Montag, 28. Juli 2014

Papst Franziskus wollte Negativ-Schlagzeilen vermeiden: Deshalb gleich zweimal in Caserta...

Am Samstag besuchte Papst Franziskus eine Hochburg
des Verbrechens in Italien,
die Stadt Caserta im Süden Italiens. Dort ist die Mafia-Organisation Camorra der große Strippenzieher, und
ihre Macht ist dabei so groß,
dass sie sogar ohne ernsthafte Gegenmaßnahmen des Staates einige wilde Mülldeponien mit giftigen Stoffen anlegen konnte, auch wegen der Umwelt- und Gesundheitsgefahr ein Schandfleck für die ganze Gegend.
Es ist auch interessant, wie manche vatikanische Ereignisse sich weiterent-
wickeln. Ursprünglich war nämlich gar nicht daran gedacht, die Stadt zu besuchen und einen Freiluftgottesdienst mit ca. 200.000 Teilnehmern
zu feiern.
Erst hieß es vielmehr, dass Papst Franziskus genau an diesem Samstag seinen dort lebenden Freund und protestantischen Pfarrer Giavanni Traettino rein privat besuchen wolle. Als der Ortsbischof das erfuhr, wandte er sich an den Papst und wies ihn vorsichtshalber darauf hin, dass dort ausgerechnet an diesem Samstag das Patronatsfest groß gefeiert wird.
In einer Ansprache vor den Priestern der Region erklärte der Papst jetzt schmunzelnd, da habe er doch lieber umdisponiert, denn sonst würden
die Schlagzeilen in der Presse sicher lauten: "Der Papst besucht am katho-
lischen Patronatsfest die Protestanten!"
...
Woraus man ersehen kann, dass der Papst durchaus genau darüber nachdenkt, was die Presse so schreibt. In diesem Falle war es jedenfalls zum Vorteil der Region um Caserta, denn infolge dieser päpstlichen Überlegungen gibt es gleich zwei Besuche: den am Samstag eigentlich privat vorgesehenen nutzte er zur Freude der dortigen Katholiken nunmehr für den öffentlichen Auftritt mit Heiliger Messe, und am heutigen Montag fliegt er wieder dorthin, um sich vormittags mit seinem protestantischen Freund zu treffen. 

Artikel bei "katholisch.de" und in der "WELT", ---> HIER und HIER !
"Radio Vatikan"-Artikel über das Treffen mit Priestern ---> HIER !