Samstag, 30. August 2014

Ein schlimmer Verdacht: Wohin das meiste Geld aus den Ice-Bucket-Spenden tatsächlich fließt...

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Auch die Katholiken sind mittlerweile fröhlich dabei, sich Eimer kalten Wassers über den Kopf zu schütten und dann Geld "für einen guten Zweck" zu spenden. Die warnenden Stimmen bezüglich der Spen-
den für die ALS-Organisation werden jedoch immer lauter. Nachdem z.B. eine ganze Reihe von Bischöfen bereits darauf hingewiesen haben, dass wahrscheinlich auch Forschungsgelder in Experimente mit embryonalen Stammzellen fließen (siehe z.B. ---> HIER !), warnten Tierschützer, mit dem Geld würden auch grausame Tierversuche finanziert.
Jetzt kommt es aber ganz dicke: Journalisten haben sich die Steuererklä-
rung jener gemeinnützigen Organisation besorgt und kamen ins Staunen: Die Spenden flossen im Jahr 2013 nämlich überhaupt nur zu 28 % in die Forschung. Sehr viel Geld geht demnach in die Verwaltung, und die füh-
renden Leute haben satte Gehälter. Allein die Präsidentin der Organisation bekam umgerechnet 258.000 Euro, der Finanzchef mehr als 200.000 Euro Jahresgehalt. Und nur für Reisekosten sind ca. 1.300.000 Dollar in der Steuererklärung aufgelistet. Das Dokument als pdf-Datei ---> HIER !

Ich kann und will das im Detail nicht beurteilen, aber es zeigt sich offen-
sichtlich wieder einmal, dass man gut daran tut, nicht einfach alles mitzu-
machen, was über's Internet lawinenartig verbreitet wird.

Um aber auch das klarzustellen: Geld spenden für wohltätige Zwecke ist für Katholiken ohnehin Ehrensache, siehe z.B. auch die immer guten Sammel-
ergebnisse der katholischen Hilfswerke.
Vielleicht wäre es wirklich gut, wenn sich auch einige Priester einen Eimer kaltes Wasser über den Kopf schütten würden, damit das Nachdenken da-
durch noch mehr angeregt wird...

Presseberichte dazu z.B. HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Wieso denn "ein schlimmer Verdacht"?
    Juristisch gesehen ist das ein objektiver Tatbestand.
    Kann sich jeder Spender so seine Gedanken machen: Von 100 Euro gehen
    also nur 28 in die Forschung zugunsten der ALS-Kranken. Beschämend!

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  2. Helmut Schneider30. August 2014 um 08:15

    Na, da dürfte der Fernsehpfarrer, der sich heute abend beim "Wort zum Sonntag" ebenfalls Eiswasser überschütten will, wie ein begossener Pudel dastehen. Oder er wird so tun, als wisse er davon nichts...

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  3. Man kann gezielt etwa für die ALS-Patieten spenden, z.B. über die Charité in Berlin.
    Dann kommt das Geld zu 100 % an, und ohne das ganze Affentheater.

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  4. Ich ha­be mir ab­gewöhnt Geld an ir­gend­wel­che mehr oder we­ni­ger an­ony­men Or­ga­ni­sa­tio­nen – auch nicht an die "kirch­li­chen Hilfs­wer­ke" – zu spen­den, die es für ir­gend­wel­che "Pro­jek­te" in ir­gend­wel­chen Länden aus­ge­ben de­ren Dring­lich­keit von ir­gend­wel­chen mir nicht näher be­kann­ten Per­so­nen fest­ge­legt wird.

    Da ge­be ich das Geld lie­ber kon­kret an ein Klos­ter vor Ort oder einen Pries­ter vor Ort oder auch ganz ei­gennützig für die Be­lan­ge der Mes­sen, in die ich ge­he. Da weiß ich dann we­nigs­tens, daß von 1 Eu­ro auch 1 Eu­ro an­kommt, wo er an­kom­men soll.

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