Freitag, 25. April 2014

Doppelte Heiligsprechung am Sonntag: Haben deutsche Bischöfe Angst vor Protz-Verdacht?

So langsam steigt die Aufregung vor dem Jahrhundert-Ereignis in Rom: Ganze Heerscharen von Pilgern sind rundum zu versorgen, vom Hotel über die Verpflegung bis hin zum ganz ak-
tuellen Souvenir. Doch die Römer zeigen bislang relative Gelassenheit, sind sie doch diverse Anstürme längst gewohnt.

Auch im Vatikan dürfte man die Lage im Griff haben; es gab schließlich eine ausreichend lange Vorbereitungszeit. Wie immer bei solchen Ereignissen macht das Thema "Sicherheit" ange-
sichts der Menschenmassen einiges Kopfzerbrechen, aber die zuständigen Organe arbeiten gut zusammen und sprechen im übrigen gar nicht gerne darüber. - Neben der bekannten vatikanischen Sonderseite zur Heilig-
sprechung gibt es Ähnliches jetzt auch bei "katholisch.de", siehe HIER
und HIER !
Zu den Besuchern in Rom zählen übrigens sogar 24 Staatschefs und 35 Re-
gierungsdelegationen. Man scheut offensichtlich weder Mühe noch Steuer-
zahler's Kosten...
Was die katholische Prominenz betrifft, so wird es am Sonntag so richtig farbenfroh: Man rechnet mit bis zu 150 Kardinälen, mit ca. 1.000 Bischöfen aus aller Welt und etwa 6.000 Priestern. Da irritiert mich die Meldung der "ZEIT" schon etwas, wonach aus Deutschland nur zwei Bischöfe anreisen: Kardinal Reinhard Marx und Bischof Felix Genn. Die anderen haben offen-
sichtlich alle abgewunken, falls diese Meldung denn überhaupt stimmt. ---> KLICKEN !
Eigentlich hatte ich angenommen, dass die Mehrheit der deutschen Bischö-
fe zu diesem Großereignis anreisen würde. Und nun das...!
Frage: Wie ist das zu erklären? Haben die deutschen Bischöfe vielleicht Angst, im festlich hergerichteten Rom in Protz-Verdacht zu geraten?

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Die Souvenir-Industrie hat jedenfalls ganze Arbeit geleistet:
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