Sonntag, 17. August 2014

Warum ich nicht über Papst Franziskus in Korea schreibe und (nicht) bei "gloria.tv" bin

Andere katholische Blogger werden das auch zur Genüge kennen, und Blogger Alipius hat wohl so darunter gelitten, dass er seine weithin be-
kannten "Klosterneuburger Marginalien" vor einigen Tagen aufgab:
"Es tat mir (meiner Seele) nicht gut", schrieb er u.a. zum Abschied und machte einen neuen Blog ohne die Möglichkeit von Leserkommenta-
ren auf. Er wolle sich als Schreiber "aus der Routine des täglichen Kommentierens der Weltereignisse zurückziehen". Sein neuer Blog
heißt nicht nur so, sondern er ist auch ganz anders ---> KLICKEN !

Damit muss man offensichtlich als katholischer Blogger leben, insbesondere wenn man ver-
sucht, die Augen fairerweise nach allen Seiten offen zu halten: Man sitzt grundsätzlich zwischen sämtlichen Stühlen.

Ja, es gibt viel Lob (ganz herz-
lichen Dank dafür!), aber es gibt auch massenhaft "Prügel", seltsamerweise sogar aus allen Richtungen.
Ein in katholischen Graben-
kämpfen nicht erfahrener Leser würde staunen, was man als Blogger (angeblich) alles falsch machen kann. Sofort sind die selbsternannten Kaffeesatzleser aus diversen Lagern zur Stelle und teilen mir ihren Unmut (zumeist anonym) mit: "unerhört", "skandalös", "beschämend" und was weiß ich nicht alles sind die Zeugnisnoten für mein Bloggerverhalten.

Im Monat Juli ging einigermaßen ruhig zu: Nur dreimal war ich angeblich ein "Idiot", zweimal ein "hirnloser Tradi" und je einmal ein "Moralwäch-
ter"
, ein "Franziskushasser", ein "Dunkelkatholik", ein "endpeinlicher Rechtsblogger", ein "Pisser" und ein "Katechismusfetischist", um hier mal die schönsten Formulierungen darzubieten. Manches fand ich auch weni-
ger lustig, so etwa eine sehr kurze anonyme E-Mail mit dem offensichtli-
chen Herzenswunsch: "Stirb endlich!!!"

Da solche Tiraden derzeit wieder zunehmende Tendenz zeigen, nochmals die Botschaft an die "Trolle": Na klar, ich nehme eure "Hinweise" zur Kenntnis. Aber ihr könnt mich dadurch nicht in irgendeine Richtung oder zum Aufgeben zwingen.
Eure Unterstellungen sind meistens schlicht absurd. Der böse Blogger "Kreuzknappe" schreibt nicht über den Papstbesuch in Korea, pfui, ekelhaft rechtskatholisch! Die harmlose Erklärung: Es wird andernorts intensiv darüber berichtet, und darüber freue ich mich (!), aber ich muss mich da nicht auch noch unbedingt dranhängen, zumal ich eigentlich derzeit in Urlaub bin!

Und derzeit auch schrecklich schlimm: "Kreuzknappe" bei den "bösen" Buben und Mädels von "gloria.tv"! - Wie furchtbar ist das denn wirklich, wenn ich in jenem Portal mit einem kurzen Textabschnitt auf einige Artikel in meinem Blog hinweise und dann per Link zum Weiterlesen im "Kreuz-
knappen"
einlade? Also erst einmal sind das dort zumindest nach meiner Überzeugung auch Menschen und gläubige Mitkatholiken, und zweitens gab es anderswo diese Gelegenheit für Artikelhinweise nicht, die ich sonst sicher ab und zu in Anspruch genommen hätte. So einfach ist das!

Mut zur katholischen Weite, meine kritisierenden Damen und Herren!
Allen Leserinnen und Lesern einen gesegneten Sonntag!
.
P.S.  Für diesen Artikel sind ausnahmsweise keine Kommentare möglich. Sie können mir zwar per Kommentar etwas mitteilen, aber diesmal er-
folgt keine Veröffentlichung.

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