Donnerstag, 13. März 2014

An die Kritiker des neuen Vorsitzenden: Ja, Kardinal Marx ist nicht heilig gesprochen...

         Predigt u. Linktipps  2. Fastensonntag: Heute ca. 9. 45 Uhr online!
.
Gestern habe ich wie viele andere auch Kardinal Marx gratuliert und in zwei Artikeln für manche Leser irritierend angeblich zu wohlwollend über ihn ge-
schrieben.
Der Mann hat nicht nur einen Fanclub,
wie man auch an der auffallend langen Wahlprozedur ablesen kann.
Also noch einmal zum Mitschreiben, liebe Marx-Gegner: Ja, ich weiß auch, dass der Kardinal nicht everbody's darling ist und von der Heiligsprechung vermutlich noch weit entfernt ist. Aber deshalb schon pro-
phylaktisch den Stab über ihn brechen?
Wir haben auch in der Welt der katho-
lischen Blogger doch noch keinen Preis
für die größtmögliche wahre Romtreue ausgeschrieben!
Also gebt euch mal einen Ruck und räumt auch ihr dem Mann in eurem Kopf doch erst auch mal die Chance ein, die ihm seine Bischofskollegen jetzt eröffnet haben!
Ich schreibe das nicht einfach so dahin. Ja, ich kenne die Bedenken und habe auch die Zeitung gelesen. Aber ich maße mir nicht an, sein Richter
zu sein!
Für die grundsatztreuen Bedenkenträger eine kleine Ansammlung von Quellen eures Zornes zur Erinnerung:

Klickt mal Nr. 1 und Nr. 2 und Nr 3 (dort mit weitergehenden Hin-
weisen!)
und Nr. 4 und Nr. 5 und Nr. 6 und Nr. 7.
Ich könnte das durchaus fortsetzen, etwa mit dem Stichwort "Palazzo Marx" in Rom... - Aber was bringt's, jetzt in allem herumzuwühlen?
Wie wär's, wenn wir genau in einem Jahr das Thema hier noch mal aufgreifen?!

Kommentare:

  1. Lieber Herr Kreuzknappe,
    bisher habe ich Ihren Blog eigentlich immer gerne gelesen,
    aber jetzt bin ich enttäuscht, dass Sie derart eingeknickt sind.
    Sie wirken auf mich wie ein Überläufer!
    Priester im Erzbistum München wissen nicht nur Gutes zu
    berichten, und das haben Sie durch Linktipps auch angedeutet.
    Wie kann man diesen Mann dann so in den Himmel heben?

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    1. Schön, dass Ihnen mein Blog bisher meistens gut gefallen hat.
      Wer meine Links zum Thema klickt, wird mir kaum unterstellen
      können, dass ich von Kardinal Marx geradezu entzückt sei.
      Auch angesichts des knappen Wahlergebnisses wird es für ihn
      als neuer Vorsitzender der Bischofskonferenz kein Spaziergang
      werden.
      Ich plädiere lediglich dafür, ihm erst einmal eine faire Chance
      einzuräumen, die Sache gut hinzukriegen.

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  2. Einen wichtigen Kritikpunkt an Kardinal Marx haben Sie absichtlich oder
    unabsichtlich in Ihrem Blogartikel ausdgelassen: Die Macht- und Ämterhäufung!
    Eine solche Ansammlung von Aufgaben kann doch nicht gutgehen!
    Wann soll Kardinal Marx, der "nebenbei" auch noch Oberhirte in München ist,
    da noch spontan Zerit haben, z.B. wenn ein Priester ihn dringend sprechen will?
    Abgesehen von der zeitlichen Unmöglichkeit, alle diese Jobs gründlich aus-
    üben zu können, stellt sich doch die Frage, warum diese Machtfülle sein muss.
    Gibt es nur noch Kardinal Marx, der solche Arbeiten erledigen kann?
    Dann aber arme Kirche!

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    1. Weil Sie mich direkt angesprochen haben, will ich hier auch
      direkt antworten:
      Diese Ämterhäufung gefällt mir auch ganz und gar nicht.
      Fairerweise muss man allerdings auch erwähnen, dass Kardinal
      Marx sich nicht darum gerissen hat, alle diese "Jobs" zu übernehmen.
      Manches wurde ihm (z.B. vom Papst) angetragen, und er hat dann
      nicht Nein gesagt, obwohl a l l e n Beteiligten da schon seine
      zeitliche Belastung durchaus bekannt war.
      Außerdem hat er gestern schon vor der Presse angekündigt, durch
      das Delegieren und Abgeben von Aufgaben hier mehr "Luft" zu
      schaffen. Ich gehe erst einmal davon aus, dass dieses Versprechen
      gilt...

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    2. Marx ist für seine Priester nicht zu sprechen. Auch in dringenden Fällen nicht.

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    3. Ordinariatsgeschädigter13. März 2014 um 08:43

      Das allerdings wäre ein schwerer Vorwurf,
      wenn er denn tatsächlich zutreffen würde.
      Ich rate zur Vorsicht bei solchen pauschalen Behauptungen.
      In Einzelfällen mag das vorgekommen sein, aber ich bezweifle,
      dass dies die Regel ist!

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    4. Als "nur" Leserin und somit eher Unbeteiligte in der Blogger-Szene muss ich schon sagen: es gibt nicht gerade ein positvives, "christliches" Bild ab, jemanden als "Überläufer" zu bezeichnen, bloß weil er einem, der neu in ein Amt gewählt wurde, trotz mancher Bedenken eine faire Chance geben will (das mindeste, was wir als Christen JEDEM Mitmenschen gegenüber doch tun sollen, oder...?) Und die Wortwahl "Überläufer" (von wem/wohin eigentlich, und von wem/ von wo eigentlich?) lässt mich etwas ratlos werden.

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    5. Wird immer wieder von Pfarrern beklagt und ist sogar in Protokollen des Prieterrates nachzulesen. In Einzelfällen mag es anders aussehen.

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  3. Ich kann Leserin Julia nur zustimmen bei dem, was sie schreibt. Wie einige, kaum dass er gewählt ist, über Kardinal Marx herfallen, ist fast schon zum Fremdschämen. Manchmal, wenn man in der sog. "Blogozese" runsurft, hat man den Eindruck, eine beträchtliche Zahl an Bloggern/Postern hat sozusagen 24stündig den Katechismus unterm Arm sowie die Enzykliken des "Antimodernistenpapstes" Pius X. und beurteilt alles und alle in der katholischen Welt danach, wie konform ihr Reden und Tun damit ist bzw. wo "Abweichungen" festzustellen sind. (Ich spitze jetzt natürlich etwas zu, aber die Richtung stimmt schon...) Aber so läuft es nun einmal nicht mehr in der katholischen Welt, und ist es wohl auch nie gelaufen, nicht mal zu Zeiten des genannten Papstes. Ein Bischof heißt seit jeher "Pontifex", also Brückenbauer. Was hätte dieser Ehrentitel für einen Sinn wenn nicht den, zwischen der legitimen und enormen Vielfalt an theologischen Richtungen in der Kirche Brücken zu bauen? Diese Vielfalt hat es - anders als etliche sog. "Romtreue" es darstellen - in der Kirche immer gegeben. Auch in den 1962 Jahren vor dem vielkritisierten "Konzil", wo angeblich die Kirche noch sauber und rein und die Welt noch katholisch gewesen sein soll.
    Insofern kann ein Bischof nur aus der "Mitte" kommen, nicht als eponierter Vertreter eines bestimmten "Flügels". Und das ist bei Kardinal Marx, Gottseidank, der Fall.

    Im übrigen finde ich den Vorwurf an den "Kreuzknappen", ein "Überläufer" zu sein, mehr als daneben. ich lese hier gerne mit, auch wenn ich nicht immer mit seinen Blogs einverstanden bin. Aber mir imponiert, dass dieser Blogger trotz eindeutig erkennbarer "konservativer" Grundausrichtung auch in der Auseinandersetzung mit "liberaleren" Positionen zwar in der Sache klar, aber immer fair bleibt und uns so daran erinnert, daß Christen immer zwischen Werk und Person zu unterscheiden haben. Da unterscheidet sich dieser Blog sehr positiv von manch anderen "katholischen Blogs"

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