Montag, 28. April 2014

Kardinal Bertone: Die angebliche Riesen-Luxus-Wohnung ist eine Presse-Lüge!

Weltweit gab es Riesen-Empörungs-Schlagzeilen: Kardinal Bertone bezieht eine 600 bzw. 700 Quadratmeter große Luxuswohnung im Vatikan. Fast alle druckten einfach ab, was eine nicht zum ersten mal negativ aufgefallene italienische Zeitung behauptete. In zwei Artikeln nahm ich dazu Stellung und warnte vor genau einer Woche: Der Artikel erscheint merk-
würdigerweise an den Feiertagen, da kann niemand im Vatikan reagieren. Außerdem schrieb ich über Ungereimtheiten in den Medienberichten und formulierte deutlich: "Zum Skandal wird das nur, weil die Presse das so will".
Heute können wir eine Stellungnahme von Kardinal Bertone lesen:
An den Berichten stimmt so ziemlich gar nichts!
Die Details kann man nachlesen. Sie werden staunen!!!
Aktuelle Meldung bei "kipa-apic" ---> KLICKEN !

Meine Artikel vorige Woche dazu finden Sie HIER und HIER !
.
Wo bleiben jetzt die Riesen-Schlagzeilen und Entschuldigungen  bei allen wichtigen Medien auch in Deutschland?

Kommentare:

  1. Es ehrt Kardinal Bertone zwar, wenn er auf die Vorwürfe hin
    erklärt, er hebe die Steine nicht auf, die nach ihm geworfen würden,
    aber andererseits gehen die einseitigen und nicht der Wahrheit
    entsprechenden Pressemeldungen entschieden zu weit!
    Jeder Handwerker, der Pfusch am Bau macht, wird zur Rechenschaft
    gezogen, jeder Autofahrer, der 20 km zu schnell fährt, kassiert Straf-
    punkte, nur die Journalisten dürfen sich anscheinend nach Lust und
    Laune austoben und das Blaue vom Himmel behaupten, ohne dass
    sie für verleumderische Artikel belangt werden.
    Man sollte von jedem Schreiber, der den Blödsinn einer Zeitung unbe-
    sehen übernommen hat, ein Bußgeld verlangen, gerne auch für
    wohltätige Zwecke!

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  2. Soeben habe ich die verlinkten Artikel gelesen, die Sie,
    verehrter Kreuzknappe, vorige Woche dazu geschrieben haben.
    Auch das Studium der Leserkommentare war sehr aufschlussreich.
    Meiner Meinung nach sollte Kardinal gegen die Presse vor Gericht ziehen!

    Ich frage mich aber vor allem, was für eine Berufsehre Journalisten
    eigentlich haben? Gebietet es nicht allein schon der Anstand, vor einer
    Veröffentlichung den Betroffenen um eine Stellungnahme zu bitten.
    Irgendwo habe ich gelesen, dass es einen Ehrenkodex für Journalisten
    gibt. - Kennt den jemand?

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    1. Klar.
      Vielleicht sollten Journalisten sich insbesondere Ziffer 2
      mal durchlesen:
      "Recherche ist unverzichtbares Instrument journalistischer Sorgfalt.
      Zur Veröffentlichung bestimmte Informationen in Wort, Bild und Grafik
      sind mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf ihren Wahr-
      heitsgehalt zu prüfen und wahrheitsgetreu wiederzugeben..."

      http://www.presserat.de/pressekodex/pressekodex/

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  3. Da fällt mir nur noch das Stichwort Fremdschämen ein.
    Kann denn jeder irgendwas behaupten, und schon wird's gedruckt?
    Mein Vater sagte immer: Wer nichts wird, wird Wirt...
    Ich möchte hinzufügen: Und wer auch da versagt, sollte Journalist werden...

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  4. Nun ja. So ganz kann man nicht nachvollziehen, weshalb die Stellungnahme Seiner Eminenz jetzt die große Befreiung und Entwarnung sein soll. Zu den meisten Kritikpunkten äussert er sich darin wohlweislich gar nicht konkret. Das einzige ist, daß die Wohnung nur "halb so gross" sei. Das wären dann 350m², was man für einen "Single" immer noch als monströs ansehen darf. (Selbst, wenn er noch einen 6-Nonnen-Hausstaat hätte!)

    Eigentlich sagt er substantiell v.a. zwei Dinge:
    1. Im Vatikan sind die Wohnungen halt so gross, das war schon immer so. - Tja, dann sollte der Vatikan mal drüber nachdenken, wie das bei den 95% seiner Priester ankommt, die anders als hierzulande mit weniger als 50m² Wohnfläche auskommen müssen.
    2. Ich habe alle aus eigener Tasche bezahlt. - Da fragt man sich konsterniert: hat er sein Armutsgelübde als Salesianermönch nicht gehalten?

    Oder ist er ausgetreten und gar kein Ordensmann mehr?? Könnte ja sein, in diesem Fall hätte er korrekt gehandelt.

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    1. nennen Sie mich Harry28. April 2014 um 17:16

      Also 1.) weiß so gut wie jeder in Rom, dass es eine ganze Reihe
      von Kardinalswohnungen in der Größenordnung von 200 - 300
      Quadratmetern gibt (die Altbauwohnungen sind traditionell so groß),
      und 2.) weiß ich wegen Mitarbeit beim Umzug, dass unser Pfarrer
      ein Pfarrhaus mit 270 Quadratmetern Wohnfläche hat...

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    2. Solche Fälle gibt es hierzulande, ist mir auch bekannt. Wobei sie immer weniger werden - wer will schon mutterseelenallein auf 270m² Wohnfläche sich verlieren - wenn er nicht Kardinal Bertone heisst und 6 Kammerdienerinnen sein eigen nennen darf?
      Die meisten Priester bei uns wohnen inzwischen ja in WG'n, soweit sie überhaupt noch in grossen Pfarrhäusern wohnen, die ja - richtigerweise - mehr und mehr veräußert werden.

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    3. Ich finde auch, dass sich Bertone nur weiter in die Sch... reitet. Nur ein halber Skandal, na super! Kein Wunder dass das vatikanische Presseamt da nicht mitspielt!

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    4. Pech für Kalli:
      Sogar Radio Vatikan meldet die Gegendarstellung Bertones!

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    5. Jürgen betreibt die wundersame Kammerdienerinnenvermehrung
      auf ungeschlechtlichem Wege. Es sind drei Ordensschwestern,
      wie jeder außer Jürgen weiß. Davon sind allerdings auch meiner
      Meinung nach zwei zuviel...

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    6. Na, einem flotten Dreier war ein sinnenfroher Mann (und ein solcher ist Seine Eminenz ja unstreitig) noch nie abgeneigt. :-)

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  5. Papst Franziskus übertreibt's mal wieder mit Demut und Sparsamkeit:
    Die offiziellen päpstlichen Gemächer mit ca. 300 Quadratmetern
    und dazu noch fast 100 Quadratmeter im vatikanischen Gästehaus...

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