Donnerstag, 21. August 2014

Schweizer Kapuziner mit findiger Idee: Aus einem Teil des Klosters Wohnungen machen

Die Ordensgemeinschaft der Kapuziner ist auch vom allgemeinen Schrumpfungsprozess hart getroffen: Viele ihrer Klöster mussten inzwischen mangels Ordensnachwuchs auf-
gegeben werden, und die Mehrzahl der Ka-
puziner befindet sich eigentlich längst im "Rentenalter". Die fast schon gewohnheits-
mäßige Problemlösung, ein weiteres Kloster zu schließen, kam für die Kapuziner des Klosters Wesemlin in Luzern gottlob nicht
in Frage.
Man suchte also nach einer Lösung, bei der es nicht um ein "anstatt" ging, sondern um ein "und". Wie kann das Kloster erhalten werden und weiterhin segensvoll wirken, ohne dass einem die fixen Kosten und die Sorgen um die Zukunft des Hauses die Luft zum Atmen nehmen?
Die Lösung heißt "Oase W" (W wie Wesemlin): Die Ordensbrüder räumen einen großen Teil des Gebäudes und ziehen sich in den Haupttrakt zurück. Der Rest wird umgebaut zu Wohnstudios für Menschen, die ganz bewusst "klosternah" leben wollen, für ein Ärztezentrum usw.
Das Konzept scheint aufzugehen: Für die 10 geplanten Wohnstudios haben sich bislang schon 30 Bewerber gemeldet, also eine riesengroßes Interesse!
Von diesem Konzept könnten nach Ansicht der Kapuziner beide Seiten profitieren. Es dürfte interessant sein, das fertige Projekt zu studieren.
Ich vermute mal, dass es ähnliche Ansätze auch schon anderswo gibt, aber gesehen habe ich es ansatzweise bislang nur beim Kloster Helfta.  

Artikel über das Projekt der Kapuziner in Luzern ---> HIER und HIER und HIER !
Kloster Helfta ---> HIER !

Kommentare:

  1. Was kommen da für Badewannen rein? ;-)

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  2. Eine weitere traurige, aber typische Entwicklung in der Konzilskirche: Man lässt die Welt ganz nah an sich heran, so dass der linksgrüne Geist der Welt auch das Kloster okkupiert.
    Aggiornamento pur. Papst Franz wird noch erreichen, was die "Reformtion" nicht geschafft hat: alle Klöster zu verwüsten.

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