Samstag, 16. August 2014

Die Kirchen-Oberen werden allmählich nervös: Immer mehr Kirchenaustritte 2014...

Derzeit überschlagen sich katholische wie evangelische Kirche fast, wenn es um Pressemitteilungen und Materialien zum Thema Kirchensteuer geht. Der Grund der heftigen Aktivitäten ist eher unerfreulich: Die Zahl der Kirchen-
austritte ist in den letzten Monaten sprunghaft angestiegen. Das ab 2015 geltende neue Ver-
fahren des direkten Einzugs von Kirchensteuer auf Kapitalerträge durch
die Banken wirkte offenbar wie elektrisierend auf viele Sparer.
Die Kunden wurden von den Banken dementsprechend angeschrieben,
und manch ein Kirchenmitglied kam (ob mit oder ohne Beratung durch
die Bank) bei dieser Gelegenheit auf die Idee, der Kirche den Rücken zu kehren. Tatsächlich wirkt sich der Kirchensteuer-Anteil der Abgeltungs-
steuer auf Kapitalerträge bei den wenigsten dramatisch aus, argumen-
tieren die Kirchen jetzt: Wer z.B. 100.000 Euro auf der hohen Kante hat (da können die allermeisten von uns wohl nur mit der Achsel zucken),
der würde durch den automatischen Einzug vielleicht gerade mal 50 Euro mehr bezahlen, weil er das jetzt nicht mehr verschweigen kann.
Rein sachlich betrachtet also viel Lärm um fast nichts. Doch wie so oft:
Die psychologische Wirkung ist entscheidend, und da hat der Medien-
rummel um das Thema allerlei Ängste geschürt. Jedenfalls bekommen
die Bischöfe gerade vorgeführt, dass Tebartz-van Elst eben nicht an allem schuld ist. 

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