Donnerstag, 25. September 2014

Anschlag auf katholische Kirche in Berlin: Kein Thema für Presse und Politik?

        Predigt u. Linktipps zum 26. Sonntag A (28.9.): weiter unten auf dieser Seite!.
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Vor Wochen gab es einen Brandanschlag (vermutlich ein verwirrter Einzeltäter) auf den Rohbau der Berliner Mevlana-Moschee. Große Aufregung in den Medien, und Poli-
tiker eilten mit Solidaritätsbekundungen gegenüber den Muslimen vor Ort oder er-
klärten gar wie Vizekanzler Sigmar Gabriel, dies sei ein "Attentat" und "ein Anschlag auf das Zentrum (!) der Gesellschaft", siehe z.B.  HIER und HIER !
Der Berliner Senat wurde sogar um finan-
zielle Hilfe gebeten.
Nun geschah es ebenfalls in Berlin, dass eine katholische Kirche das Ziel eines solchen Anschlages wurde. Einem mutigen Redakteur der Berliner Zeitung "B.Z." ist dazu ein treffender Kommentar zu verdanken: "Berlin schweigt zum Anschlag auf eine Kirche". Gunnar Schupelius kommt ohne Um-
schweife zur Sache: "Kaum jemand nahm davon Notiz, kein Politiker empörte sich". - Dabei ist die Schuldfrage im Gegensatz zum erwähnten Moschee-Anschlag hier sofort geklärt: Ein Bekennerschreiben von Links-
extremen stellt klar, dass die Kirche deshalb erheblich beschädigt wurde, weil man dort Lebensrechtlern für die Demo vom vergangenen Samstag Raum angeboten hatte. ---> KLICKEN !

In der Kirche landeten zahlreiche Farbbeutel, die zusätzlich mit scharfen Splittern versehen waren. Möbel und zahlreiche Gegenstände sind nun mit Farbe überzogen und womöglich unbrauchbar geworden. Die Außenfas-
sade wurde zusätzlich noch durch Schmierereien beschädigt.
Der erhebliche Kosten verursachende Anschlag auf die Kirche ist selbst-
verständlich etwas gaaaaaaanz anderes als ein Angriff auf eine Moschee. Im letzteren Falle betrifft es ja bloß die Katholiken...


Kommentare:

  1. Jemand, der beim Farbbeutelanschlag auf das Büro des Bundesverbandes Lebensschutz von einem "Terroranschlag" spricht, der braucht sich über tendenziöse Presse nicht zu beklagen! Und ein Brandanschlag ist dann wohl auch noch einmal etwas anderes als ein Farbbeutelanschlag mit "scharfen Splittern" uiuiui, warum schreiben sie nicht gleich Splitterbombe?

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    1. Die Formulierung findet man bei Gunnar Schupelius.
      Da ist es schon sinnvoll, sich darauf zu beziehen.
      Es kann durchaus sein, dass der Schaden an der Moschee größer ist;
      man bat den Staat ja auch schon um finanzielle Hilfe.
      Ab welcher Schadenssumme darf man mit Erlaubnis von "Olli" denn von
      einem Anschlag sprechen? 100.000? - 500.000?

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    2. Vielleicht gibt Olli ja mal eine Tabelle raus?
      Moscheen = Anschlag ab 500 Euro
      Kirche = Anschlag ab 200.000 Euro
      Synagoge = ?

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  2. Es ging "Olli" um die Formulierung "Terrranschlag", die die Lebensschützer für den Farbbeutelanschlag auf ihr Büro benutzt haben. Das ist allerdings in Zeiten des IS-Terrorismus nur noch wehleidig und eine Verhöhnung der IS-Opfer. .

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    1. Darüber könnte man jetzt stundenlang streiten, wenn's einem Spaß macht.
      Wenn man beim DUDEN oder bei Wikipedia nachschaut, wird Terror als bewusste Verbreitung von Angst und Schrecken definiert, um Menschen einzuschüchtern.
      Das scheint mir auch beim Anschlag auf das Büro der Lebensrechtler zuzutreffen, da die Angreifer diesen Zweck ja auch ausdrücklich so formuliert haben. Teilnehmer der Demo wurden bespuckt und mit Farbbeuteln beworfen, angeschrieen usw.
      Das ist eine niedrigere Stufe von Terror, o.k., aber es bleibt Terror.

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    2. Das mag laut Duden so sein. Wäre ich Angehöriger eines in Syrien durch IS-Terror Ermordeten, würde ich trotz linguistischer Korrektheit den gebrauch dieses Begriffs als Vera... durch "glaubenstreue Katholiken" hören.

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  3. Wo bin ich denn hier hin geraten?
    Ein Oberseminar von Rechthabern und solchen, die es werden wollen?
    Kein gutes Aushängeschild für die Blökozese, dieses Blog!

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    1. Willkommen im Club meiner Kritiker!
      Ein Aushängeschild will mein Blog eigentlich nicht sein.
      Aber wer weiß: Vielleicht wird es doch noch eines, wenn Sie
      hier eifrig kommentieren...

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  4. Der Berliner Fall zeigt endgültig: wir habe hier in Deutschland die größte Christenverfolgung (genauer: Katholikenverfolgung, denn die Protestanten werden ja von allen hofiert), die es seit Entstehung des Christentums auf germanischem Boden gegeben hat.

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