Montag, 17. März 2014

Tanzverbot am Karfreitag: Tanz-Aktionen als Protest bleiben diesmal weitgehend aus...

   Predigt-Linktipps zum 19.3. Hochfest Hl. Josef: siehe weiter unten!
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Wir kennen das. Man könnte schon sagen: Alle Jahre wieder...!
Das Tanzverbot am Karfreitag und eini-
gen wenigen anderen kirchlichen (z.B. To-
tensonntag) oder staatlichen Feier-
tagen (Volkstrauer-
tag) ist in Deutsch-
land durch Gesetze in den jeweiligen Bundesländern mit Angaben von Sperrzeiten usw. detailliert geregelt. Die sogenannten "Stillen Tage" sind vom Grundgesetz abgeleitet, das diese Tage (vgl. Art. 140) unter besonderen Schutz stellt. Nicht nur das öffentliche Tanzen, sondern auch andere Veranstaltungen wie etwa Sportereignisse sind an diesen Tagen untersagt.                                                                          
                                      Klar, dass so etwas immer und immer wieder den Zorn bestimmter Leute hervorruft. Insgesamt etwa 360 Tage im Jahr darf drauflosgetanzt werden, was das Zeug hält, aber das genügt natürlich nicht. Wie ein trotziges Klein-
kind will man unbedingt just an diesen "stillen Tagen" tanzen und lauthals feiern. Und so kommt es so sicher wie das Amen in der Kirche Jahr für Jahr zu den chronischen Protesten, wobei die Saison dafür immer kurz vor Ostern beginnt.
Der "Bund für Geistesfreiheit" etwa musste unbedingt am Karfreitag eine "Heidenspaß-Party" feiern und bekam dafür letztinstanzlich vor dem Baye-
rischen Verwaltungsgerichtshof die teure Rechnung.
Die Argumentation der Karfreitags-Tänzer stützt sich im wesentlichen darauf, dass man sich nicht von Christen vorschreiben lassen wolle, wann man öffentlich tanzen dürfe und wann nicht. Schließlich lebe man heute nicht mehr in einem christlichen Land.
Seltsam, denke ich mir da, warum nutzen dann aber jene Protestler die christlichen Feiertage? - Es wäre doch nur konsequent, wenn sie auf die arbeitsfreien Feiertage verzichten würden und prozessieren würden, um
arbeiten zu dürfen. Und wenn sie schon derzeit nicht an solchen Tagen arbeiten dürfen, dann müsste es ihnen größte Gewissensqualen bereiten, in ihrem Monatsgehalt die ungewollten freien Tage mitbezahlt zu bekommen. Das Mindeste wäre doch wohl, diese kirchlich mitverursachte finanzielle Wohltat abzulehnen und z.B. den Lohnanteil für Karfreitag und Oster-
montag für wohltätige Zwecke zu spenden. Doch merkwürdigerweise ist
es in diesem Punkt sehr leise, "stille Tage" gewissermaßen...
Die Vorteile nimmt man gerne in Anspruch, aber mit Rücksichtnahme hat man es nicht so. Toll!
Das laute Protestgeschrei der vergangenen Jahre führte häufig zu Angst-
reaktionen in der Politik. Manche Abgeordneten sorgten sich vielleicht um Wählerstimmen für ihre Wiederwahl. Doch der vorauseilende Gehorsam war auch in diesem Falle gar nicht nötig, denn wie man in diesem Jahr sieht, sind kaum größere Protestaktionen gegen das Tanzverbot am Kar-
freitag angekündigt. Die Tänzer sind müde geworden. Oder vielleicht erwachsen...?!
Die Feiertagsgesetze der einzelnen Bundesländer ---> KLICKEN !

Die "ruhrbarone" mit einer hitzigen Debatte ---> KLICKEN !
"DIE WELT" über das Tanzverbot ---> KLICKEN !
"Hessischer Rundfunk" über Hüftschwünge am Karfreitag --> KLICKEN !

:
"Massenproteste" der Piraten...?
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