Dienstag, 29. Juli 2014

Wer sich über Tebartz-van Elst beschweren möchte, bekommt Hilfe vom Bistum Limburg

Wie man aktuell im Portal des Bistums Limburg und in vielen Zeitungen nachlesen kann, hat die derzeitige Führung der Diözese eine neue Initiative gestartet. Nein, diesmal
ist es kein Mini-Papst zum Ausschneiden
(---> KLICKEN !), sondern der frühere Limburger Bischof Tebartz-van Elst, dem
die Aufmerksamkeit der Diözesanleitung zukommt.
Allen Haupt- und Ehrenamtlichen aus dem Bistum wird in Kürze eine Möglichkeit angeboten, in vertraulichen Gesprächen

"über bedrückende Erfahrungen der ver-
gangenen Jahre und über persönliche Verletzungen oder Kränkungen sprechen zu können"
, **) wie es dort heißt.
  ---> KLICKEN !
Allen dafür in Frage kommenden Personen aus den Dateien des Bistums wurde sogar ein entsprechendes Angebot schriftlich unterbreitet, kann man in der Pressemitteilung nachlesen.
Also alle Leute, die Positives mit dem Bischof erlebt haben, gehen leider leer aus. Darüber dürft ihr nicht sprechen, das interessiert hier nicht!
Lediglich Leute, die von ihm gekränkt worden sind -- bitte melden!
Auch von anderen früher Verantwortlichen im Bistum ist keine Rede. Beispielsweise hatte Generalvikar Franz Kaspar einem führendem Mitarbeiter gekündigt (der bekam wohl anschließend eine ordentliche Abfindung, über die man sich ausschweigt), hauptsächlich weil der ein
paar flapsige Bemerkungen gemacht hatte. ---> KLICKEN !

Heute wird dies u.a. auch in einem seit kurzem erhältlichen Buch gerne mal dem Bischof in die Schuhe geschoben.
Um nicht missverstanden zu werden: Das Anliegen der Bistums-
leitung ist ja nicht falsch, und ich bin sicher, dass die insgesamt fünf Gesprächstage ab 1. September rege genutzt werden. Es hat in der Tat
viele Verletzungen gegeben. Aber doch nicht zu 100 % ausschließlich in einer Richtung und durch eine einzige Person, oder?

Aber vielleicht ist diese neue Idee auch mal eine Anregung für andere Diözesen. Ich erinnere mich beispielsweise daran, dass es immer wieder Klagen über Kardinal Marx als Münchener Erzbischof gab...?!
**)  Natürlich hat man es klug vermieden, Tebartz-van Elst explizit zu benennen, aber darauf läuft es doch wohl hinaus...?!

Kommentare:

  1. Ordinariatsgeschädigter29. Juli 2014 um 16:00

    In der Tat hat die Limburger Bistumsleitung nicht geschrieben, es gehe nur um Tebartz-van Elst. Jeder, der von irgendwem gekränkt worden ist, darf sich melden. Aber Sie haben andererseits auch recht: Wo bleibt das Lob? Wo steht davon etwas, wem der Bischof oder sonstwer positiv begegnet ist?
    Das Bistum betreibt bedauerlicherweise hier eine Schwarzweiß-Malerei, so wie allerdings auch der KREUZKNAPPE mit seiner etwas überzogenen Überschrift...!
    Im übrigen setzt die Bistumsleitung damit einen Beschluss des Diözesanrates um...

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  2. Das Argument, dass die, die Glückliches mit TvE erlebt haben, ausgeschlossen seien von dem Sorgentelefon, überzeugt nicht. Denn wenn sie mit TvE Schönes erlebt haben, werden sie entsprechend Unschönes mit seinen vielen Kritikern erlebt haben. Auch das können sie dem Sorgentelefon dann berichten.

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  3. Zwei Dinge stören mich an dieser Initiative aus Limburg:
    1.) Es sollte doch wohl selbstverständlich sein, dass man sich in der Kirche über gute wie schlechte Erfahrungen austauschen darf. Bedarf es dafür wirklich einer nach deutscher Gründlichkeit geordneten Regelung?
    2.) Mich irritiert, dass man alles in Limburg an die große Glocke hängt. Wenn man an die Betroffenen einen Brief verschickt hat, warum dann auch noch das große Tamtam in den Medien?
    Geht es vielleicht gar um Selbstdarstellung: Da, schaut mal auf uns, wir hier, wir sind die Guten...!

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  4. Anmerkung des Blogschreibers KREUZKNAPPE:
    Anonyme Leserkommentare - auch aus München! - werden nicht veröffentlicht,
    aber durchaus von mir zur Kenntnis genommen. Danke für den Hinweis.

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  5. Diese Initiative ist Kinderkram. Beschäftigungstherapie für Telefonseelsorger. Das Beste wäre man würde seine Sorgen, Verletzungen und Kränkungen im Gebet vor den Herrn bringen. Da sind sie allemal besser aufgehoben, als bei einer solch unsinnigen Aktion. Aber das sind die Sorgen einer deutschen Bistumsleitung, während ein paar Flugstunden entfernt Mitchristen verzweifelt um ihr Leben kämpfen. Man kann gar nicht soviel essen..........

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  6. Helmut Schneider29. Juli 2014 um 19:42

    Was sind wir in der Kirche Deutschlands bloß für Sensibelchen geworden,
    wehleidige Jammerer vor dem Herrn!
    Ach, der Herr Bischof hat mich mal gekränkt, weil er vielleicht kein nettes Wort über
    meine Arbeit gesagt hat. O weh, nun geht aber fast die Welt unter...
    Ich stimme da dem Leser Gerd Franken voll und ganz zu!

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