Mittwoch, 19. März 2014

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken fordert kein Diakonat der Frau mehr...?!

Genau vor einer Woche fragte ich in einem Artikel ganz irri-
tiert, wo denn für die diesjähri-
ge Saison eigentlich die Forde-
rung nach dem Diakonat der Frau in Deutschland bliebe
---> KLICKEN !

Üblicherweise wurden in der Vergangenheit damit die Vollversammlungen der Bi-
schöfe beglückt. Meine besorgte Anfrage erweist sich fast als unbegründet. Heute nämlich teilt das ZdK der Öffentlichkeit mit, dass es am 29. April wie alle Jahre wieder einen "Tag der Diakonin" geben wird.
Voriges Jahr war bekannterweise Erzbischof Zollitsch noch auf den Zug aufgesprungen und verkündete, die Idee eines Spezialdiakonats der Frau vorantreiben zu wollen. Vom "Netzwerk Diakonat der Frau" bekam er aber prompt eine deftige Abfuhr: Das halte man "nicht für zukunftsfähig", er-
klärte die Vorsitzende Irmentraud Kobusch öffentlich. Oder anders ausge-
drückt: Auf so einen plumpen Versuch, einen Diakonat zweiter Klasse ein-
zuführen, fallen wir nicht herein...!
Das ist irgendwie beinahe so wie derzeit auf der Krim: Man will doch lieber Fakten schaffen, beispielsweise durch schon laufende Diakonatskurse für Frauen ---> KLICKEN !

Darum heißt es auch unmissverständlich in einem Artikel der Frauen-
gemeinschaft KDFB: "Frauen sind längst Diakoninnen -- Wann kommt
die Weihe?"
(pdf) ---> KLICKEN !

Doch wie löst das Zentralkomitee in Zusammenarbeit mit Frauenverbän-
den nun für 2014 das Problem, sich nicht zwischen sämtliche Stühle zu setzen?

Ganz einfach: Man organisiert einen "Tag der Diakonin" mit eher "unver-
fänglichen" Themen wie  etwa "Politisches Engagement und diakonisches Handeln" und "Diakonisch und politisch engagiert in Berlin", wobei man die geniale Abwechslung und Bandbreite der Thematik durch Umsetzen der Stichworte im Titel beachte...!  ---> KLICKEN !


Kommentare:

  1. Die Veranstaltung des ZdK und gewisser Frauenverbände ist ein
    jährliches Ritual. Eigentlich weiß man, dass der Zug nicht nur ab-
    gefahren ist, sondern dass man am falschen Bahnsteig steht.
    Aber man muss das Gesicht wahren und deswegen solche Themen,
    deren Bezug zum Diakonat der Frau an den Haaren herbeigezogen ist.

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    1. Sehr treffend beobachtet!
      Wer daran bastelt, ein nichtsakramentales Diakonenamt
      zu erfinden, diskriminiert einerseits die Frauen, weil sie
      dann klar erkennbar "zweitklassig" sind.
      Wer durchblickt, dem ist doch längst klar, dass es sich
      nur um eine Salamitaktik handelt. Stufe 1 ist das Diakonenamt,
      Stufe 2 ist das Priesteramt.

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