Montag, 24. März 2014

Alles andere als lustig: Zwei katholische Priester prügeln sich auf offener Straße...

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Das Ganze passierte wenigs-
tens nicht in Deutschland, sondern am vergangenen Donnerstag auf Mallorca.
Wie die deutschsprachige "Mallorca Zeitung" mit
Foto berichtet, geht es beim schon länger schwelenden Streit der beiden Priester unter anderem um die Behauptung, der andere habe sexuelle Be-
ziehungen zu Männern. Dem Bistum ist die Rivalität der beiden schon lange bekannt, zumal auch schon eine Anzeige vorliegt. Ein Bistums-
sprecher bat die Gläubigen um Verzeihung und versprach dienstliche Konsequenzen...

Artikel in der lokalen Zeitung ---> KLICKEN !
Die betrübliche Geschichte könnte man eigentlich unter "Kurioses" ab-
haken. Allerdings zeigt sie andererseits recht anschaulich, wie sehr es in unserer Kirche menschelt und warum es trotz aller Appelle des Papstes manchmal so schleppend vorangeht. Nicht umsonst sagte ein fachkundiger deutscher Christ einmal: "Abgesehen von seinen heiligen Weihen ist unser Pfarrer ein Esel" ---> KLICKEN !
Oder andersrum ausgedrückt: Den meisten Priestern geht es eigentlich wie den Eheleuten, denn sie müssen immer wieder um ein Leben nach dem Willen Gottes ringen. Was wir aber für sie tun können und sollten, ist Un-
terstützung und Gebet!

Kommentare:

  1. Der Spruch mit dem Esel und den Weihen ist ja nicht schlecht. Es wäre mal interessant zu sehen, wo der her stammt.

    In dem Buch "Der Katholizismus" von Friedrich Heilers (1922) findet man schon einen Hinweis. Jedoch wird es dort als „Redensart“ bezeichnet, so daß es wohl schon älter ist. Heilers schreibt:
    »…Der „Heiligkeitscharakter“, der ihm (=dem Priester) eigen ist, macht ihn wie den Priester in allen antiken Religionen zu einem Tabu. Wer einen Priester schlägt, verfällt nach dem katholischen Kirchen­recht der Ex­kommunikation; ja, es ist einem Katholiken sogar untersagt, einen Priester bei einem weltlichen Gericht anzuklagen. Die Tabu-Angst geht bei dem katholischen Volk so weit, dass es nicht wagt, etwas Nach­teiliges über den Priester zu sagen, ohne ausdrücklich seine Berufs­heiligkeit aus­zunehmen; man läuft ja sonst Gefahr, von der (...) Fluch­kraft des "Heiligen" getroffen zu werden. Die Redensart „Unser Pfarrer is a Lump - abgs´sehn von der heiligen Weih“ kann man beim Landvolk nicht selten hören…«

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    1. Ordinariatsgeschädigter24. März 2014 um 12:15

      Wie formulierte es der Großvater der Theologin und Autorin Michaela von Heeremann doch so schön über einen der Diener Gottes?
      - "Abgesehen von seinen heiligen Weihen ist dieser Pfarrer ein Esel!"
      Leider lässt es sich nicht verhindern (siehe auch die vielen Missbrauchsfälle), das Priester in Sünde leben. Aber auch hier gilt die Redewendung:
      Hinfallen ist nicht das Schlimmste, sondern das Liegenbleiben...

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  2. Ich selbst habe Priester erleben dürfen, die mich mit ihrer Frömmigkeit und ihrem
    Verhalten ganz tief beeindruckt und geprägt haben. Und ebensolche, bei denen
    ich den Kopf gar nicht genug schütteln konnte.
    Da war der Priester, den man nicht zu suchen brauchte. Man wusste, im Zwei-
    felsfalle würde man ihn auf Knien in der Kirche antreffen. Er roch es geradezu,
    wenn man Kummer hatte und fand für alle viel Zeit und das richtige Wort im
    richtigen Moment. Es war ihm äußerst unangenehm, wenn man ihn auf kirch-
    liche Schwächen ansprach, und er litt geradezu körperlich unter den Nach-
    lässigkeiten einiger Mitbrüder im Amt.
    Und da war der Quittungsjäger. Seine Sekretärin spöttelte, er würde am liebsten
    noch das Rangieren des Autos in die Garage im Fahrtenbuch dokumentieren.
    Er rechnete jeden Pfennig zu seinen Gunsten penibel ab. Ich musste mich mal
    mit seiner Steuer-Erklärung befassen und staunte nicht schlecht: Er, der von der
    Kanzel regelmäßig zu großzügigem Spenden aufrief, hatte selbst nur eine einzige Spende getätigt, und die für eine Priester-Organisation.
    Sein Weinkeller war voll mit ganzen Kisten edelster Weine, neben ausgiebigen
    Reisen ein weiteres Hobby.
    Nicht vergessen kann ich den Pfarrer, der das krasse Gegenteil war.
    Ich weiß nicht, wie er finanziell über die Runden kam, aber er hatte ein Auge
    für die Not in seiner direkten Umgebung. Da wanderten auch mal 500 Mark
    aus eigener Tasche - ohne Quittung! - in die Hände einer Familie in Not.
    Einen ehemaligen Kollegen, der aus persönlichen Gründen den Dienst quittiert
    hatte und der nun im wahrsten Sinne des Wortes arm dran war, unterstützte er monatlich mit einer ansehnlichen Summe.
    Priester sein: Ist allen "Amtsträgern" eigentlich bewusst, wie sehr sie für ihre
    Gemeinde Vorbild sein können, aber auch umgekehrt: wie sehr sie in ihrem
    wenig schmeichelhaften Verhalten geradezu zu einem laxen Christentum
    verführen?

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