Sonntag, 10. August 2014

Teurer Eintritt in die Vatikanischen Gärten: Wie sozial verhält sich der Vatikan eigentlich selbst?

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Nein, die chronischen Papst-
kritiker muss ich ebenso enttäuschen wie die automa-
tischen Franziskus-Begeister-
ten. Dies wird wieder kein Anti-Papst-Artikel. Ein Lob meinerseits sieht allerdings auch etwas anders aus...
Aktuell wird in Rom die Wer-
betrommel für den Besuch der Vatikanischen Gärten in der päpstlichen Residenz Castel Gandolfo tüchtig gerührt. Hier ein frischer Beitrag des "Catholic News Service":

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Ja, das ist sicher sehenswert, wenn auch bisher nur ein kleiner Teil
der Gartenanlage für die Besucher freigegeben wurde. Ich muss meine grundsätzliche Kritik, die ich in einem früheren Artikel angebracht habe, nochmals wiederholen: 26 Euro für Einzelpersonen, keinerlei Kinder-
ermäßigung,  bzw. 450 Euro für eine Gruppe von 15 Personen, das ist nicht gerade billig. Unsere Familie könnte sich das mit Sicherheit nicht leisten. Wir müssen, was nicht tragisch ist, mit jedem Euro rechnen, da die Monate besonders gegen Ende auffallend lang sind...

Muss das wirklich sein? Eine Familie mit 2 Erwachsenen und 3 Kindern hat für einen Spaziergang in diesem relativ kleinen Gartenstück 130 Euro zu zahlen! ---> KLICKEN !
Nun mag man einwenden, der Vatikan müsse kostendeckend arbeiten,
aber ich schätze mal, das ist auch bei 26 Euro pro Person nicht der Fall; die päpstlichen Gärten verschlingen nun mal Geld, so oder so. Etwas sozialere Preise ständen gerade dem Vatikan gut an.
Auch das Argument, da sei eine Führung inbegriffen, überzeugt mich nicht so recht. Die Führung ist obligatorisch, ob man will oder nicht. Sie dient wohl auch als Aufsicht dazu, darauf zu achten, dass so keiner vom rechten Wege abkommt...
Sicher könnte man auch einwenden: Wer Geld genug hat, um nach Rom zu fahren, der hat auch Geld genug, um diesen Eintritt zu bezahlen. Vielleicht hat aber manche Familie jahrelang dafür gespart und gönnt sich nun dieses Extra nicht, weil man es einfach nicht bezahlen kann?!

Mein Vorschlag ist klar: Runter mit den Preisen, oder wenigstens sozial faire Sonderregelungen möglich machen!