Samstag, 15. März 2014

Liturgische Modenschau? - Katholische Kirche stellt gottesdienstliche Gewänder für Frauen vor

Das Problem ist
seit langem bekannt. In den Gottes-
diensten der katho-
lischen Kirche wir-
ken inzwischen auch viele Frauen mit, ohne jedoch auf sie zugeschnittene liturgische Gewänder zu haben. Das Angebot ist in diesem Bereich noch entwicklungsbedürftig. Gestern wurde von der katholischen Kirche in Hannover ein Stück weit Abhilfe geschaffen: In einer Moden-
schau der besonderen Art wurden der Öffentlichkeit Gottesdienstgewänder speziell für Frauen präsentiert, die z.B. bei Wortgottesdiensten zum Einsatz kommen können. "Die Frauen tragen gerne buntere Kleidung als Männer", erklärte Beate Cassau von der Paramentenwerkstatt in Paderborn dem Publikum.
Wenn ich mir dazu die Anmerkung erlauben darf: Das mag tendenziell so stimmen, aber da scheint die Modedesignerin doch nicht so ganz infor-
miert zu sein, wie diese mich teilweise etwas belustigenden Beispiele aus der liturgischen Mode-Männerwelt zeigen (dort weitere Links beachten) ---> KLICKEN !
Ein Vertreter des Liturgischen Instituts Trier stellte zu dieser Modenschau fest, dass in den letzten Jahren bei den Leitern der Pfarreien die Bereit-
schaft gewachsen sei, allen im Altarraum tätigen Laien liturgische Kleidung zuzugestehen.

Presseberichte über die gestrige Modenschau z.B. HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Ich finde das sehr sinnvoll.
    Jede(r) Katholik, der eine Funktion im Altarraum übernimmt, vom Ministranten angefangen, tut dies nicht, um sich selbst als Person zu präsentieren. Daher ist die "Dienstkleidung" liturgisch konsequent.

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  2. Ordinariatsgeschädigter15. März 2014 um 16:33

    "Laien benützen keine liturgischen Gewänder oder Zeichen, die den geweihten
    Amtsträgern vorbehalten sind. Vorzugsweise tragen Laien der Würde ihres
    Dienstes angemessene Zivilkleidung. Soll ein liturgisches Gewand getragen
    werden, empfiehlt sich eine Albe, wobei alles zu unterlassen ist, was in
    irgendeiner Weise den Eindruck einer Stola erweckt..."
    -- zitiert aus der Rahmenordnung des Erzbistums Köln:
    http://www.erzbistum-koeln.de/erzbistum/generalvikariat/abteilungen/seelsorge_personal/personaleinsatz/dokumente/1_allgemein/4_sonstiges/Zusammenarbeit_von_Priestern_Diakone_Laien_im_Bereich_der_Liturgie_Bestimmungen_fuer_die.pdf

    Wie man also sieht, gibt es da durchaus kontroverse Positionen.
    Manches ist auch einfach eine Frage des Fingerspitzengefühls.

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  3. Naja, so sensationell neu ist die Modenschau nicht.
    Es gibt da durchaus eine Reihe von Anbietern, die heute schon
    entsprechende Kleidungsstücke anbieten.
    Ein Beispiel möge genügen:
    http://www.slabbinck.de/shop/contents/de/d91.html

    Die deutschen Bischöfe haben bereits 1999 diesbezüglich eine Rahmen-
    ordnung erlassen. Ich würde es begrüßen, wenn diese beachtet würde.
    Man lese dort insbesondere die Nr. 61.
    http://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/veroeffentlichungen/deutsche-bischoefe/DB62-7.%20Auflage.pdf

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  4. "Liturgische Kleidung für Frauen" setzt voraus, dass Frauen eine Liturgische Funktion übernehmen könne, also sich im Heiligne Chorraum bewegen. Dies ist gegen alle Tradition der Hl. Kirche, die liturgische Handlungen und die Präsenz im Chorraum nun einmal nur Geweihten, also Männern vorbehält. (Ausser - männlichen! - Messdienern natürlich.) Selbst das unglückselige "Konzil" hat da nichts Neues vorgesehen. Dass es heute so anders aussieht, ist das Ergebnis des offenen Aufruhrs der fehlgeleiteten Laien und der Okkupation des linksgrünen Freimaurer-Ungeistes in die Kirche. Inzwischen bis an die Spitze.

    Das 4. Laterankonzil (1215) formulierte den Lehrsatz "Die Laine sind die Feinde des Klerus". Die Kirche hätte gut daran getan, diesen Lehrsatz in Erinnerung zu behalten.

    Roma, Roma, convertere ad deum tuum!!!

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    1. Die Information von Leser "Siri" ist unzutreffend.
      Päpstl. Rat für die Auslegung der Gesetzestexte, Responsio ad propositum dubium (11. Juli 1992): AAS 86 (1994) 541-542; Kongr. für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, Litterae ad Praesides Conferentiarum Episcoporum de servitio liturgico laicorum (15. März 1994): Notitiae 30 (1994) 333-335, 347-348; Litterae ad quemdam Episcopum (27. Juli 2001): Notitiae 38 (2002) 46-54.
      Oder für alle verständlicher ausgedrückt:
      "Nach einer im Juli 1992 von Papst Johannes Paul II. bestätigten authentischen Interpretation zu can. 230 § 2 CIC erkannte das Rundschreiben der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung vom 15. März 1994 an die nationalen Bischofskonferenzen allen Bischöfen das Recht zu, in ihren Diözese auch Frauen und Mädchen zum Dienst am Altar zuzulassen."
      (zit. nach Wikipedia-Artikel "Ministranten")

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    2. Wenn das stimmt, dann ist klar festzuhalten. Papst Johannes Paul II. hat sich hier (wie auch andernorts) in offenem Widerspruch zur Tradition der Kirche gesetzt. Womit die Frage auf dem Tisch ist, ob seine Instruktionen überhaupt gültig sind.
      Bei romtreuen Katholiken der Tradition jedenfalls sehen wir bis heute kein weibliches Wesen im Altarraum. Der Hl. Paulus hat in 1. Kor 14 verfügt, dass in den Versammlungen der Kirche die Frau zu schweigen hat. Ob uns das gefällt oder nicht, das ist nun einmal Wort des lebendigen Gottes.

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    3. Im Sinne eines tieferen Glaubens ist es dann wohl zu Ihrem Besten, wenn Sie sich vor der Messe zwecks Ihrer Züchtigung beim Priester melden, denn dies geschieht nach Paulus (Hebr 12,11) nur zu Ihrem Besten und schenkt Ihnen insbesondere Frieden und Gerechtigkeit.
      Bevorzugen Sie Peitsche oder Rohrstock...???

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    4. @Studiosus:
      1. "Der Herr lässt seiner nicht spotten", sagt die Hl. Schrift.
      2. Der Hebräerbrief ist nicht vom Hl. Paulus.

      Soviel Bibelkenntnis sollte schon sein, wenn man meint, andere mit Schriftstellen belehren zu sollen.

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    5. Ich wollte Ihnen als Erzkonservativem doch nur entgegenkommen, weil man früher der Auffassung war, der Brief stamme von Paulus.
      Sie haben aber vergessen zu antworten, auf welche Weise Sie gezüchtigt werden wollen.

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    6. Die Kirche war immer "erzkonservativ", oder dasselbe einfach gesagt: die Kirche war immer katholisch. Auch wenn sie sich seit 1962 anders zu verstehen scheint.

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