Sonntag, 27. Juli 2014

Deutliche Worte: Katholischer Journalist kritisiert die schlechte Medienarbeit der Kirche

Beim Kongress "Freude am Glauben", der heute endet, war Journalist und Blogger Peter Winnemöller einer der Referenten. In seinem Vortrag  zeigte er nicht nur auf, woher die Entfremdung zwischen Medien und Kirche kommt, sondern er verwies auch auf gewissermaßen hausgemachte Unzulänglichkeiten. Trotz Profis in den Presseabteilungen seien Kirche und Me-
dien sich vielfach fremd.
Als Beispiel nannte Winnemöller das Verhältnis zu den immer zahlreicheren katholischen Bloggern. Während profit-
orientierte Wirtschaftsunternehmen sich schon lange aus ihrer Sicht vorbildlich um interessierte Blogger kümmern und diese mit Material und sogar Produkten zum Testen versorgen, hapert es da gewaltig bei der Kirche. Winnemöller dazu wörtlich: "Die meisten Pressesprecher der Bistümer sehen die katholischen Blogger als Feinde und behandeln sie auch so".
Man kommt offenbar gar nicht erst auf die Idee, diese einzuladen und ein-
zubinden.*)  Lieber beweine man "in trauter Runde", wie böse doch die "Extremisten" im Internet seien.
Einerseits sei man kirchenamtlicherseits auf dem Mediensektor beinahe "hyperaktiv" mit einer "Unzahl an Beteiligungen", andererseits hat es ganz offensichtlich im Verhältnis zu den eingesetzten Mitteln wenig gebracht oder gar Schlimmeres (z.B. WELTBILD). Auch das finanziell und personell gut ausgestattete offizielle bischöfliche Portal "katholisch.de" vermittele "keine katholische Klarheit, sondern ein Anbiedern an die Welt" mit einer "möglichst flachen Berichterstattung", kritisierte Winnemöller die offizielle Medienarbeit der Kirche.
Deutliche, harte Worte - aber will man sie bei der Deutschen Bischofs-
konferenz überhaupt hören?

Den kompletten Vortrag von Peter Winnemöller können Sie bei "kath.net" nachlesen, siehe ---> HIER !
*) eine Ausnahme?! ---> KLICKEN !