Freitag, 14. März 2014

Ach, Papst Franziskus hat ja gar kein Spitzenkleidchen an! -- Mediale Ergüsse...

Papst Franziskus war gestern auch ohne Überraschungs-
interview ein gefragter Schlag-
zeilenlieferant: ein ganzes Jahr Papst, das muss kommentiert werden, was das Zeug hält und manchmal vielleicht auf Teufel komm raus.
Da wir wissen, wie gesund das Lachen ist, hier ein paar Köst-
lichkeiten, die den Köpfen un-
serer Journalisten entsprungen sind: "Ein Papst, der nicht im Spitzenkleidchen daherkommt", findet der Sender ORF bzw. dort ein im Dunkeln bleibender Informant. Ich versuche mich krampfhaft zu erinnern, ob Vorgänger Papst Benedikt XVI. demnach wirklich ständig im Ballerina-Look aufgetreten ist. Das wüssten wir aber, liebe Schreiberlinge!
Setzen wir die lustige kleine Presseschau fort mit dem deutschen Nach-
richtenmagazin FOCUS, das seine Isolations-Schlagzeile womöglich selbst für genial hält: "Franziskus in völliger Abgeschiedenheit - Papst fastet zum Jubiläum..." - Gemeint ist, dass der Papst mitten unter 80 wichtigen Leu-
ten aus dem Vatikan bis zum heutigen Freitag Exerzitien macht. Pardon, lieber FOCUS, aber was ist daran völlig abgeschieden? Na, da haben Sie ja wieder mal was Witziges ausgeschieden...!
Die Schweizer Schreibkollegen sollten mal untereinander Kontakt auf-
nehmen: Gestern noch erfuhren wir in meinem Artikel, dass die Vatikan-Exegeten des Schweizer Fernsehens den wahren Grund dafür kennen, dass der Papst in der Kantine isst: Er nutzt sicherheitshalber die Esser vor ihm als Vorkoster, da Vergiftungsgefahr droht...
Diesen Gag macht dann aber leider gleich die Schweizer Nachrichtenseite "20 Minuten" wieder kaputt, indem man einfach so an die Tatsache er-
innert, dass der Papst selbst erklärt hat, er esse nicht gerne alleine. Punkt. 

Ach ja, die Wortproduzenten haben es nicht einfach mit der katholischen Kirsche... (hmm!)
                 (gestriger Screenshot von der google-Suche...)

1 Kommentar:

  1. Nee, den "Ballerina-Look" finde wir nicht im Vatikan, auch Benedikt hat da einen Bogen drum gemacht. Da muss man zu den Piusbrüdern und ähnlichen "altgläubigen" Kreisen gehen, da kommt man ballerinamäßig auf seine Kosten. Weshalb dieses gottesdienstliche Milieu insbesondere Ästhetizisten à la Mosebach anzieht, und solche, die von ihrer persönlichen "Orientierung" her eine gewisse Affinität zu eher weiblichen Dingen wie Ballett, Tanz etc. haben.

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