Mittwoch, 23. Oktober 2013

Bistum Limburg: Habemus Generalvikar...! -- Aber wer ist Wolfgang Rösch?

Erst einmal spürt man so etwas wie ein allgemeines Aufatmen. Gott sei dank, die immer schneller rumorende Maschinerie rund um die Zustände im Bistum Limburg ist erst einmal angehalten. Der Papst hat mit seinem klugen und geschickten Schachzug für vorläufige Ruhe an der Frontlinie gesorgt. Die Kämpfe sind vorerst eingestellt. Bei manchen Zeitungen dauert's vermutlich etwas länger, bis man das geistig verarbeitet hat, aber jetzt ist erst einmal so etwas wie Hoffnung auf eine arbeitsfähige Bistums-
spitze in Limburg angesagt.

Mit der vorgezogenen Ernennung von Wolfgang Rösch zum General-
vikar ist man vor Ort wieder weitestgehendst handlungsfähig. Was ein Generalvikar ist, versucht "Radio Vatikan" so zu erklären ---> KLICKEN !

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Eigentlich müsste die Tatsache nachdenklich machen, dass Bischof Tebartz-van Elst diese überaus wichtige Personalentscheidung (ursprüng-
lich mit Wirkung zum 1.1.2014) so frühzeitig und klug getroffen hat.
Wie es hieß, gab es doch immer Probleme mit dem Führungsstil des Bischofs, und da erklärt sich ein beliebter Seelsorger auf sicherem Posten in Wiesbaden vor Wochen mitten in den größten Turbulenzen freiwillig bereit, für diesen Bischof solch einen schwierigen Posten wahrzunehmen. Damals war schließlich noch nicht absehbar, was wir heute wissen.

Dem "Neuen", der jetzt die Fäden im Bistum Limburg in der Hand hält,
eilt jedenfalls ein guter Ruf voraus. Ich muss das hier nicht neu formu-
lieren, denn meine Leser können den drei Linktipps folgen:  HIER und HIER (Video) und HIER (in Anlehnung daran auch meine Überschrift)!
Die Matadore im Bistum und die Medien haben noch eine Chance be-
kommen. Hoffen und beten wir, dass man diese besser nutzt als diejenige, die vor Wochen mit dem Abgesandten aus Rom vereinbart worden war...

Kommentare:

  1. Gute Info, danke!
    Eben in der Tagesschau zu sehen: Den Herren des Limburger Domkapitels
    steht die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben, und vor der versammelten
    Presse betonen sie, dass sie nicht damit zufrieden sind, wie der Papst
    entschieden hat.
    Einer der Hauptgegner des Bischofs, der Frankfurter Stadtdekan Johannes zu Eltz, dem Vernehmen und der Presse nach zumindest in der Vergangenheit selbst an
    einem Bischofsposten interessiert, hatte sogarvorher nicht genug Zeit, um die
    vorgeschriebene priesterliche Dienstkleidung anzuziehen.
    Spontan dachte ich mir: Da verstehe ich gut, dass es öfter gekracht hat...

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  2. Ordinariatsgeschädigter23. Oktober 2013 um 20:33

    Der Papst hat extra betont, dass man in Rom jederzeit und detailliert über das Geschehen in Limburg informiert war. Da haben in den Führungsriegen dort einige wohl das Richtige zwischen den Zeilen gelesen. Der Papst hat's vermasselt: Man ist den Bischof immer noch nicht los. Wer weiß, was bei der Überprüfung durch die Kommission noch ans Tageslicht kommt...

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  3. Kirchenmäuserich23. Oktober 2013 um 21:03

    Mit seiner Entscheidung, die im Grund keine ist, sondern ein Hinauszögern, hat der barmherzige Papst niemandem wirklich geholfen. Das dicke Ende kommt nur zeitversetzt. Ärgerlich!

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  4. Beten wir für Wolfgang Rösch!
    Er braucht viel Kraft und kluge Entscheidungen.

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