Mittwoch, 16. April 2014

Gezänk wegen Schwangerschaftsberatung: Weihbischof Renz nimmt "1000plus" in Schutz

Es ist schon traurig, wenn nicht gar beschämend, was sich in Teilen der katholischen Kirche Deutschlands derzeit bezüglich der Schwanger-
schaftsberatung abspielt.
Wie meinen Leserinnen und Lesern vermutlich durch meine beiden Ar-
tikel HIER und HIER bekannt ist, geht es in einigen Diözesen offenbar hoch her, aber bitte möglichst ganz diskret unter der Decke...!
Ich gehöre dabei zu denen, die sich vor allem darüber wundern, dass es nicht möglich oder nicht gewünscht ist, sich mit allen Konfliktbeteiligten an einen Tisch zu setzen und nach tragfähigen Lösungen zu suchen, wie sich das für Christen gehört.
Aktuell kommt etwas Bewegung in die Sache, und dies dank eines mutigen Schrittes von Weihbischof Thomas Maria Renz (Rottenburg-Stutt-
gart): Er zeigt Flagge und stellt sich jetzt schützend vor die Initiative "1000plus". In einem Artikel in der katholischen "TAGESPOST" begrün-
dete er dies ausführlich und bedauerte die Auseinandersetzungen.
Zugleich rief er dazu auf, zur "großen katholischen Weite" zurückzufinden, statt unsinnig gegeneinander zu agieren. Es könne angesichts der immer noch erschreckend hohen Abtreibungszahlen gar nicht genug Beratungs-
einrichtungen geben. Den offiziellen Beratungsstellen gingen keinerlei Gelder durch die neue Konkurrenz (Formulierung vom Kreuzknappen) verloren, da "1000plus" sich nur über Spenden finanziere. Alle "Eigen-
interessen"
sollten daher "verstummen".

Siehe auch Artikel bei "kath.net" ---> KLICKEN !
Endlich hat einer aus der Führungsetage unserer Hirten mal den Mut, nicht nur intern zu mehr Geschlossenheit aufzurufen. Danke dafür!

Kommentare:

  1. So ist das nun mal:
    Auch bei Mutter Kirche und auch (oder: erst recht) in den Ordinariaten
    arbeiten ganz hundsnormale Leute. Soweit mir bekannt, zählt das
    Streben nach Heiligmäßigkeit nicht zu den Einstellungsvoraussetzungen.
    Es ist also wie überall: Zank und Streit, Intriganten, Quertreiber,
    Egoisten. Wie Bischof Ackermann das schon so richtig bemerkte:
    Die Kirche soll voll im Leben stehen.
    Das tut sie, und wie...!

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  2. Meine Mutter war eine sehr lebenskluge Frau.
    Wenn das Thema auf die Krise der Kirche kam, pflegte sie immer
    nur zu sagen: "Ihr wisst ja, der Fisch stinkt vom Kopf her!"
    In der Tat wundern einen solche Querelen nicht mehr wirklich.
    Allerdings geht dabei die gute Nachricht innerhalb der schlechten
    sehr leicht unter: Immerhin darf "1000plus" dann ja wohl in den
    allermeisten Diözesen nach wie vor tätig sein.

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