Donnerstag, 10. April 2014

Blamiert: Wie aus einem päpstlichen Bussard innerhalb von Stunden eine Ente wurde...

                    Predigt u. Linktipps zu Palmsonntag: siehe weiter unten!
.
Auch für den Vatikan gilt ab sofort: Willst du den Frieden, so rüste zum Krieg!
In Hunderten von Medien, die mal wieder fleißig von-
einander abgeguckt haben, konnte man gestern gegen Abend die sensationelle Mel-
dung lesen, dass der Papst nun massiv aufrüsten lasse. Egal ob "FOCUS" oder "BILD", bei allen hieß es, der Papst habe nun einen Wüstenbussard bei der Schweizergarde im Einsatz. Dessen brutale aber effektive Aufgabe sollte es sein, die weißen Tauben auf seine Art zu schützen, die zuweilen effektvoll vom päpstlichen Fenster aus losgeschickt werden.
Dabei war es immer wieder zu wenig appetitlichen Zwischenfällen gekom-
men, bei denen Krähen und Möwen die Friedensboten sofort attackiert und oft auch getötet haben.
Doch damit sollte jetzt eben Schluss sein, hieß es in der von der italieni-
schen katholischen Wochenzeitung "CREDERE"  übernommenen Mel-
dung. Der Papst schlage zurück, las man nämlich dort in der ersten April-
ausgabe. Der speziell trainierte Wüstenbussard "Sylvia" mit seinen 120 cm Flügelspannweite werde seinerseits die Angreifer attackieren...
Na, das dürfte dann ja für weitere blutrünstige Fernsehbilder sorgen, wenn nicht... -- Tja, liebe Profi-Journalisten: Da seid ihr leider einem netten klei-
nen Aprilscherz auf den Leim gegangen. Hättet ihr zum Beispiel einfach nur mal beim Vatikan-Sprecher nachgefragt, so wie es die Nachrichten-
agentur AFP klugerweise getan hat, dann hättet ihr auch das deutliche Dementi mitbekommen: Alles pure Fantasie zum 1. April...
In diesem Sinne wünsche ich euch allen weiterhin gründliche, seriöse Journalistenarbeit!

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