Mittwoch, 26. März 2014

LIVE: Heute 15.30 Uhr Pressekonferenz in Limburg -- Manfred Grothe ist Administrator

   Predigt und Linktipps zum 4. Fastensonntag (30.3.): hier online kurz nach 16 Uhr!
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Die heutige Presseerklärung des Vatikans ist nicht gerade üppig ausgefallen. Vor allem vermissen viele einen Hinweis darauf, was denn nun mit Bischof Tebartz-van Elst geschieht. Und manche sind vielleicht auch ein wenig frustriert darüber, dass es in der Erklärung des Papstes noch nicht einmal
ein Nebensätzchen über Mitschuldige aus Limburg und anderswo gegeben hat. Andererseits war es sicher weise, nicht noch Öl ins Feuer zu gießen.
Die meines Erachtens derzeit hilfreichste Information kommt  soeben vom Kölner "domradio". Dieses überträgt ab 15.30 Uhr live die Pressekonferenz des Bistums Limburg. Dort nimmt auch der vom Papst eingesetzte Apostolische Administrator Weihbischof Manfred Grothe teil.
Weitere Informationen über ihn und über die Limburger Pressekonferenz ---> HIER !


Kommentare:

  1. Ordinariatsgeschädigter26. März 2014 um 14:41

    Vielleicht sollte man noch ergänzen, dass die Pressekonferenz
    heute um 15.30 Uhr auch aus einem anderen Grund noch
    interessant wird: In der Vorankündigung heißt es nämlich, dann
    werde auch endlich der Prüfbericht zu den Finanzen des Limburger
    Bischofshauses der Öffentlichkeit vorgestellt.

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  2. Da haben wir aber noch mal Glück gehabt!
    Der Herr Präsident hat auch sein O.K. dazu gegeben,
    dass der Limburger Bischof nicht zurückkehrt.
    Ich meine den Präsidenteden des ZdK, Alois Glück!
    Nicht auszudenken, wenn der wichtigste Mann jetzt
    noch quergeschossen hätte...!

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  3. Wir werden nachher Näheres hören,
    aber vorab finde ich, dass die Entscheidung des Papstes
    für Weihbischof Grothe ein kluger Schachzug ist.
    Erst einmal ist damit klar, dass die Limburger Spezis nicht
    selbst den Administrator stellen können,
    zum anderen ist Grothe ausgewiesener Finanzexperte,
    und schließlich wird er in wenigen Wochen 75 Jahre alt
    und kommt daher als späterer Bischof von Limburg
    nicht infrage.

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  4. Ich finde der Schluss-Satz der Presseerklärung geht genau zwischen die Augen des Limburger klüngel. Ich habe nämlich nirgends in der Presse einen Satz gelesen, der darauf hingedeutet hätte, dass es dem Bischof an Barmherzigkeit und Versöhnungs Bereitschaft gefehlt hätte.

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  5. Ich habe mir den Nachmittag über viel Zeit genommen und mich durch den Prüfungsbericht gekämpft, den kath.net dankenswerter Weise im Netz zugänglich gemacht hat. Es war wirklich ein Kampf in doppelter Hinsicht - auch mit der eigenen bodenlosen Enttäuschung. Ich habe ein Jahr lang Bischof TvE immer verteidigt, manchmal gegen agressivste Kritik im eigenen Umfeld, und war bis heute überzeugt, daß es im Kern eine bösartige Kampagne kirchenfeindlicher Medien gegen einen aufrichtigen, lehramtstreuen Bischof ist. Seine Lehramtstreue mag ich weiterhin nicht anzweifeln; ansonsten aber ist für mich wohl eine Beichte fällig. Ich bin nur noch sprachlos, was der Prüfungsbericht nun ans Licht bringt, das übertrifft die schlimmsten Alpträume. Und ich kann seit heute nur sagen: der Rücktritt des Bischofs war nicht nur überfällig, sondern absolut unabwendbar. Mehr kann ich gar nicht sagen.

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  6. Haben Sie seine Stellungnahme dazu gelesen?

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    1. Ja, und sie hat leider meine bis bis 24 Stunden enorme Hochachtung für ihn noch tiefer sinken lassen.
      Diese Stellungnahme hat in ihrer Substanz zwei Aussagen: ich bin pastoraltheologischer Wissenschaftler, kann also nichts vom Geld und vom Bauen verstehen. Deshalb hatte ich dazu meinen Generalvikar, dem ich blind vertraut habe, und schliesslich hat mir sogar mein Vorgänger diesen empfohlen.
      Das macht mich fassungslos. In der Politik gibt es den Begriff der "politischen Verantwortung", die die Spitze eines Ministeriums zu übernehmen hat, auch wenn sie selber gar nichts verbockt hat, sondern untergeordnete Mitarbeiter es waren. Der Minister hat zurückzutreten.
      Selbst wenn es hier so wäre, dass also der Bischof selber keine Fehler gemacht hat, sondern alles sein GV verbockt hat, ist es ethisch unannehmbar, jetzt die Dinge auf den untergeordneten Mitarbeiter (GV) zu schieben. Das ist ein Ethos wie bei einem Kapitän, der bei einer Havarie seines Schiffes nicht als Letzter, sondern als Erster von Bord geht.
      Der Bischof hat sich mit dieser "Gegendarstellung" einen weiteren Bärendienst erwiesen. Hat er denn gar keine gescheiten Berater??

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