Samstag, 26. April 2014

Priester bittet den Papst um Zölibats-Befreiung, und zwar medienwirksam mit offenem Brief...

Die Story ist ein Leckerbissen für die Medien: Priester Dr. Stefan Hartmann bittet Papst Franziskus, ihn von der Verpflichtung zum Zölibat zu entbinden. "In aller geschulde-
ten Demut"
tut er das, wie er ausdrücklich betont, und das heißt dann bei ihm:
Er schreibt dem Papst gleich mal einen offenen Brief, damit auch ja alle davon erfahren. Die Vorstel-
lungen darüber, was Demut ausmacht, gehen offensichtlich sehr weit auseinander... - Hier als ein Beispiel von vielen der Artikel darüber in der "FAZ" ---> KLICKEN !
Da stellt sich jetzt beinahe die Frage, ob der Papst ebenfalls in einem offe-
nen Brief antworten soll oder lieber mit einem Telefonat...
Aber mal ganz ernsthaft: Jede schwierige Angelegenheit hat so ihre Vor-
geschichte. Das wird in den Medien lieber nur ganz knapp geschildert.
In zwei früheren Artikeln habe ich mich schon mit diesem Fall beschäftigt. Das könnte Sie auch interessieren. Lesen Sie bitte HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Ordinariatsgeschädigter26. April 2014 um 10:48

    Dies ist sicher kein ganz leichter Fall.
    Der Priester, der da so geschickt in der Öffentlichkeit agiert,
    ist im Ordinariat in Bamberg kein unbeschriebenes Blatt.
    Zu seinen interessanten Aktivitäten gehört pikanterweise auch,
    dass er sich gleich zweimal als evangelischer (!) Pfarrer
    beworben hat.
    Ich hoffe mal, dass Papst Franziskus das weiß, um die
    Lage richtig einzuschätzen...

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    1. Ist das wirklich zutreffend? Um sich als evangelischer Pfarrer überhaupt bewerben zu können, muss er ja erst einmal zum Protestantismus konvertiert haben und also evangelisch geworden sein. Das aber ist offenkundig nicht der Fall.

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    2. Das sollte man normalerweise denken, dass erst die Konvertierung
      fällig ist. Offensichtlich gibt es aber auch in Einzelfällen den Weg,
      dass diese erst unmittelbar vor einem positiven Bescheid der evangelischen
      Seite erfolgen muss.
      Meine Information stammt aus einem offiziellen Schreiben des
      Ordinariates Bamberg an Pfr. Dr. Hartmann. Dort heißt es neben anderen
      Kritikpunkten als Nr. 4, dass man darüber Kenntnis erhalten hat,
      dass Pfr. Hartmann im Jahr 2012 zwei solcher Versuche gestartet hat,
      die er aber letztlich dann abgebrochen habe...

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  2. Kann man den Priester nicht auch per Laisierung vom Zölibat befreien?

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  3. Er schreibt »Es wäre ein großer Akt der Barmherzigkeit und Güte (nicht nur für mich), wenn Sie mein Gesuch annehmen und mir so überhaupt ermöglichen, eine eheliche Partnerschaft einzugehen«

    Daraus ist also zu entnehmen, daß er nicht nur für sich eine Befreiung vom Zölibatsversprechen haben will, sondern offensichtlich auch beabsichtigt gleichzeitig oder später eine Dispenz vom "Ehehindernis Weihe" zu bekommen. Die Weihe stellt ja ein Ehehindernis dar (c. 1087). Für eine Dispens davon ist der apostolische Stuhl zuständig. Will er den Antrag dann auch wieder als offenen Brief stellen?

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