Sonntag, 23. März 2014

Was ist da los? - Lebensrechtsaktion aus dem Bistum Augsburg (und Speyer) ausgesperrt

Ich habe gerade den Pressesprecher des Bistums Augsburg angeschrie-
ben und bin auf dessen Sicht der Dinge sehr gespannt und werde diese meinen Lesern hoffentlich demnächst mitteilen können.
Wie das Leben uns lehrt, haben manche Dinge bekanntlich zwei Seiten. Möglicherweise liegt auch nur ein fatales Missverständnis vor...
Bislang habe ich nur aus einigen katholischen Quellen die traurige Nachricht erfahren, dass die Le-
bensrechtsaktion "1000plus" Alarm schlägt, weil man deren erfolgreiche Babyflaschen-Aktion im Bistum ganz abrupt untersagt hat. Per Rund-
schreiben aus dem Ordinariat wurden alle Pfarrer angewiesen, jede Infor-
mation oder Werbung über die Aktion zu unterlassen.
Wie die Aktion "1000plus" mitteilt, wurde inzwischen bekannt, dass man im Bistum Speyer den Pfarreien dies auch nahelegt. Was ist da bloß los? Immerhin ist 1000plus nach meinen bisherigen Informationen eine sehr seriöse, mit viel Lob bedachte Lebensrechtsorganisation unter der Schirm-
herrschaft von Johanna Gräfin von Westfalen und kann eine beachtliche Zahl von erfolgreichen Beratungen nachweisen. Bei 1000plus haben sich die STIFTUNG JA ZUM LEBEN, Die Birke e.V. und Pro Femina zusam-
mengeschlossen.

Meldung über Ablehnung in Augsburg z.B. ---> HIER !
Einzelheiten über die Babyflaschenaktion gibt's ---> HIER !
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Zwei informative Videos der Aktion "1000plus":
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Kommentare:

  1. Machen Sie sich bitte keine falschen Hoffnungen. Ein Bischof nach dem anderen geht vor dem Zeigeist in die Knie. Der Einsatz für das Lebensrecht wird doch nur noch von Laien geleistet. Für die Bischöfe ist das Thema längst vom Tisch. Wie hört man immer wieder aus bischöflichem Mund: "Wir müssen uns den Realitäten anpassen." Auch in der Nazizeit haben sich viele Christen den Realitäten angepasst. Sie konnten ruhig schlafen. Die anderen aber, die sich Gottes Geboten verpflichtet fühlten, mussten ins KZ.

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  2. Ordinariatsgeschädigter23. März 2014 um 19:34

    Man wird offiziell so argumentieren, dass es bereits genügend Beratungsangebote
    gibt. Inoffiziell sieht es nach meiner Einschätzung eher so aus, dass die Aktion
    zu erfolgreich war. Andere wie z.B. die CARITAS bekamen da Futterneid...

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  3. ein pastoraler Mitarbeiter23. März 2014 um 19:51

    Es ist ja sehr nobel, Herr Kreuzknappe,
    dass Sie auch die andere Seite hören wollen. Ich wette, dass man Sie
    mit Allgemeinplätzen abspeisen wird. Glauben Sie ernsthaft, dass man
    Ihnen die volle Wahrheit präsentieren wird?
    Es geht um lästige Konkurrenz, die in der Öffentlichkeitsarbeit sehr
    pfiffig daherkommt und dementsprechende Erfolgszahlen aufzuweisen hat.
    Das wiederum bedeutet in der Konsequenz, dass jede Beratung bei
    1000plus eine Beratung weniger für CARITAS und Co. ist, was sich
    in der Statistik gar nicht gut macht.
    Also serviert man unliebsame Konkurrenz ab. So einfach ist das!

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  4. Der erste und entscheidende Fehler ist vom Ordinariat gemacht
    worden, als man diese von der Amtskirche nicht kontrollierbare
    Aktion zugelassen hat.
    Jetzt kann man nur noch die Notbremse ziehen, und das ist
    eben unangenehm. Die CARITAS sollte doch wohl in der Lage
    sein, die Beratung auch ohne private Konkurrenz hinzukriegen.

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  5. Sagen wir's mal möglichst zurückhaltend, weil das hier offenbar ein hochsensibles Eisen ist: diese drei Organisationen sind nicht nur außer, sondern eben auch innerkirchlich sehr umstritten. V.a. was ihre Beratungsmethoden betrifft. Das ist, wie gesagt, gelinde ausgedrückt.
    Von daher ist es nicht so verwunderlich, dass die Bistumsleitungen da eine Reißleine ziehen.

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