Mittwoch, 30. Oktober 2013

Mindestens 130 Millionen?! -- Braucht Kardinal Marx bald auch einen Protz-Termin beim Papst?

Schnappt bald auch die Bischofsprotz-Mausefalle bei Kardinal Marx zu? -- Wie heute bekannt wurde, will Kardinal Marx für das Erzbischöfliche Ordi-
nariat in München kräftig investieren. Bislang ist von 130 Millionen Euro die Rede für einen Neubau in bester Innenstadtlage. Schon im Jahre 2006 hatte Vorgänger Erzbischof Wetter das Filetstück zum Grundstückspreis von 86 (!) Millionen Euro erworben. Nun sollen an dieser Stelle die bisher im Stadtgebiet verteilten Dienststellen des Ordinariats zusammengefasst werden. Na, wenn das mal gut geht...
Artikel in der "Abendzeitung" ---> KLICKEN !

Ach, und das nette Domizil in Rom wollen wir auch nicht ganz vergessen... ---> KLICKEN !

Kommentare:

  1. Ja, ja, die Abendzeitung ... das Prollblatt-Anhängsel der Süddeutschen...weiterer Kommentar überflüssig.
    Wieviel Ahnung die Frau Böhm (Politikchefin des Blattes) hat, zeigt sich in dem Satz, dass das Gebäude zwischen DOM und St. Michael liegt. Wer sich in seiner eigenen Stadt nicht auskennt, sollte dort besser spazieren gehen, als solche Artikel zu schreiben. Und wenn die Kirche ein Gebäude erwirbt, das im 16. Jhd. von den Jesuiten errichtet wurde (nach einer Schenkung durch Herzog Wilhelm), dann im Rahmen der Säkularisierung an den Staat fiel, ist es nur gut, wenn die Kirche das Gebäude zurückerworben hat und dort einzieht. Man sollte dabei bedenken, dass dann andere Räumlichkeiten in Innenstadtlagen frei werden und entsprechend verkauft oder vermietet werden können. Dummes Gewäsch also von Frau Böhm. Man hat so den Eindruck, die Linken Genossen wollen das Thema am Köcheln halten und jeder will mal drauf hauen.
    Nachdem sie ja nach der Wahl feststellen mussten, dass niemand mehr auf sie hört, wollen sie jetzt verlorenes Terrain zurückgewinnen. Abgehakt.
    Übrigens wird das Gebäude seit ca. 2 Jahren saniert und noch nie hat sich irgend jemand dafür interessiert. Die Gute Frau soll mal nach Berlin gucken, wo für inzwischen 700 Mio. einen neues Schloss gebaut werden soll.

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  2. Ordinariatsgeschädigter30. Oktober 2013 um 12:36

    Vielen Dank für die interessante Ergänzung von "Cinderella".
    Die Argumentation, es würden schließlich für den Neubau andere Gebäude in Innenstadtlage frei würden und bei Verkauf Geld bringen, ist falsch und richtig zugleich.
    Mit diesem Argument ließe sich auch der teure Bischofsbau in Limburg begründen,
    denn dadurch wurden im Nebentrakt des Priesterseminars Limburg drei Räume frei.
    Ich komme ja aus der Branche, aus der Kirchlichen Verwaltung. Aus Erfahrung kannich nur sagen, dass solche Überlegungen mit dem Gegenrechnen von Gewinnen aus Verkäufen oft genug einfach Milchmädchenrechnungen sind.
    In der Praxis stellt sich leider häufig heraus, dass dort größere Bauschäden waren als erwartet (z.B. neues Dach fällig) und dass Interessenten baulich sehr viel verändern müssten, was auch bürokratisch mit Bauanträgen, Nutzungsänderung usw. viel Zeit und Ärger kostet. Unterm Strich bringen solche Altimmobilien deutlich weniger als so gerne in Baukosten-Gegenrechnungen unterstellt wird. Aber das ist auch eine Art von Politik, die bei öffentlichen Bauten regelmäßig praktiziert wird.

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    1. Das mag ja in Limburg so sein, aber in München werden den Verkäufern oder den Vermietern die Innenstadtlagen aus den Händen gerissen. Da würde ich mir in München jetzt keine Sorgen machen, dass die Kirche da bei einem Verkauf draufzahlen würde.

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  3. Kirchenmäuserich30. Oktober 2013 um 12:38

    Offensichtlich nagt die katholische Kirche Deutschlands noch nicht am Hungertuch.
    In jetziger Zeit ist solch ein Neubau einfach instinktlos.

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    1. Nö, wir geben gerne und freuen uns über schöne Gebäude, die unsere schöne Stadt noch schöner machen. Mit Neid und Missgunst kann man in München nicht punkten. Außerdem ist es kein Neubau, sondern die notwendige Sanierung des bestehenden Gebäudes und der ist absolut nötig. Wenn man bedenkt, dass der mondäne Einkaufstempel Oberpollinger in direkter Nachbarschaft liegt. Da kann sich die Kirche nun wirklich nicht lumpen lassen. Der Abendzeitung glaubt man ohnehin besser nichts.

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  4. Man kann es zwar schönzureden versuchen, aber solch ein teurer Bau in jetziger Zeit bleibt ein Ärgernis. Oder glaubt jemand, der Papst wäre davon begeistert?

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    1. Ich halte den Papst nicht für so kleinkariert, dass er sich darum kümmert, was in München gebaut wird und was nicht. Zumal sich das Land ja mit beträchtlichen Summen an der Sanierung beteiligt und vom verschönerten Gebäude auch "seine Jesuiten" profitieren. Die wohnen nämlich dort. Außerdem befindet sich die katholische Glaubensorientierung sowie mehrere Veranstaltungsräume der Jesuiten in dem Gebäude. Also, Frau Otterbach, Sie müssen sich keine Sorgen um die Befindlichkeit des Papstes machen.

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    2. Ordinariatsgeschädigter30. Oktober 2013 um 17:32

      Der Papst ist so kleinkariert. Ich habe mich da schlau gemacht. Seine grundsätzliche Genehmigung liegt vor, so die Auskunft der Pressestelle.

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  5. Manches wird einem klarer, wenn man den heutigen Artikel in den "Münchner Kirchennachrichten" liest:

    http://www.muenchner-kirchennachrichten.de/meldung/article/neues-dienstleistungszentrum-in-muenchen.html

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  6. Mit 130 Millionen Euro für einen Verwaltungsneubau ist die katholische Kirche jetzt als ein normales kommerzielles Großunternehmen einzustufen. Da hilft jetzt auch wirklich keine Tarnung mehr ( Tradition etc...). Die 130 Millionen schaffen jetzt klare Fakten. Nun darf man auch ganz ungestraft sagen: die katholische Kirche ist eine der besten Geschäfftsideen der Weltgeschichte. Inzwischen ist dieses Großunternehmen auch derart mit allen anderen Großunternehmen verfilzt, daß auch Papst Franziskus daran nichts mehr ändern kann. Eine Richtungsänderung hätte vor dreißig Jahren noch durchgeführt werden können. Jetzt können wir uns noch einwenig Sand in die Augen streuen um nicht die Wirklichkeit sehen zu müssen. Allerdings zerstört die katholische Kirche zunehmend selbst unsere Illusionen und Wunschbilder. Der Verwaltungsbau für 130 Millionen Euro nimmt der Kirche jetzt jede Glaubwürdigkeit.

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