Freitag, 25. Oktober 2013

Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen: Zeigt Freiburg dem Vatikan den Stinkefinger...?

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Spätestens seit Peer Steinbrück's umstrittener Geste bei einem Zeitungs-
interview ist der speziell gemeinte Mittelfinger auch in der Politik ange-
kommen. Ob Maßnahmen oder Erklärungen innerhalb der Kirche auch die beleidigungsnahe Bedeutung haben können?                                                       
Sicher eher nicht. Aber sie können durchaus ein als Diskussionsbeitrag getarnter Affront sein, und manch-
mal sind sie auch so gemeint.

Das Seelsorgeamt der Erzdiözese Freiburg hatte mit seiner Hand-
lungsempfehlung an die Seelsorger bezüglich Umgang mit wiederver-
heirateten Geschiedenen erheb-
lichen Wirbel verursacht. Nun hat man noch mal nachgelegt, mit einer zweiten Auflage. Ich berichtete gestern darüber ---> KLICKEN !

Man kann es auch deutlicher ausdrücken als ich. Der katholische Blogger-Kollege von "Invenimus Messiam" erklärt per Überschrift: "Das Seel-
sorgeamt lügt und betrügt!"
. Und dies belegt er dann vor allem anhand eines Zitates aus der besagten Freiburger Handreichung. Ob man es so deftig ausdrücken sollte, ist Geschmackssache, aber es ist nicht von der Hand zu weisen, dass man in der Erzdiözese Freiburg mit einem Papstzitat beinahe nach der Methode umgegangen ist: Was nicht passt, wird passend gemacht... 

Auf Seite 5 jener Handreichung wird Papst Franziskus quasi als morali-
sche Autorität hinzugezogen, um das eigene Vorgehen zu rechtfertigen: Dazu wird er wörtlich aus seinem langen Interview zitiert, das er den Jour-
nalisten auf dem Rückflug vom Weltjugendtag in Rio gegeben hat. Die vom Papst ausdrücklich erwähnte Barmherzigkeit wird gerne zitiert, aber dreisterweise lässt man in Freiburg lieber den anschließenden Satz des Papstes einfach mal weg. Der lautete nämlich: "Die Geschiedenen können die Kommunion empfangen, die wiederverheirateten Geschiedenen können dies nicht." 

Die ganz vornehme Art ist das wohl nicht, liebe Freiburger!
Wieder einmal soll die Zollitsch-Erzdiözese eine Vorreiterrolle überneh-
men. Auf die damit geschaffene Faktenlage kann man sich dann berufen, wenn die deutschen Bischöfe das Thema wie schon geplant anpacken, um sich womöglich an die "Realitäten" anzupassen ---> KLICKEN !

In Rom steht das Thema übrigens auch längst vorrangig auf der Tages-
ordnung, aber das will man lieber nicht abwarten. Man prescht stattdessen im Alleingang vor ---> KLICKEN !

Wir machen das jetzt einfach mal so, und basta!
Dass man damit eine einhellige Lösung nicht gerade erleichtert, scheint dabei nicht zu interessieren. Und Erzbischof Zollitsch weiß vermutlich wieder von nichts.  

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Auszug aus dem Originaltext des Papstes --> KLICKEN !
Freiburger "Kurzfassung", zitiert beim Blogger-Kollegen --> KLICKEN !