Freitag, 25. April 2014

Shit happens --- oder: Papst Franziskus hat mal wieder telefoniert...

           Predigt u. Linktipps zum 2. Sonntag der Osterzeit: siehe weiter unten!
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Gestern war für den Presse-
sprecher des Vatikans mal wieder kein besonders guter Tag. Eine Argentinierin hatte dem Papst vor einiger Zeit geschrieben und ihm ihr Leid geklagt, dass der Pfarrer ihrer Pfarrei sie nicht zum Empfang der heiligen Kommunion zu-
lasse. Das hatte allerdings auch einen guten Grund: Die Frau ist in zweiter Ehe seit 19 Jahren zivil verheiratet; von ihrem ersten Mann ist sie ***ge-
schieden. <<--- Nachtrag: Kommentare beachten, Text ist ungenau!
Papst Franziskus griff dieser Tage zum Telefon und sprach mit der Dame. Ihre Version dieses Gespräches berichtete sie dann brühwarm allen Me-
dien, die es wissen wollten.
Angeblich soll der Papst erklärt haben, es gebe Priester, die seien leider päpstlicher als der Papst. Daher rate er ihr, einfach in einer Pfarrei zur Kommunion zu gehen, wo man sie nicht kenne.
Es ist leider nicht das erste und wohl auch nicht das letzte Mal, dass Tele-
fonate des Papstes solchen Wirbel verursachen. Verschiedene Quellen ha-
ben schon mehrfach durchblicken lassen, dass man im Vatikan nicht son-
derlich begeistert über diese Art von Telefon-Aktivitäten des Papstes ist. Wie man sieht, bergen diese die Gefahr von Missverständnis und von Missbrauch.
Hat der Papst ihr tatsächlich diesen Rat gegeben? Das wäre dann doch
sehr problematisch. Der Vatikan hat nach einer lang anhaltenden Schreck-
sekunde jedenfalls bestätigt, dass dieses Telefonat stattgefunden hat. Pressesprecher Pater Lombardi musste dies vor der nachfragenden Presse in Rom zugeben. Sein Versuch, das Ganze herunterzuspielen, war allerdings wenig überzeugend: Es handele sich bei solchen Telefonaten um "private pastorale Gespräche", die man von "seinem öffentlichen Wirken als Papst"  unterscheiden müsse. Dieses Argument ist aber im Grunde nicht akzeptabel, denn ein Papst kann in Telefonaten nicht eine andere Aussage machen als in Predigten und bei ähnlichen Anlässen. Der Papst ist bei Er-
klärungen zu Themen des Glaubens nie wirklich "privat".

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