Sonntag, 3. Februar 2013

Progromstimmung -- Wie man Erzbischof Müller am besten absichtlich missversteht...

In einem Interview mit der Tageszeitung "DIE WELT" sprach der Präfekt der vatikanischen Glau-
benskongregation u.a. auch über die auffallende Zunahme von gegnerischen Kampagnen. Solche gebe es in Nordamerika und auch in Europa, wo schon jetzt Geistliche "öffentlich angepöbelt" würden.
Und wörtlich weiter: "Hier wächst eine künstlich erzeugte Wut, die gelegentlich schon heute an eine Progromstimmung erinnert" --- >> HIER ZUM INTERVIEW !

Das war natürlich ein klarer Fall, wo unsere Bundesjustizministerin eingreifen musste. Die Dame,
die immerhin dem Beirat der Humanistischen Union angehört, blies im gleichen Blatt zur verbalen Attacke auf Erzbischof Müller: "Vergleiche mit dem Holocaust sind geschmacklos..."  -- >> HIER NACHZULESEN !

Vielleicht sollte man erwähnen, auch wenn das der Ministerin vielleicht nicht gefällt, dass der Beirat der Humanistischen Union laut eigener Satzung aus Personen besteht, die sich "um die Ziele und Zwecke des Vereins besondere Verdienste erworben haben." Und zu den Zielen gehört ausdrücklich - Zitat-  die "Abschaffung staatlicher Kirchenprivilegien wie glaubensgebundenem Religionsunterricht als ordentliches Schulfach, Einzug der Kirchensteuer sowie weiterer Finanzierungshilfen"
Von einer Ministerin, die sich derart gegen die Kirche positioniert, muss man nicht unbedingt eine faire Behandlung erwarten, oder?
Mit dem Lesen hat sie womöglich auch ihre Schwierigkeiten. Nirgendwo hat Erzbischof Müller die Pöbeleien gegen die Kirche mit
dem Holocaust verglichen, wie sie trickreich behauptet. Geschmacklos ist also nicht der Erzbischof, sondern eher die Unterstellung
der Ministerin.

Und um auf das eigentliche Thema zu kommen: Wer die zunehmende Stimmungsmache gegen die Kirche nicht wahrnimmt, hat wohl in den letzten Jahren keine Zeitung gelesen und kein Fernsehen geschaut.