Samstag, 13. September 2014

Büchner-Preisträgerin Lewitscharoff ist vom Anblick "unschöner" Menschen angewidert...

Ja, wir haben Meinungsfreiheit, und das ist auch gut so. Auch die preisgekrönte Schriftstelle-
rin Sibylle Lewitscharoff sollte ihre Meinung stets äußern dürfen, auch wenn das mir ganz und gar nicht gefällt, was sie da von sich gibt.
Sie provoziert gerne, das bringt Aufmerksamkeit. Erst im März hatte sie sich in einer Rede u.a. über künstliche Befruchtung ausgelassen und dabei laut Medienberichten die entstande-
nen Kinder als "zweifelhafte Geschöpfe" und "abartig gezeugte Halbmen-
schen"
bezeichnet
. ---> KLICKEN !
Jetzt hat sie gerade Menschen im Visier, die nicht den Schönheitsvorstel-
lungen von Frau Lewitscharoff entsprechen. So verkündet sie allen, die es wissen wollen oder auch nicht, dass sie sich vom Anblick "unschöner" al-
ter und dicker Menschen "angewidert und gequält" fühle. Sie beanstandet, dass Millionen fettleibiger Menschen in sommerlicher Kleidung auf der Straße zu sehen sind: "Grauslig." ---> KLICKEN !
Das finde nicht nur ich ziemlich überheblich und unpassend. Es gibt sogar Spötter im Internet, die die Frage stellen, ob Frau Lewitscharoff ab und zu mal in den Spiegel schaut... ---> KLICKEN !

Werte Frau Lewitscharoff! Auch mir gefällt nicht alles, was ich z.B. auf der Straße oder im Fernsehen zu sehen bekomme. Aber im Gegensatz zu Ihnen mache ich mir immer wieder bewusst, dass die meisten der von Ihnen als "unschön" aussortierten Menschen selbst wenig dafür können. Bei vielen ist es der berühmte Zahn der Zeit, bei anderen vielleicht eine Krankheit, und mancher ist von Natur aus nicht mit überwältigender Schönheit aus-
gestattet. Vielleicht schauen Sie mal auf die nachfolgenden Linkhinweise und denken mal in einer ruhigen Minute über Ihre peinlichen Bemer-
kungen nach!
Die hässlichste Frau der Welt... ---> KLICKEN !

Sie ist schwerkrank... ---> KLICKEN !
Video: Nur hässliche Menschen? ---> KLICKEN !

Kommentare:

  1. Staunender Zaungast13. September 2014 um 09:36

    Mir ist nicht der Anblick weniger schöner oder behinderter Menschen grauslig, sondern
    eine Schriftstellerin, die sich derart zum Richter über Mitmenschen aufschwingt.
    Sie hätte außer dem Büchner-Preis noch einen verdient: die saure Zitrone!

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  2. Sie plappert nach, was uns vom Werbefernsehen vorgegaukelt wird. Dick ist hässlich, schlank ist schön. Dazu braucht es keine Preisträgerin. Marius Müller Westernhagen, der deutsche Vorzeigebarde, grölte vor seinen Fans: "Ich bin so froh, dass ich kein Dicker bin" und niemand kam auf den Gedanken, seine Texte als abartig zu bezeichnen, sondern seine Platten gingen weg wie warme Semmeln. Selbst Dicke sollen unter den Käufern gewesen sein. Es ist so oder so ziemlich daneben über das Äußere des Menschen dieselben ab oder aufzuqualifizieren. Das ist immer ein Schuss in den Ofen. Meine Meinung: Frau Lewitscharoff ist auch keine Augenweide. Aber gequält durch ihren Anblick bin ich nicht.

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  3. Chapeau an den Kreuzknappen für seinen Mut, Kritik an diesen (allerdings unäglichen) Aussagen der Frau L. zu bringen. Das wird Gegenwind aus dem eigenen Haus bringen. Denn in der konservativen katholischen Bloggerszene ist Frau L. seit ihren (m.E. ebenso unsäglichen) Äußerungen zur künstlichen Berfuchtung und ihrem persönlichen Bekenntnis zur katholischen "Tradition" eine intellektuelle Lichtgestalt.

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  4. Wobei ich zugeben muß, daß ich auch erst mal ganz schön schwer schlucken muß, wenn eine Person mit den entsprechenden Ausmaßen z.B. in die Bahn steigt. Erst im zweiten Gedanken versuche ich mir in Erinnerung zu rufen, daß ich Ursachen und Entwicklung dieser Ausmaße im letzten nicht kenne...und daß diese Menschen eh schon einen harten sozialen Leidensweg hinter und noch vor sich haben, ganz abgesehen von den einsetzenden körperlichen Beschwerden :-(

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