Dienstag, 29. Juli 2014

In Paraguay "Hilfe geleistet": Vatikan hat Priesterweihen untersagt, Bischof suspendiert?

Nun hat es also so richtig gekracht.
Anfang des Monats hieß es vom Vatikan
in einer Erklärung noch, man werde zwei "Beobachter" nach Paraguay senden, um
in der Diözese Ciudad "Hilfe zu leisten". "Spekulationen", es gehe um aktuelle Konflikte in der dortigen katholischen Kirche, wies der zuständige Nuntius zurück. Vielmehr fänden solche Besuche regelmäßig auch in anderen Diözesen statt.
Wie es jetzt aussieht, entspricht diese Erklä-
rung wohl nicht so ganz der Wahrheit. Aus dem "Besuch" wurde ein Aufräumen, bei dem die Hintergründe nicht ganz durchschaubar sind. Einerseits kann der jetzt suspendierte und als konservativ geltende Bischof Rogelio Livieres Plana ganz stolz auf große Erfolge verweisen; so stiegen die Kandidatenzahlen für das Priesteramt in seiner Diözese in den letzten Jahren geradezu atemberaubend von 16 auf über 200. Andererseits knirscht es in der Bischofskonferenz von Paraguay, und das erst recht, nachdem der streitbare Bischof einem Kollegen öffentlich vor-
geworfen hatte, homosexuell zu sein. In den Medien in Paraguay ist man denn auch geteilter Meinung über den Bischof, die Lage der Kirche in Paraguay und den eifrigen Besuch aus Rom.
Die Bischofskonferenz wirkt zerstritten, und die Erfolge des mitteilsamen Bischofs haben sicher auch Kollegenneid und Ärger hervorgerufen; seine klare, konservative Ausrichtung trug ihm z.B. den Vorwurf ein, er lenke sein Bistum fast "sektenartig". Er glänze mit hohen Zahlen, weil er auch Priesterstudenten aus anderen Diözesen aufgenommen habe, ließ ein mitteilsamer Bischofskollege die Presse wissen.
Wie angespannt die Lage in der kirchlichen Führung dort ist, kann man auch daraus ablesen, dass Bischof Rogelio Livieres Plane zuletzt mehrfach den Sitzungen der Bischofskonferenz fernblieb.
Wenn Papst Franziskus von etwas so richtig genervt ist, dann ist es die Zwietracht unter Bischöfen und Priestern. Dazu hat er sich mehrfach klar geäußert. Wird der erfolgreiche, aber auch kantige Bischof (und damit auch seine Priesterkandidaten) nun zum Bauernopfer, damit in Paraguay wieder halbwegs Ruhe unter Gottes Bodenpersonal einkehrt?

Artikel der Nachrichtenagentur "kathweb" ---> KLICKEN !
Einen kleinen Eindruck vom Medienwirbel verschafft dieses Kurzvideo aus Paraguay: 
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         Den Direktlink zu diesem YouTube-Video gibt's ---> HIER !

Kommentare:

  1. Anscheinend ist nicht der Bischof suspendiert sondern die anstehenden Priesterweihen sind ausgesetzt. Mit Zahlen und Nachrichten aus Paraguay sollte man eh vorsichtig umgehen – sage ich aus eigener Erfahrung.

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    1. Mehrere Agenturen haben diese Meldung von der Suspendierung des Bischofs heute gebracht. Es kann natürlich trotzdem eine "Presseente" sein. Die Priesterweihen sind sowieso ausgesetzt.
      Wenn wir Glück haben, wird es vom Vatikan auch mal was Klärendes dazu geben.

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  2. Da wird jetzt wieder einen Aufreger für die sprungbereit franziskusfeindseligen Blogozesanen geben. Wir kennen das ja noch von den "heldenhaften" Franziskanerimmaculaten her...

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  3. Mit seiner Medienpolitik sorgt der Vatikan selbst dafür, dass spekuliert wird.
    Man hat in diesem Falle ja sogar ganz dreist und falsch behauptet, es handele sich nur um einen Routinebesuch, alles andere sei Spekulation.
    Normalerweise nennt man sowas eine Lüge. Vielleicht gibt es im Vatikan ein schöneres Wort dafür.
    Wann endlich klart der Papst, der sonst doch so mitteilungsfreudig ist, die Angelegenheit auf und sorgt für Ruhe???

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  4. Mit der grossen Zahl an Seminaristen als Beleg für einen "erfolgreichen" und damit "konservativen" Bischof ist das so eine Sache. Der sehr "konservative" Bischof Krenn in St. Pölten, ein Liebling der sog. "Romtreuen", wurde deswegen so gefeiert, weil sein Seminar viel voller war als die anderen. Und warum? Später, nachdem das Seminar erstmal geschlossen werden mußte wegen alkoholischer und sexueller Exzesse der frommen Seminaristen, wurde es bekannt: er nahm so gut wie jeden, der in anderen Diözesen aufgrund mangelnder Reife oder zu schlechter theologischer Bildung nicht angenommen worden war.

    So kann man sich natürlich leicht zum "erfolgreichsten Bischof" machen. Hauptsache, die Seminaristen können den Rosenkranz unfallfrei rezitieren. Dass sie weder Latein noch Griechisch noch Hebräisch können, ist dann wurscht. Von ihrem Umgang mit geistigen Getränken und ihren sexuellen Ambitionen ganz zu schweigen.

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  5. Laut kath.net soll der Bischof einen ehemaligen Priester der FSSPX zu einem engen Mitarbeiter erhoben hat, der sowohl in den USA wie auch von Erzbischof Fellay wegen sexueller Belästigung angeklagt wurde.

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  6. Ordinariatsgeschädigter29. Juli 2014 um 14:43

    Ich habe eine weitere Spekulations-Variante beizutragen:
    In einigen Medien und auch in kath. Blogs wird gemutmaßt, die Suspendierung (?!)
    des Bischofs sei deswegen geschehen, weil er einen Mann zu seinem Generalvikar
    gemacht habe, gegen den es an seinem früheren Wirkungskreis Vorwürfe wegen
    Kindesmissbrauchs gab -- er wurde aber tatsächlich nie deswegen belangt.
    Immerhin auch eine These, obwohl es mir etwas merkwürdig vorkommt, einen
    Bischof abzuschießen, weil sein Generalvikar vielleicht ein schlimmer Bursche war?!

    Beispiel:
    http://www.geistbraus.de/2014/07/paraguay-die-moral-der-traditionalisten/

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  7. Ich bin a sich kein Anhänger von selbstgestrickten Prophezeiungen und Voraussagen - viele betrachte ich mit großer Skepsis. Deswegen enthalte ich mich auch jeden Kommentars über nachfolgende Aussagen, die vor dem Rücktritt Seiner Heiligkeit Papst Benedikt XVI gemacht wurden- d.h. bevor wir erleben mußten, was mit Bergoglio über uns kam. Aber: zum Bedenken im Gebet!

    Mein Kind, die Zeit für den Triumph Meines Unbefleckten Herzens ist nah.
    Die Zeit für Mich, die Schlange zu zertreten, rückt näher. Aber bis zu dem Tag, an dem Satan und seine Dämonen in die Wildnis verbannt werden, wird noch viel Verwirrung auf Erden ausbrechen.
    Für die an Meinen Sohn Glaubenden wird es eine Zeit der Qual sein. Sie werden durch die katholische Kirche in zwei verschiedene Richtungen gezogen werden.
    Die eine Hälfte wird — aus Pflichtgefühl heraus — glauben, dass es notwendig ist, dem Falschen Propheten zu folgen, dem Papst, welcher Papst Benedikt XVI. folgen wird.
    Er, das Tier, ist wie ein Lamm gekleidet, aber er ist nicht von Meinem Vater, Gott dem Allerhöchsten, und er wird arme Seelen — einschließlich Priester, Bischöfe und Kardinäle — in die Irre führen.
    Viele werden ihm folgen und glauben, dass er von Gott gesandt ist, um über Seine Kirche auf Erden zu herrschen.
    Traurigerweise werden viele Seelen seinen Lehren — die für Meinen Vater kränkend sein werden — folgen.
    Andere, die mit dem Heiligen Geist erfüllt sind und denen aufgrund ihrer demütigen Seele die Gnade des Unterscheidungsvermögens gegeben worden ist, werden auf der Stelle erkennen, dass in der Kirche in Rom ein Betrüger sitzt.
    Der neue, falsche Papst schmiedet bereits Pläne — sogar noch bevor er den Thron des Stuhles Petri besteigt —, um die Lehren Meines Sohnes für ungültig zu erklären. Dann wird er Mich, die Heilige Mutter Gottes, verurteilen und Meine Rolle als Miterlöserin lächerlich machen.
    Mein Kind, deine Rolle ist im Begriff, sogar noch schwerer zu werden als zuvor. Denn viele Meiner Kinder sind sehr verwirrt. Die Beleidigungen, mit denen du jeden Tag konfrontiert bist, und die Qualen, die du für Meinen Sohn im Namen Meines Sohnes durchmachst, werden zunehmen.

    Fürchte dich niemals, der Welt die Wahrheit zu sagen, Mein Kind.

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    1. Blogozese at it's best! :-)

      Bitte weiter so, noch mehr Offenbarungen über "Bergoglio". Das ist KULT! :-)

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