Sonntag, 31. August 2014

Neue Geschäftsidee gefällig: Taxifahrten - aber nur für Katholiken (oder so ähnlich)...

Ein geschäftstüchtiger moslemischer Student ist seit gut einem Jahr mit einer neuen Idee auf dem bundesdeutschen Markt: eine moslemische Mit-
fahrzentrale
mit dem ein-
prägsamen Namen "Muslim-Taxi".
Auf der entsprechenden Inter-
netseite werden Mitfahr-Ange-
bote und Mitfahr-Gesuche aufgelistet, wobei man darauf achtet, dass nie Frauen mit Männern im selben Auto sitzen. Nach den Vorschriften des Islam sei nämlich Geschlechtertrennung nötig, könne aber von den bisher üblichen Mitfahrzentralen nicht garantiert werden.
Der Organisator schildert in einem Zeitungsinterview ein Erlebnis seiner Mutter, die sich während einer Taxifahrt Lästereien über Ausländer und speziell über kopftuchtragende Frauen anhören musste.
Mit der bei "Muslim-Taxi" gewährleisteten strikten Trennung von Mann und Frau ("shariah controlled") würden auch Ehen geschützt, da man dort keine Möglichkeit habe, jemanden für einen Seitensprung kennenzulernen.

Das "Muslim-Taxi" erlebt seitdem jedoch nicht nur Befürworter. Kritiker geben z.B. zu bedenken, dass man mit der gleichen Logik auch Männer und Frauen auf den Arbeitsstellen strikt trennen müsste; dort gebe es im Laufe der Zeit sogar wesentlich mehr Möglichkeiten, jemanden kennenzulernen.  Erstaunlicherweise meint jedoch ausgerechnet die Antidiskriminierungs-
stelle des Bundes, die neue Geschlechtertrennung bei der Personenbeför-
derung sei nicht diskriminierend, denn es könne schließlich jeder, der diese Spielregel akzeptiere, zu den Nutzern jenes Mitfahrangebotes gehören, auch wenn er oder sie kein Muslim sei.

Was würde aber wohl geschehen, wenn es solche Taxi-Zentralen auch für andere Gruppen geben würde, z.B. nur für Bürger deutscher Abstammung, nur für Katholiken (und auch für alle diejenigen, die Papst Franziskus toll finden oder die einen Katholiken kennen) usw.?  -- Was sagen eigentlich unsere Politiker dazu?
Artikel dazu mit Abbildung... ---> KLICKEN !

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(Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich diesen Artikel unter der Kategorie Realsatire abspeichern sollte...)

Kommentare:

  1. Jetzt wird mir endlich klar, weshalb es niemals Priesterinnen geben wird! Die Gefahr für die zölibatären Männer wäre viel zu hoch (Seitensprung!). Und diskriminierend ist das dann auch nicht, es kann ja jeder selber entscheiden, ob er Katholik sein möchte oder nicht... Ist das nicht die Argumentation?! Was sagen eigentlich unsere Politiker dazu?

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  2. Helmut Schneider31. August 2014 um 15:24

    Seltsame Logik einer amtlichen deutschen Stelle.
    Wenn das so ist, dann ist es also auch nicht diskriminierend, wenn ich als Taxifahrer
    nur Leute mitnehme, die Alkoholiker oder Kettenraucher sind. Die anderen können
    schließlich für die Dauer der oft nuir kurzen Fahrt diese Spielregel akzeptieren...

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  3. Aufpassen, es handelt sich nicht um reguläre Taxifahrten, für die Beförderungspflicht
    für den Fahrer besteht, sondern um eine Art Mitfahrzentrale, die durchaus Bedingungen
    setzen kann.

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