Montag, 21. Oktober 2013

Deutsche Bischöfe: "Verbundenheit" und "Solidarität" statt Missionsauftrag?

Am nächsten Sonntag ist Weltmissionssonntag. Dazu wurde gestern in den Gottesdiensten der Aufruf der deutschen Bischöfe verlesen. Dieser vermit-
telt ein Stück weit den Eindruck, es gehe eher um "Verbundenheit" und "Solidarität" mit benachteiligten Christen in aller Welt als um die Erfüllung des von Jesus aufgegebenen Missionsauftrages.
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Bei Markus 16,15-16 heißt es:
"Dann sagte er zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!
Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden." -- Und der Apostel Paulus belehrt Timotheus: "Verkünde das Wort, tritt dafür ein, ob man es hören will oder nicht..." (2 Tim 4,2).
Was ich damit sagen will: Einerseits sollten wir uns, wie auch der Papst betont, vor Proselytismus hüten: ---> KLICKEN !
Es gibt heute aber in der Kirche aus falsch verstandener Toleranz und aus Bequemlichkeitsgründen eher das andere Extrem: leise Töne, Schweigen und Verkündigung ohne Herzblut. Da bauen wir doch lieber noch einen Brunnen und richten eine Krankenstation ein; das gibt weniger Ärger.
Ja, dieses soziale Engagement ist sehr wichtig und gehört ganz elementar zum Auftrag Jesu an die Kirche. Aber ihr Kernauftrag lautet doch etwas anders. Wer die christliche Botschaft vom Himmelreich von den vorderen Plätzen verweist, darf sich letztlich nicht wundern, wenn er von Anders-
gläubigen nicht sonderlich ernst genommen wird.
Die Geschäftsführerin von Kirche in Not, Karin Maria Fenbert, hat das gut auf den Punkt gebracht: "Aber unsere Toleranz darf nicht so weit gehen, dass wir unseren Standpunkt nicht mehr vertreten. Wer nicht mehr missioniert, hat im Grunde seinen Glauben verloren..." ---> KLICKEN !

Von den deutschen Bischöfen würde ich mir manchmal eine klarere Sprache wünschen, die Missverständnisse nicht fördert. 
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1 Kommentar:

  1. Was ich noch nie begriffen habe ist was am Proselytismus so schlimm sein soll.
    Der der sich bekehrt hat vorher was anders geglaubt, und man wird ihm, von Seiten seiner Ex Hirten immer vorwerfen uns "auf den Leim gegangen zu sein".
    Meines Erachtens ist das Ganze irreführend, bin ich davon überzeugt,. das meine Religion die Richtige ist, muss ich ein Interesse daran haben, den anderen eben klar zu machen, das meine Religion besser ist, als ihre.
    Natürlich geht es nicht formal Mitgliedschaft zu kaufen, aber das macht ja eh keiner, außer der Islam hat das mit der sogenannten Dhimmi Steuer gemacht.
    Meines Erachtens wird hier ein Popanz aufgebaut, der Mission verhindern soll.
    Wo ist das Problem?

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