Donnerstag, 20. März 2014

Wehe, man kritisiert die Karnevalisten: Da hört der Spaß aber doch auf, Herr Kardinal Müller...!

Kardinal Müller hat der Mainzer „Allgemei-
nen Zeitung“
in einem kurzen Interview unter anderem gesagt, dass ihn manches an öffentlichen Vorwürfen gegen den Limburger Bischof an „Menschenjagd“ wie in einer früheren „ganz dunklen Epoche“ erinnere. „Wenn ich sehe, dass das hineinreicht bis ins Kabarett oder Darstellungen in Rosenmon-
tagszügen  -  das ist Missbrauch der Fast-
nacht...“
- So der Kardinal.
Beim Mainzer Rosenmontagszug war Tebartz-van Elst z.B. beim Bad in einer riesigen goldenen Wanne karikiert worden.
Nun wissen wir längst, dass die von der Presse erfundene Geschichte mit der 15.000 Euro teuren Wanne eine üble Anschuldigung ist, die nur mit der Vokabel "niederträchtig" passend zu würdigen ist. Dass dies dem Kardinal böse aufgestoßen ist, kann ich nach-
vollziehen. Allerdings hat er mit seiner Bemerkung m.E. niemandem einen Gefallen getan, auch sich selbst nicht.
Auf einem anderen Blatt steht, wie die Fastnachter sich jetzt zum Teil aufführen. Der Kardinal müsse sich entschuldigen, wird da lautstark auf Empörung gemacht.
Liebe Karnevalisten: Wenn ihr andere durch den Kakao zieht und dabei auf unwahre Behauptungen wie die der goldenen Badewanne zurückgreift, dann solltet ihr aber auch die Größe haben, Kritik daran zu akzeptieren. Oder ist der Karneval inzwischen eine heilige Kuh, die nicht mehr kritisiert werden darf? - Da wäre in der Tat sehr schade! 

Kommentare:

  1. Die Äußerungen der Fastnachter sind noch gar nichts gegen die Leserbriefe, die heute eine ganze Seite der az füllen und auch sonst sehr einseitig sind.

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  2. Das sind mir die richtigen Humoristen!
    Im Austeilen sind sie ganz groß, aber sobald jemand sie kritisiert,
    sind sie die reinsten Sensibelchen.
    Abgesehen davon halte ich die Äußerung von Kardinal Müller nicht
    für hilfreich. Sie trifft zwar zu, schadet aber eher dem Limburger Bischof
    als das sie ihm nutzt.

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  3. http://anmerkungendonecvenias.blogspot.de/2014/03/mainzer-zeitung-setzt-ihre-causa.html :)

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