Samstag, 9. August 2014

Ja, das stimmt: Papst Franziskus ist gleichzeitig für und gegen das Internet...

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Ja, ich bekenne es: manchmal tue ich mich auch etwas schwer mit spontanen Äußerungen des Papstes. Aber auch da kann man es deutlich übertreiben.
Es gibt da eine Reihe von Seiten und auch Blogs (ich werde kei-
ne Namen nennen und auch nicht dorthin verlinken), die sind "auf Krawall gebürstet", wie wir hier gerne schon mal sagen.   Sie, liebe Leserinnen und Leser, kennen solche Leute aus Ihrem persönlichen Leben wahrscheinlich auch. Da hat man eigentlich keine Chance: egal, wie man es auch anstellt, in deren Augen ist man einfach inakzeptabel.

Von Fußballspieler und -trainer Berti Voigts soll dazu passend der Aus-
spruch stammen: "Wenn ich über's Wasser laufe, dann sagen meine Kritiker: Nicht mal schwimmen kann er!"
Daran fühle ich mich des öfteren bezüglich Papst Franziskus erinnert.
Was er auch tut und sagt - nicht wenigen im Internet kommt das fast immer quer, und das verkünden sie denn auch. Ein anschauliches Beispiel begegnete mir gerade gestern: Eine Internetseite kritisiert den Papst, weil er einmal für und einmal gegen das Internet sei. Als Beleg werden dafür zwei Videos gezeigt, was ich hier zur Demonstration auch mache:

Der Papst ist für das Internet:
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             Den Direktlink zu diesem YouTube-Video gibt's ---> HIER !

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Der Papst ist gegen das Internet (bei seiner Ansprache an die 50.000 deutschen Messdiener)
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             Den Direktlink zu diesem YouTube-Video gibt's ---> HIER !


Ja, einmal lobt der Papst das Internet, und einmal warnt er. Aber ich halte es doch für unfair, hier einen Gegensatz zu konstruieren. Es ist doch mit dem Internet wie mit vielen anderen Erfindungen: Mit Dynamit kann man töten, man kann aber auch im Steinbruch dafür sorgen, dass wir genügend Material für den Untergrund von Straßen und Schienen bekommen.
Autos sorgen leider dafür, dass jährlich Zehntausende getötet oder verletzt werden, aber sie sorgen auch mit für Freiheit und Wohlstand.
Mit dem Internet, und das lobt der Papst, gewinnt auch die Kirche neue Chancen der Verkündigung, die wir nutzen sollten, wobei wir katholischen Blogger ja auch mithelfen.
Aber wie im zweiten Video zu Recht vom Papst bemerkt, kann das Internet auch zum persönlichen Zeiträuber werden, soziale Kontakte verkümmern lassen und sogar gefährlich sein.

Also ich finde es gut, dass Papst Franziskus gleichzeitig für und gegen das Internet ist...!

Kommentare:

  1. Ordinariatsgeschädigter9. August 2014 um 09:57

    So lange es um die Frage geht, ob der Papst für oder gegen Internet ist, stört mich das Gemecker aus bestimmten Ecken nicht. Schlimm wird es, wenn grundsätzlich der große Hammer geschwungen wird und dem Papst Rechtgläubigkeit abgesprochen wird. Und das ist leider auch der Fall (nicht bei Ihnen!).

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  2. Auf Ihrer Blogliste rechts haben Sie aber zu etlichen dieser grundsätzlich auf Krawall und Papstbashing gebürsteten "katholischen" Blogs verlinkt. Ist das nötig?

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  3. Aber Sie verlinken doch in Ihrer Blogliste zu den Blogs?! Dann stehen Sie doch auch dazu!

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  4. Na, da haben Guardina und Harald R. sehr überzeugend demonstriert, wie das mit den gegenseitigen Vorurteilen funktioniert. Ohne selbst konkrete Namen zu nennen, fordern sie den Kreuzknappen zur Löschung irgendwelcher nicht definierter Blogs auf. Suuupertolerant, wirklich!

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    1. Danke, ich war gerade auch am Formulieren, als ich Ihren Kommentar erhielt. Guardina nennt sich übrigens Guardini, aber das nur am Rande.
      Auch für mich ist es interessant zu beobachten, wer sich im Jagdfieber auf meine Linkliste stürzt.

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    2. katholisches.info, der katholik in der welt, beiboot petri, zölibat und mehr, esto miles, superpelliceum, pius.info etc, etc... Alles ordentlich verlinkt

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  5. Ich muss gestehen, dass ich mir soeben zum allerersten Male Ihre Linkliste auf dem rechten Seitenstreifen angesehen habe. Vermutlich meinen obige Kritiker solche Hetz-Seiten wie "Fokus Fatima", "et nunc", "OP-Juxgend", "MISEREOR-Blog" und vor allem natürlich die "Klosterburger Marginalien"...
    Wenn es nicht so ernst wäre, man könnte stundenlang lachen über solche Kritiker Ihres Blogs.

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    1. Dann lachen Sie gerne stundenlang, das hält ja gesund. Ich habe den "Knappen" beim Wort genommen, denn er schreibt hier: "Es gibt da eine Reihe von Seiten und auch Blogs (ich werde keine Namen nennen und auch nicht dorthin verlinken), die sind auf Krawall gebürstet...". Deshalb habe ich höflich zurückgefragt, weshalb er auf etliche dieser Krawallblogs verlinkt. Da ich nun aufgefordert wurde, Namen zu nennen, bitteschön, nur mal drei besonders heftige:
      1. "katholisches.info" (gegen dessen Dauer-Papsthetze die verschwundene Seite "kreuz.net" nur lächerlich war)
      2. "Der Katholik und die Welt" (dito, nur eine Stufe plumper)
      3. "Geistbraus" (kommt, wie der Name suggeriert, geistvoll daher, hat aber immer wieder Freude daran, liberale Andersdenkende, insbesondere wenn es Frauen sind, mit so hochsprachlichen Titulaturen wie "Fotze" zu belegen.)

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    2. Was mich betrifft, werter Leser Guardini,
      so habe ich wohl in obigem Artikel etwas unsauber formuliert. Ich hätte also besser geschrieben: "...ich werde in diesem Artikel keinen Namen nennen...", so war es jedenfalls gemeint.
      Aber vielen Dank, nun ist das ja geklärt, und ich betrachte es als einen Fortschritt, dass jetzt seitens der Kritiker endlich mal ein paar Namen auf dem Tisch sind.
      Ihnen vielen Dank für Ihre häufigen Kommentare, und vor allem einen gesegneten Sonntag!

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    3. Diesen Wunsch erwiedere ich gerne! Überflüssig noch zu betonen, dass ich Ihren Blog im denkbaren Gegensatz zu den oben Genannten einen "Leuchtturm" innerhalb der "katholischen Blogs" finde. Weshalb ich hier ganz gerne mal kommentiere.

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    4. @Guardini, das ist eine Lüge. Ich habe niemals eine Frau als "Fotze" bezeichnet (außer sie bezeichnet sich selbst so). Bitte sonst um Nachweis des Gegenteils.

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  6. Wunderbar, wenn das eine Satire wäre!
    Der KREUZKNAPPE schreibt einen Artikel darüber, wie verschieden und z.T. vorurteilsbehaftet Papst Franziskus gesehen wird. Und was geschieht? Machen sich Leser Gedanken darüber?
    Nein, mitnichten. Man arbeitet sich stattdessen an der Seitenleiste des Blogs ab.
    Da ist doch sicher ein Artikel des Kreuzknappen über sprungbereite Leserkommentatoren fällig...?!

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    1. Ja, insbesondere über stets sprungbereite Papstfeindseligkeit bei bestimmten Leser(innen).

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  7. Echt bewundernswert, @kreuzknappe, wie Sie die Linken aus der Fraktion "Eine Welt eine Meinung" aushalten und auch noch veröffentlichen. Die haben mit Papst und Kirche so wenig am Hut, wie andere bekennende Atheisten. Aber im Moment schieben sie einen ziemlichen Frust darüber, dass ihre Aktion "Mit dem Marsch durch die Institutionen die Kirche auf Linie bringen" auch unter Franziskus nicht zu gelingen scheint. Es ist aber ganz amüsant zu sehen, dass es noch Blogs gibt, wo die überhaupt freigeschaltet werden.

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    1. Jo, das Beiboot Petri bleibt bei Franziskus völlig entspannt. man muss sich keine Sorgen machen. Hahahaha

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    2. Ja, der Kreuzknappe ist wirklich eine rühmliche Audnahme, dass er nicht dem Beispiel des Beiboot Petri und der meisten anderen "katholischen Blogs" folgt, wo in der Tat nur Rechte und Tradis, in diesen Zeiten: Papsthasser freigeschaltet werden.

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    3. Es ist der reinste Wahnsinn, wie innerhalb eines Jahres eine Metamorphose geschehen ist, die man sich nicht in den verrücktesten Träumen ausgemalt hätte. Solche, die den Papst in Rom gegen Kritik verteidigen, gelten als "Linke", die man in katholischen Blogs besser gar nicht freischaltet. Solche, die den Papst kritisieren, sind rechts, konservativ und gut katholisch.

      Unglaublich - das ist, als wenn innerhalb eine Jahres die Antarktis zur Sahara-Wüste mutiert wäre.

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