Montag, 31. März 2014

Soll man jetzt darüber lachen oder weinen? -- Der Limburger Bischofs-Dienstwagen, Teil 2

Die Empörung in den Medien lief wieder auf allerhöchster Stufe: In vielen Zeitungen konnte man es lesen, dass der zurückgetretene Limburger Bischof Tebartz-van Elst so dreist gewesen sein soll, während seiner Auszeit in einem bayerischen Kloster
das nächste Dienstfahrzeug
zu ordern. Wie wir anhand
so mancher Meldung glauben müssen, handelt es sich dabei über ein überaus luxuriöses Fahrzeug... ---> KLICKEN !
Auch ich fand das alles andere als gut. Aber, wie Sie in nach Anklicken des obigen Links wissen, warnte ich auch schon vor übereilten Behauptungen und schrieb, die Lage sei wohl komplizierter, als man das den Lesern prä-
sentiere. Immerhin hatte auch das Limburger Ordinariat auf Befragen von Journalisten erklärt, man wisse derzeit nichts Genaues über den Vorgang, und schon gar nicht, wer denn den BMW bestellt habe.
Heute lese ich plötzlich einen ganz unauffälligen Artikel beim "Hessischen Rundfunk" und staune nicht schlecht: Wird hier möglichst geräusch-
los zum Rückzug geblasen?
Hauptsache, die böse Behauptung gegen den "schlimmen" Bischof hat mal wieder die Gemüter gründlich erhitzt...
In besagtem heutigen Artikel heißt es nämlich jetzt auf einmal, der Lea-
singvertrag habe sich "automatisch" verlängert, und das Bistum habe das nur zu spät bemerkt. Man habe die Unterlagen erst kürzlich gefunden,
und da sei es für eine Stornierung zu spät gewesen...

Was soll man denn nun davon halten? - Der so übel beschuldigte Tebartz-
van Elst in dieser Angelegenheit ganz unschuldig?
Wenn das so ist, dann bin ich aber mal gespannt, ob die Medien das auch in riesengroßen Schlagzeilen melden.

Der neue Artikel zum Nachlesen ---> KLICKEN !
.
Nachtrag am 1.4.2014 um 8.00 Uhr (kein Aprilscherz):
Offensichtlich werden da neckische Spielchen gespielt, oder es ist einfach zu peinlich, dass man im Ordinariat Mist gebaut hat. Jedenfalls wurde obiger Link ("Artikel zum Nachlesen") stillschweigend von gestern auf heute auf-
fallend verändert: Auf einmal ist jetzt das Ordinariat doch wieder ganz unschuldig. Wie der Berliner so richtig sagt: Nachtigall, ik hör dir trapsen...! (siehe Beweisfoto der früheren Version)

Kommentare:

  1. Wenn das zutrifft,
    dann wäre das aber doch wohl ein handfester Presse-Skandal!
    Oder gilt bei Bischöfen die Unschuldsvermtung nicht?
    Darf die Presse alles schreiben, ohne Rücksicht auf den Wahrheitsgehalt?

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  2. Das darf doch wohl nicht wahr sein!
    In der BILD-Zeitung und anderswo auch hieß es ganz klar,
    dass der "Protz-Bischof" sich den neuen Wagen bestellen ließ.
    Das ist dann doch schon sehr dreist von den Redakteuren.

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  3. Gut, dass Sie darauf aufmerksam machen,
    aber jetzt ist es eigentlich sowieso egal.
    Der Bischof ist abgeschossen. Die Jagdmeute wird über
    kurz oder lang ein neues Opfer verfolgen.

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    1. Präziser gesagt: er hat sich selber zum Abschuß frei gegeben.

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