Mittwoch, 9. April 2014

Bistum Limburg nach Tebartz: Administrator schreibt an Gläubige und bekommt Ärger...

               Predigt u. Linktipps zu Palmsonntag: heute ca. 15.30 Uhr online!
.
Der Start ist für den vom Papst eingesetzten Administrator of-
fensichtlich recht gut gelungen: Weihbischof Manfred Grothe, der übrigens am vergangenen Freitag 75 Jahre alt wurde und deswegen formell beim Papst sein Rücktrittsgesuch einge-
reicht hat, erklärt auf der Inter-
netseite des Bistums Limburg, dass ihn "die herzliche Auf-
nahme und der freundliche Empfang... sehr berührt"
hätten.
In einem Schreiben an alle Katholiken des Bistums, das in den Gottes-
diensten bekannt gemacht wurde, bittet er ausdrücklich "alle um Unter-
stützung und um ihr Vertrauen"
. Das werden ihm die meisten der leid-
geprüften Limburger Diözesanen sicher gerne entgegenbringen, doch es
ist auch schon Ärger in Sicht: Weil er in seinem Brief auch dem emeritier-
ten Bischof Tebartz-van Elst gedankt hatte und dessen Bitte um Entschul-
digung als Geste bezeichnet hatte, "die nicht einfach übergangen werden sollte", gibt es von einigen deutlichen Protest.
So zeigt sich einer der öffentlichen Gegner des früheren Limburger Bi-
schofs verärgert und reagiert mit einem an die Medien gegebenen offe-
nen Brief. Pfarrer Hubertus Janssen vermisst im verlesenen Schreiben
des Apostolischen Administrators klare Worte darüber, dass "Unrecht
und Enttäuschung"
geherrscht hätten und das Bistum "vor die Wand gefahren" wurde.
Naja, so ist das nun mal. Einige können wohl nicht anders; sie müssen immer noch mal nachtreten. Insgesamt sieht es aber doch so aus, als ob
das Bistum auf einem guten Wege ist, zur Normalität zurückzufinden.
Das kann man jetzt nur von ganzem Herzen wünschen!
Brief des Administrators an die Gemeinden (pdf) --> KLICKEN !

Hessischer Rundfunk: Offener Brief von Pfarrer Janssen
--> KLICKEN !

Kommentare:

  1. Das wundert uns doch jetzt nicht wirklich, oder?

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  2. Pfr. Janssen ist doch schon 76, wie aus dem HR-Text hervorgeht. Da könnte ihn der Apost. Administrator doch einfach in die Wüste — Pardon! — in den Ruhestand schicken…

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    1. Semper Catholicus9. April 2014 um 14:11

      Das wird der Herr Administrator leider nicht tun. Er kommt nämlich selber leider nicht aus dem traditionstreuen Spektrum. Wäre auch ein halbes Wunder gewesen, einen treuen Katholiken in dieses Amt zu berufen. Seine "wertschätzende" Bemerkung zur Entschuldigung von Bischof TvE ist in Wahrheit, wenn man sie liest, auch gar nicht wertschätzend, sondern ein routiniert runtergespulter Halbsatz im Politikersprech. Bloss sind die Janssens derart minderbemittelt, dass sie das gar nicht gemerkt haben.

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  3. Selbstverständlich ohne jemanden konkret damit zu meinen:
    Der eingesetzte Administrator macht einen guten Job, finde ich.
    Bei den Gläubigen und Mitarbeitern kommt er auch gut an.
    Er sollte sich an Pöbelkatholiken nicht weiter stören!

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  4. Ich finde es erstaunlich, mit welcher Selbstverständlichkeit die Aufforderung des Papstes, zu einem Klima der Barmherzigkeit und Versöhnung zurück zu finden, von alten Beteiligten außer dem Bischof ignoriert wird.

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    1. Als Limburger, der keinem der beiden offenbar unversöhnlichen Lager angehört, kann ich Ihrer Aussage nur widersprechen. Es ist beeindruckend, wieviel der Administrator Bischof Grothe in den wenigen Tagen seit seiner Einsetzung bereits erreicht hat an Klimaverbesserung. Ich selber habe schon zwei Mal erlebt, daß im Bereich unserer Pfarrei Menschen, die die letzten Jahre kein Wort mehr miteinander geredet haben wg. ihrer gegensätzlichen Haltung zum Bischof TvE, wieder anfangen, aufeinander zu hören. Das ist schon enorm viel. Im übrigen: Unversöhnlichkeit gibt es (noch) auf BEIDEN Seiten. Nicht nur auf der der Bischofsgegner.
      Bischof Grothe jedenfalls ist ein Segen für die desolate Situation im Bistum. Wäre er nicht schon auf der Altersgrenze, würden hier viele - und dies auf BEIDEN Seiten! - sagen: Heiliger Vater, gib ihn uns als unseren neuen Bischof!

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    2. Danke für diese ermutigende Antwort. Offenbar entspricht die Berichterstattung in den Medien wieder einmal nicht der Realität .

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