Montag, 18. Februar 2013

Zehntausende protestieren in Trier in breitem Bündnis gegen Bischöfe? -- Eher nicht...!

Von heute bis Donnerstag treffen sich die deutschen Bischöfe zu ihrer üblichen Frühjahrs-
vollversammlung. Ein "breites Bündnis" von Protestlern aus Kirchenmitgliedern will währenddessen mit allerlei Aktionen auf sich aufmerksam machen. Unter anderem geht es mal wieder um das Thema Missbrauch in der Kirche sowie um die Rechte der Frauen - sehr originell!

Ein symbolischer Berg leerer Aktenordner soll dazu errichtet werden, es gibt Pressekonferenzen, Diskussionsabende usw. -- Ob da aber wirklich Zehntausende ihrem wütenden Protest freien Lauf lassen werden? Polizei und Veranstalter sind wohl eher skeptisch. Der wiederholte dringende Aufruf zu Spenden brachte nur einen kläglichen Betrag, und seitens der Protest-Veranstalter übt man sich schon mal im vorsichtigen Zurückrudern, "schließlich liege Trier ein wenig abgelegen..." -- Hallo, liebe Leute, schon mal was von Autos gehört? Trier hat eine tolle Autobahnanbindung, jährlich Millionen Tages-
ausflügler und etwa 400.000 Übernachtungsgäste!

Vielleicht ist es doch eher einfach so, dass der ewige Protest viele mit der Zeit einfach nur noch nervt?

Kommentare:

  1. Es zeigt nur mal wieder, dass die lautesten eben nicht "die Meisten" sind.
    Das ist immer wieder eine hart Erkenntnis für die Protestierer, die es in den letzten Jahren ja eigentlich gemerkt haben müssten. Wären sie nicht so faktenresistent, hätten sich viele Themen längst erledigt.

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  2. Ich gebe euch voll Recht. Die Menschen, die wegschauen, sind die meisten. Das ist vielleicht DIE Tugend von Christen. Mit aller Gewalt wegsehen und über Leichen gehen. Seit Jahrhunderten hat sich da nicht viel geändert. Wir brauchen gar nicht so viel Protest machen, es treten auch ohne uns jedes Jahr zwischen 250.000 und 400.000 Menschen aus. In wenigen Jahren haben wir weniger als 50% Kirchenmitglieder in Deutschland. Die Tage von planlosem Mittelalterglauben sind MENSCH SEI DANK und HIRN SEI DANK gezählt. Immer weniger Menschen wollen sich das Denken verbieten lassen und benutzen lieber ihr Gehirn selbst, als es am Eingang an einer Steinschale mit abgestandenem Wasser abzugeben.

    GLAUBST DU NOCH ODER DENKST DU SCHON? - passt da sehr gut in die heutige Zeit. Die wenigen Gläubigen werden immer radikalter, - wie der Simulant am Samstag in der Innenstadt von Trier - bedienen sich den Errungenschaften der Wissenschaft, um Nichtgläubige zu vernichten oder sich vom Leib zu halten. Warum beten sich die Gläubigen die unangenehme Kritik nicht einfach weg? Warum nutzen Gläubige so ein teuflisches Medium wie das Internet, um ihren Krampf zu verzapfen? Langen die abertausenden Kirchen nicht um ihren Müll zu veröffentlichen? - Stimmt, da geht ja fast keiner mehr hin.

    Dieses "BREITE BÜNDNIS" von Gläubigen ist schon längst in den Geschichtsbüchern verschwunden. Die Kirchen wären es auch, wenn nicht die Nichtgläubigen zur Kasse gebeten würden, um die Milliardenzahlungen an die Kirchen mitzufinanzieren. Ohne die Nichtgläubigen, ihr Geld und ihre Erfindungen gäbe es schon lange keine Kirche mehr. Dass sich die Kirchen in ein NICHTS auflösen werden, dazu braucht kein denkender Mensch etwas beitragen, das passiert von selbst. Viel Spaß beim Zensieren meiner Zeilen hier. Es grüßt ein denkender Mensch, der einen Heidenspaß in Trier hatte.

    Übrigens: Unsere Aktion vor dem Dom war besser als alles, was die Christen sich die letzten Jahrhunderte zum Thema Menschenrechte haben einfallen lassen. Kommt da vielleicht etwas Neid durch, wenn ich lese, dass wir mit sehr wenigen Menschen mehr Medien anziehen, als Christen mit Milliardenschweren Bistümern? DENKT mal drüber nach…

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  3. Im Gegensatz zu den Kirchen haben die protestierenden Gruppen auch kein staatlich gefördertes Meinungsforum in Form von Kirchen und Interessengruppen, die in Schulen, Kindergärten und Co. für die kath. Positionen werben. Wir organisieren uns dezentral und müssen uns auch selbst finanzieren. Ein Großteil der Aktivisten ist berufstätig und kann sich nicht entsprechend der demografischen Zusammensetzung der aktiven Katholiken im "Unruhestand" um die Kirche kümmern. Wir halten es auch für unredlich aus der ganzen Republik zentral gesteuert und finanziert im Rahmen des konf. Religionsunterricht Kinder in Bussen nach Trier zu einer Reliquienhuldigung zu karren und jubeln zu lassen. Wer auf unserer Seite steht tut das aus freien Stücken und nicht, weil irgendeine Autorität Druck macht. Von der kath. Kirche hat sich auch keiner blicken lassen. Wie soll man auch ohne Argumente diskutieren, wenn sich der Diskussionspartner nicht mit paradigmatischen Pseudoargumenten wie den Sakramenten abspeisen lässt. Wir stellen uns, und von den Katholiken traut sich keiner eine sachliche Diskussion zu führen. Man merkt, dass demokratische Meinungsbildung den kirchlichen Interessen diametral gegenüber stehen und auf Basis dieses Selbstverständnisses ganz generell in Frage gestellt werden muss, ob die Amtskirche auf dem Fundament unserer Demokratie stehen will und kann. Jeder kleine Sportverein, der ein paar € kommunale Förderung bekommt, muss seine Gremien demokratisch wählen und der "Gesellschaftsverein" Kirche mit den wohl besten Lobbyisten und 1.3 Mio Arbeitnehmern ist davon befreit? Menschenrechtskonvention? Gleichberechtigung? Strafvereitlung?

    Und ja die kath. Kirche macht auch viel Gutes. Aber nicht aus systemimmanenten Gründen, sondern weil sich in den Gemeinden Menschen zusammenfinden, die einen Orientierungspunkt und Gesellschaft suchen. Die einen geraten zur Kirche, andere gehen zur Feuerwehr. Das spiegelt sich auch in der theolog. Inkompetenz des Gros der Gläubigen wieder, denen ich oft genug erzählen muss, was im Katechismus steht. Und wer die nötige Bildung nicht hat, der wird mit warmen Worten, schönen Kirchen, netten Anekdötchen aus der Bibel und ein bisschen Reliquienkult abgespeist. Die Bischöfe wünschen sich wieder mehr "Volksfrömmigkeit"?! Das Synonym für geförderte Naivität und Manifestation des hierarchischen Gefälles zwischen Klerus und Basis. Ist ja auch logisch, denn wenn solche Querulanten wie von "Wir sind Kirche" überall auftauchen, könnte die Kirche ja in Bedrängnis geraten den Argumenten nachzugeben.

    Ich finde die ganzen katholischen Blogs übrigens sehr interessant und amüsant.

    Laizissimo

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  4. Was haben die beiden Anonymos denn geraucht?

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