend und rechthaberisch
... Stellung genommen... Wohltuend für den Zuschauer war, dass die Redaktion dieses Mal auf einen Polarisierer verzichtet hatte..."
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Ob man Weihbischof Jaschke zustimmen kann, wenn er persönlich meint, Lohmann vertrete nicht den katholischen Standpunkt, das wäre eine lange theologisch fundierte Diskussion wert. Dass man aber Lohmann pauschal als Polarisierer hinstellt, ist ein starkes Stück.
Wenn man dieser Argumentation folgen würde, wäre jeder Katholik, der entgegen der landläufigen Volksmeinung katholische Standpunkte verteidigt, automatisch ein Polarisierer. Wer die erste Sendung unvoreingenommen gesehen hat, dem stoßen die Vokabeln "rechthaberisch" und "belehrend" böse auf. Da wird ein Katholik niedergemacht, versucht, zu Worte zu kommen und wird danach auch noch rückwirkend von anderen Katholiken zum Querulanten abgestempelt. Schade!

Kommentare:

  1. Jesus Christus war auch ein Polarisierer.
    Jeder Christus-Nachfolger wird dazu abgestempelt.
    Ich sehe die peinliche Äußerung der Internetseite "katholisch.de" daher eher als ein unfreiwilliges Kompliment für Martin Lohmann.
    Der uns dessen Familie hat übrigens allerlei an Drohungen und Schmähungen erlitten. Wäre schön, wenn man das auch erwähnt hätte.

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  2. Wenn hier überhaupt jemand polarisieren wollte, dann war das doch wohl der Sender, der die Diskussionsteilnehmer gegen gutes Honorar einlädt. Warum hat man z.B. nicht den Kölner Psychiater Manfred Lütz eingeladen?
    Martin Lohmann ist mit seinem konsequenten Einsatz für den Lebensschutz auch manchen Bischöfen ein Dorn im Auge. Am liebsten würden sie ihn loswerden, so wie ihren Amtsbruder Weihbischof Laun.

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  3. Wenn Herr Lohmann nicht den Standpunkt der katholischen Kirche wiedergegeben hat, dann frage ich mich was sonst? Viele mögen Herrn Lohmann nicht, weil er sich gepanzert hat und manchmal arrogant wirkt, aber ich halte das für Selbstschutz, der Mann hat kein so dickes Fell wie viele denken. Er tut das, was eigentlich jeder Christ tun sollte, nämlich den eigenen Glauben bekennen. Die Art und Weise wie jetzt über Ihn geredet wird, und wie er behandelt wird (nach dem Motto: geschieht ihm recht)ärgert mich.

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  4. Was den Umgang mancher Oberkatholiken mit dem mutigen Herrn Lohmann betrifft, so kann ich nur sagen: Ich kann garnicht so viel essen, wie ich kot... möchte!

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