Freitag, 22. Februar 2013

Leiharbeiter-Skandal bei AMAZON? Kommen WELTBILD und andere auch dran?

Wir leben in einer Gesellschaft, in der es oft nur nach dem Motto "billig, billig" geht. Für äußerst preiswerte Lebensmittel und Textilien arbeiten in vielen Fällen irgendwo anders auf der Welt Menschen zu schlechten Arbeitsbedingungen und Hungerlöhnen. Ab und zu gibt es einen Skandal;
die Medien berichten, und hier und da ändert sich auch was. Insgesamt ist das Bild aber eher düster.
Dass auch Deutschland nicht ganz vor Ausbeutungs-Problemen gefeit ist, weiß man längst. Ein Beispiel von vielen ist die Situation mancher Leiharbeiter. Nun hat es also AMAZON erwischt. Findige ARD-
Reporter deckten z.T. erhebliche Missstände auf, und eine Welle der Empörung schwappte durch das Land. Amazon beeilt sich, Besserung zu geloben und hat auch schon diesbezüglich einiges unter-
nommen, sicher nicht zuletzt angesichts öffentlichen Drucks.
Die andere Seite ist allerdings die Berichterstattung selbst. Wir Katholiken kennen das zu unserem Leidwesen schon zur Genüge: Über die Kirche wird oft sehr einseitig berichtet, indem man bestimmte Informationen einfach weglässt. Ein ähnliches Muster erlebte man beim AMAZON-Bericht, wie einige Kritiker der Kritiker jetzt aufdeckten. Da wurde z.T. regelrecht manipuliert. Man lese dazu HIER und HIER und HIER.

Die öffentliche Empörung besteht z.T. zu Recht, doch Vorsicht, unsere Gesellschaft insgesamt sitzt da mit im kapitalistischen Glashaus. Billig, billig --- das hatte schon immer seinen Preis. Und man sollte bitte nicht so tun, als sei diese Erkenntnis neu.
Viele Unternehmen arbeiten beispielsweise mit Leiharbeitern und haben z.T. Bedingungen, die man als Christ nicht unbedingt toll finden kann. Selbst der katholische Versandbuchhändler WELTBILD kann auf Leiharbeiter nicht verzichten und behandelt diese möglicherweise auch nicht immer korrekt, wie die Gewerkschaft ver.di meint. Siehe HIER !

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