Mittwoch, 20. Februar 2013

Ist die Eucharistie-Verehrung dummes Zeug, oder wie meint Publik-Forum das?

Einer "zornigen Kirchenbasis reißt der Geduldsfaden" mit den Bischöfen, findet Publik-Forum ganz aktuell, und deshalb zogen die Basis-Leute einen Karnevalswagen vor den Trierer Dom, als Mahnung an die Versammlung der gerade in Trier tagenden Bischöfe.
Und natürlich findet Publik-Forum den Eucharistischen Kongress in Köln auch gar nicht gut (siehe Textauszug aus aktuellem Publik-Forum-Artikel). Sowas Rückwärtsgewandtes aber auch, die Eucharistie zu verehren...!
Kleine Frage: Merkt ihr eigentlich nicht, wie sehr ihr euch allmählich vom Kern des Katholischen entfernt?
Und noch ein Tipp an die Publik-Leute bezüglich der zornigen Kirchenbasis: Welche Basis meint ihr denn? Etwa die noch nicht mal 40 Leute, die im Protestmarsch mitzogen?
Quelle obigen Ausschnitts: Publik-Forum --- > KLICK MICH !

Kommentare:

  1. habe gelesen,dass 95% in Deutschland Reformen wollen--Hilfe,was macht ihr mit unserer Kirche--halt mal stopp,das ist MEINE KIRCHE und die liebe ich gerade mit ihrer 2000 jährigen geschichte und weil sie nicht dem zeitgeist huldigt...weil sie echte Antworten gibt und uns nicht die Hölle des Relativismus als Himmel vorgaukelt,sondern auf den echten Himmel verweist....halt Bischöfe und ihr Protestkatholen,macht mir meine Kirche nicht kaputt,denn ich möchte mit ihr alt werden und dann in den Himmel kommen,nicht in euer Nirwana ,sondern in den biblischen....die Eucharistie ist das kostbarste,was es auf der Erde gibt..denn sie ist die unbedingte Liebe....wer es fassen kann ,der fasse es!

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  2. Glauben Sie nicht jeden Umfrage-Unsinn!
    Und im übrigen ist die deutsche Kirche nicht der Nabel der Welt, sondern eher, wie der Entschuldigungsversuch von Erzbischof Zollitsch an die Adresse des Papstes zeigt, oft nur ein Ärgernis für andere.

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  3. Vielleicht gibt es Katholiken, denen die Anbetung einer geweihten Hostie nicht so am Herzen liegt, wie das, was sie von der katholischen Obrigkeit mit dem Wagen und seiner Symbolik einfordern? Es ist ja nicht mehr so, dass wir in einer absoluten, katholischen Monarchie leben, in der die Gläubigen den Mund nur für die Litanei aufmachen dürfen. Oder doch?

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  4. Im Artikel heißt es u.a.: "Auf die Fragen der Gegenwart reagieren sie (die Bischöfe) sprachlos."

    Ja, welche Fragen sind es denn? - Scheidungen, Seitensprünge, Pornographie, Abtreibungen, zunehmende Gewalt und Rücksichtslosigkeit, schwindendes Sündenbewußtsein plus Unrechtsbewußtsein (erlaubt ist, was gefällt oder mir Nutzen bringt). Meint der Autor etwa das damit? Dann muss ich ihm sogar recht geben. *ironie-aus*

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  5. Gottheit, tief verborgen, betend nah ich Dir.
    Unter diesen Zeichen bist Du wahrhaft hier.
    Sieh, mit ganzem Herzen schenk’ ich Dir mich hin,
    weil vor solchem Wunder ich nur Armut bin.
    (hl. Thomas von Aquin)

    Zugegebenermaßen gibt es auch in der Kirche Gottes Banausen, die das nicht verstehen (wollen).

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  6. Welche Fragen sind es denn? Sie schreiben ganz richtig an prominenter erster Stelle, dass es Fragen zu Scheidungen sind. Verheiratete, liebende Menschen können einfach anders empfinden, fühlen, lieben als Menschen denen diese Empfindungen und Gefühle ein Leben lang durch den Pflichtzölibat verwehrt sind.
    Deswegen tut sich hier zwischen dem Gerechtigkeitsgefühl des katholischen Klerus und den liebenden, fühlenden, verheirateten und Menschen, deren Liebe und Ehe gescheitert ist, grosse Diskrepanzen auf.
    Dazu erwarten die Menschen liebevolles Einfühlungsvermögen und Hilfe auf dem weiteren Lebensweg, den sie mit Gott und der Kirche mit einem neuen Versuch der Liebe wagen wollen.

    Alle Menschen, sogar Kleriker, die sich an den schwächsten, empfindlichsten und hilflosesten Personen in unserer Mitte, den Kindern immer und immer wieder brutal und verbrecherisch vergangen haben, erhalten eine neue Chance. Und wenn sie die nicht ergreifen, erhalten sie wieder eine neue Chance von er Kirche und wieder und wieder und wieder.
    Und Menschen, deren Liebe gescheitert ist, sollen NIEMALS im Leben die Chance auf eine neue Liebe erhalten? DAS ist es, worüber die Menschen mit den katholischen Klerikern sprechen wollen.

    Seitensprünge sind kein Thema, das empfinden die allermeisten Menschen auch heute noch als Betrug und handeln dann, so oder so, mit Achselzucken oder Beichte.

    Pornografie? Kommt drauf an, was Sie darunter verstehen. Wenn ein Ehepaar zum eigenen Vergnügen zusammen einen entsprechenden Film dreht, oder Fotos macht, warum nicht? Und wenn ein Paar zusammen auf der Couch den Playboy anschaut und dann einen gemütlichen Nachmittag im Bett verbringt, wo sehen Sie die Sünde? Wenn Frauen und Männer dabei brutal unterdrückt und sexuell ausgebeutet werden, ist das ein Verbrechen, das den Amtsanwalt auf den Plan ruft.
    Und wenn ein Mann, meistens sinds ja Männer, Gott seis geklagt, alleine mit dem Playboy, na sie wissen schon, dann kann ich nur den grossen Doctor Angelicus zitieren: Masturbation ist sicher nicht die schwerste Sünde, aber ganz bestimmt die klebrigste!
    Sie sehen, Thomas von Aquin hatte Humor; und wusste wovon er sprach!

    Bei Abtreibungen scheiden sich die Geister sogar in der Geschichte der Kirche. Mal so, mal so. Letztendlich ist das die Gewissensentscheidung der Verantwortlichen und deswegen erwartet hier kaum jemand, dass die Kirche ihre Meinung ändert, wenn es nicht gerade reihenweise zu toten Mädchen und Frauen führt, wie zum Beispiel in Nicaragua.
    Die Auswüchse der Kirchenpolitik zum Schwangerschaftsabbruch wurden uns ja jüngst in Köln sehr drastisch mit dem totalen Glaubwürdigkeitsverlust der katholischen Kirche vor Augen geführt und die Kirche hat, wie immer zu spät meinen viele, reagiert.

    Sie sehen zunehmende Gewalt und Rücksichtslosigkeit und glauben wirklich, dass die von Ihnen angenommene Nichteinhaltung der Regeln der römisch katholischen Kirche dafür verantwortlich ist? Das ist falsch! Erstens leben wir, zumindest hier im Europa mit den angeblich ach so christlichen Wurzeln und Fundamenten in einer der sichersten Ecken der Welt; weit sicherer, als etwa in God's own country und sehr, sehr viel sicherer als in den Ländern, die uns immer als diejenigen vor Augen gehalten werden, in denen der katholische Glaube angeblich am schnellsten wächst.
    Und wenn Sie einmal einen vom Glauben ungetrübten Blick in die deutschen Staats- und Landesarchive werfen, werden Sie feststellen, dass die Zeiten, in denen die römisch-katholische Hierarchie sehr, sehr viel mehr Macht und Einfluss auf Machthaber und Bevölkerung hatte, mit zu den gewalttätigsten und rücksichtslosesten unserer ganzen Geschichte gehörten. Ich geben Ihnen ein Stichwort zum goooogeln: Magdeburgisieren.


    Sie beklagen auch schwindendes Sünden- und Unrechtsbewusstsein? Weil sich die Lebenswirklichkeit der Menschen so weit von der katholischen Sündentheorie entfernt hat, dass die Menschen der Kirche Fragen stellen, die diese nicht beantworten kann und will und die Kirche dafür Fragen beantwortet, die sich heute nicht stellen.

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  7. KirchevonganzuntenKritiker22. Februar 2013 um 05:06

    Lieber Anonym, Sie tun mir einfach nur leid.
    Aus Ihren Ausführungen spricht der blanke Hass, aber auch ein deutlicher Hang zu einer völlig einseitigen Betrachtungsweise, wie man sie auch bei neurotisch veranlagten Menschen erlebt (womit ich Ihnen nichts unterstellen will).
    Geradezu erschreckend vereinfachend Ihr Weltbild: Hier auf der einen Seite die zölibatären Priester, auf der anderen Seite die liebenden Menschen. Da ist eigentlich jede ernsthafte Auseinandersetzung völlig sinnlos. Vom Niveau her läuft das ungefähr auf dieser Schiene: Weil Männer keine Kinder kriegen können, sind diese auch nicht in der Lage, Kinder zu verstehen und zu lieben.

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  8. Der Beitrág des Lesers, der sich leider hinter seiner Anonymität versteckt, ist geradezu ein Paradebeispiel für eine verengte Sichtweise, da stimme ich dem Schreiber vor mir zu.
    Er tut beispielsweise so, als wolle die Kirche den Menschen, deren Liebe gescheitert ist, keine Chance auf eine neue Liebe geben.
    Was für ein Käse!
    Erstens fragen die ohnehin die Kirche nicht, ob sie eine neue Liebe beginnen oder nicht. Und zweitens hat die Kirche überhaupt nichts gegen deren neue Liebe. Sie hat nur etwas dagegen, ein aus kirchlicher Sicht noch gültiges Eheband mit dem ersten Partner zu ignorieren. Im Klartext: Geschiedene dürfen in der Gemeinde fast überall mittun, sie können den Gottesdienst besuchen usw.
    Heiraten sie allerdings wieder, dann verstoßen sie gegen kirchliche Richtlinien.
    Darf man vielleicht auch mal fragen, ob die Eheleute wirklich alles versucht haben, um ihre Ehe zu retten?
    Für die großen Vereinfacher steht jedoch von vorneherein fest:
    Die Kirche ist schuld. -- Wie praktisch...!

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  9. KirchevonganzuntenKritiker22. Februar 2013 05:06
    Lieber Anonym, Sie tun mir einfach nur leid.

    Nicht nötig. Sie empfinden Mitleid von Anhängern anderer Religionen Ihnen gegenüber ja auch als völlig unnötig.

    Aus Ihren Ausführungen spricht der blanke Hass, aber auch ein deutlicher Hang zu einer völlig einseitigen Betrachtungsweise,

    Na Hauptsache Sie können sich gehasst fühlen; hebt das Selbstwertgefühl als Märtyrer ganz ungemein. Aber überlegen Sie einmal, wie sich diese Aussage von Ihrer Seite aus darstellt. Wenn Sie jemanden kritisieren, würden Sie den ja gleich hassen. Nein, das tun Sie aber nicht, weil Sie ja nur Fehler aufzeigen und Veränderungen anmahnen, sei es gelegen oder ungelegen. Sie hassen damit doch niemanden, im Gegenteil. Und genau deswegen hasse ich auch niemanden. Ich zeige nur Fehler auf und ermahne, komme es Ihnen jetzt gelegen, oder ungelegen.

    wie man sie auch bei neurotisch veranlagten Menschen erlebt (womit ich Ihnen nichts unterstellen will).

    Eine Unterstellung die keine sein will.

    Geradezu erschreckend vereinfachend Ihr Weltbild: Hier auf der einen Seite die zölibatären Priester, auf der anderen Seite die liebenden Menschen.

    Ich habe mit keinem Wort erwähnt, dass zölibatäre überhaupt nicht lieben könnten. Sie DÜRFEN nur nicht so lieben, wie normale Männer eine Frau lieben. Das ist doch der ganze Sinn des Pflichtzölibats. Katholische Kleriker von Frauen fern zu halten, weil Frauen (ich meine hier Ehefrauen) Einfluss auf ihre Männer haben. Und das darf nicht sein, weil nur die Vorgesetzten der Kleriker Einfluss auf sie haben dürfen.
    Da ist eigentlich jede ernsthafte Auseinandersetzung völlig sinnlos.
    Wenn das nur die Kirchenmänner endlich einsehen würden und aufhören würden den Frauen vorzuschreiben, was in deren Bäuchen ablaufen darf und was nicht.
    Vom Niveau her läuft das ungefähr auf dieser Schiene: Weil Männer keine Kinder kriegen können, sind diese auch nicht in der Lage, Kinder zu verstehen und zu lieben.
    Wie so können Männer keine Kinder kriegen? Ich habe drei. Selbst gemacht und grossgezogen. Welcher katholische Priester darf das schon, ohne existenzvernichtende Folgen, von sich offen behaupten?

    Studiosus22. Februar 2013 07:40
    Der Beitrág des Lesers, der sich leider hinter seiner Anonymität versteckt, ist geradezu ein Paradebeispiel für eine verengte Sichtweise, da stimme ich dem Schreiber vor mir zu.
    Das ist völlig richtig! Ich konzentriere mich ganz auf die katholische Priesterschaft, die sich als alleine massgeblich in Fragen von Liebe und Sexualität im weitesten Sinn versteht.



    Er tut beispielsweise so, als wolle die Kirche den Menschen, deren Liebe gescheitert ist, keine Chance auf eine neue Liebe geben.
    Was für ein Käse!

    Natürlich dürfen diese Menschen wieder lieben! Sie dürfen diese Liebe sogar vor dem Standesamt bestätigen lassen. Aber sie sind dann vom gemeinsamen Tisch des Herrn verbannt. Sie sind eingeladen zu kommen, um den anderen beim Essen zuzuschauen. Sehr gastfreundlich und nächstenliebend. Katholisch eben.

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