Sonntag, 30. März 2014

Über das Niveau dieses Kirchen-Artikels im "European" müssen Sie schon selber urteilen...




Ich selbst äußere meine diesbezügliche Meinung lieber nur zaghaft.
Es schreckt mich doch etwas ab, dass der Autor ein Rechtsanwalt ist...
Aber mal im Ernst: Artikel in Zeitungen (und zugegebenermaßen auch
in Blogs) können viel Niveau haben oder wenig. Da lasse ich meine Leserinnen und Leser gerne selbst urteilen, was eher zutrifft, und das besonders beim aktuellen Beispiel.
Es geht Rechtsanwalt Heinrich Schmitz in seinen längeren Ausführungen im "European" unter der Schlagzeile "Im Inneren der Wagenburg" nach meinem Eindruck um eine verbale Abrechnung mit den konservativen Kräften in der Kirche, so wie just einen Tag vorher mit anderem Akzent be-
reits von Autor Andreas Püttmann geschehen ---> KLICKEN !
Heinrich Schmitz fährt schweres Geschütz auf: Er schweift zwar erzähle-
risch zuweilen arg ab, aber die Botschaft ist klar. Viele Konservative in der Kirche haben sich in einer Wagenburg gegen die Angriffe der Fortschritt-
lichen freiwillig eingeschlossen und sind zutiefst davon überzeugt, dass
die schlimmen Medien ihrem geliebten Tebartz-van Elst nur bösartigst zusetzen wollten, obwohl er doch ein Unschuldslamm ist. Das ist der aber nicht, wie wir wissen und Rechtsanwalt Schmitz auch. Als Beweis führt er z.B. an, dass der besagte Bischof den neuen 5er-BMW selbst bestellt habe.
Da bin ich schon mal erstaunt, aber vielleicht weiß Herr Schmitz da mehr als wir alle. Nach meinem Eindruck ist es zumindest bis heute nicht ein-
deutig geklärt, wer da im Namen des Bischofs tätig geworden ist.

Dann kümmert sich Herr Schmitz in seinem langen Artikel um Martin Lohmann, den Journalisten (derzeit Chefredakteur bei k-tv) und z.B. als Lebensrechtler sehr engagierten Ka-
tholiken. Nachdem Schmitz selbst ein-
räumt, dass ihm der überhaupt erst 2013 aufgefallen ist, und zwar als konservativ-katholischer Teilnehmer einer Talkrunde bei Günther Jauch,
hat er ihn doch glatt auf Anhieb als "Anhänger des super-erzkonservativen Flügels" entlarvt. Lohmann erkläre Tebartz-van Elst "doch tatsächlich
zum Opfer einer Medienkampagne"
(Ich könnte Herrn Schmitz ja den Tipp geben, mal nach Medienwissen-
schaftlern zu recherchieren, die das auch so sehen). Wie falsch Lohmann da liegt, will Schmitz z.B. daran erkannt haben, dass Tebartz-van Elst "herrisch, stolz, gnadenlos, unbelehrbar" sei. Das beweist Schmitz ganz locker mit der kleinen Bemerkung "wie man so aus Limburg hört".
Na, das wird sicher jeden überzeugen, Herr Schmitz...!
Aber die Wagenburg mache einfach dicht und "da schießt man auf alles, was draußen ist. Schuld sind immer die andern".

So ein Pech für mich! - Genau das ging mir auch durch den Kopf, als ich den Artikel im "European" las...
:
Der Artikel im "European" ---> KLICKEN !

Jede Menge Ärger für Lohmann --- > KLICKEN !
Martin Lohmann pfeift auf Korrektheit ---> KLICKEN !

Lohmann schrieb übrigens einen Leserbrief im "European", der aber merkwürdigerweise plötzlich verschwand, wie er erstaunt bemerkte. Inzwischen ist er aber wieder dort lesbar...

Kommentare:

  1. Man kann sich über sowas aufregen,
    oder man kann es bleiben lassen.
    Letzteres bekommt mir besser.
    Nach der Lektüre des Artikel-Anfangs im genannten
    Blatt habe ich mich schnell dort verabschiedet.

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  2. Ein gutgemeinter Rat an die Adresse des Herrn Schmitz:
    Rechtsanwalt, bleib bei Deinen Leisten...!

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  3. Die alten Römer wussten: audiatur et altera pars.
    Könnte auch mal für Wagenburgen ein guter Rat sein.

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  4. Naja, man merkt, dass Herr Schmitz kein wirklicher Kenner der kirchlichen Verhältnisse ist. Anders als Dr. Püttmann, der die Milieus und handelnden Personen sehr gut kennt, weil er ihnens elber angehört. Deshalb ist dessen Artikel auch klar besser als dieser von Schmitz.

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