Mittwoch, 23. Oktober 2013

Kluge Entscheidung des Papstes: Auszeit für Limburger Bischof, Generalvikar Rösch leitet...

          Predigt u. Linktipps zum 30. Sonntag C (27.10.): heute gegen Abend online!
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Nun wissen wir, warum das Gespräch zwischen Papst Franziskus und dem Limburger Bischof  in Vatikankreisen als "ausgezeichnet" empfunden wur-
de und von Franz-Peter Tebartz-van Elst  als "sehr ermutigende Begeg-
nung"
geschildert wurde, ohne nähere Angaben zu machen.

Diese kamen nämlich heute als Pressemitteilung aus dem Vatikan selbst: Der umstrittene Bischof bekommt eine Auszeit, das Ergebnis der deutschen Prüfungskommission bezüglich der Bauabwicklung und -finanzierung wird abgewartet und außerdem übernimmt der vom Limburger Bischof eigent-
lich erst ab 1. Januar 2014 vorgesehene neue Generalvikar Wolfgang Rösch bereits mit sofortiger Wirkung sein Amt. Vom Vatikan wurde er mit allen erforderlichen Befugnissen ausgestattet, um das Bistum jetzt führen zu können.

Eine kluge und faire Entscheidung, wie nicht nur ich finde. Der Papst hat damit den öffentlichen Druck (um nicht unhöflicher zu formulieren!) aus dieser kircheninternen Angelegenheit genommen und zollt zugleich den vom Limburger Bischof selbst beauftragten Prüfern Respekt. Es wird eben nicht über die Köpfe hinweg entschieden, sondern es sollen Ergebnisse auf den Tisch. Erstaunlich auch, dass der Vatikan so klar zu verstehen gab, dass man zu jeder Zeit umfassend über die Situation in Limburg informiert war.
Für den Limburger Bischof wäre es jetzt unmöglich gewesen, seinen Dienst in der aufgeheizten Stimmung wieder aufzunehmen. Womöglich hätte man ihm seitens seiner Untergebenen öffentlich die Gefolgschaft verweigert.
Mit der Person des neuen Generalvikars signalisiert der Papst zudem, dass er einen Mann an der Spitze des angeschlagenen Bistums haben will, der das Vertrauen von Bischof Tebartz-van Elst genießt. Da wird niemand übergestülpt oder als Feuerwehr eingeflogen, sondern der ohnehin vorge-
sehene Generalvikar tritt seinen Dienst früher als geplant an, mit zusätz-
lichen Vollmachten ausgestattet. 

:
Pressemitteilung des Heiligen Stuhls ---> KLICKEN !

Kommentare:

  1. Woher hast Du die Information: » Vom Vatikan wurde er mit allen erforderlichen Befugnissen ausgestattet, um das Bistum jetzt führen zu können.«?

    In der Pressemeldung heißt es: »Der Hw. Herrn Generalvikar Rösch wird die Diözese Limburg während der Abwesenheit des Diözesanbischofs im Rahmen der mit diesem Amt verbundenen Befugnisse verwalten.«

    Das ist doch wohl so zu verstehen, daß er alle Befugnisse hat, die ein Generalvikar eben hat. Von weitergehenden Befugnissen lese ich da nichts.

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    1. Richtig. So war es von mir auch gemeint, aber zugegebenermaßen etwas salopp formuliert. Im Kirchlichen Gesetzbuch (CIC) sind dem Generalvikar als "alter ego" des Bischofs umfangreiche Vollmachten gegeben; in allen Verwaltungsaufgaben ist er persönlicher Stellvertreter. Also eine kluge Vorentscheidung des Limburger Bischofs, hier vorzusorgen, und eine kluge Entscheidung des Papstes, dies zu nutzen.

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  2. Ich bin richtig froh über diese Entscheidung des Papstes.
    Es ist auch gut, dass dies so bekanntgegeben wurde. Jetzt kann Ruhe einkehren.
    Der Limburger Bischof kann sich erholen und über alles nachdenken.

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  3. Schlimm. Die "FAZ" kann's nicht lassen und schreibt in der Überschrift von "Suspendierung". Das ist sachlich falsch, zumindest derzeit.
    Jetzt wird gerätselt, wo der angeschlagene Bischof die Zeit zum Nachdenken
    verbringt. Die Abtei Münsterschwarzach wäre nicht schlecht, oder?

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  4. Wohnt der neue Generalvikar denn ab jetzt im Bischofshaus?
    Wie wäre es denn, wenn der Limburger Bischof das Erzbistum Freiburg übernimmt.
    Eine schöne Wohnung gibt es dort auch...!

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  5. Ordinariatsgeschädigter23. Oktober 2013 um 15:28

    Wie könnte die Medienjagd denn nun weitergehen...?
    Ach ja: Was hat Herr Rösch von all dem gewusst...?!

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