Freitag, 26. September 2014

Irak: Patriarch fordert geflohene Priester zu sofortiger Rückkehr und Kreuz-Annahme auf

Durch die Medien sind wir über die drama-
tischen Umstände im Irak einigermaßen gut informiert. Zehntausende von Menschen sind auch jetzt auf der Flucht vor den extrem brutalen ISIS-Kämpfern, die kein Pardon für Andersgläubige kennen.
Kein Wunder, wenn da auch die Kirche in allergrößten Schwierigkeiten ist. Aber wie soll sich z.B. ein Priester verhalten?
Bis zum bitteren Ende ausharren und denen, die nicht fliehen können, in der größten Not beistehen? Oder sollte man lieber seine eige-
ne Haut retten und auch flüchten, so lange dies noch möglich ist?    Für Louis Sako, chaldäisch-katholischer Patriarch von Bagdad, ist die Entscheidung klar: Ein Jünger Jesu, erst recht ein Priester, hat bei seinen "Schafen" zu bleiben und notfalls sogar das Kreuz des Märtyrertums auf sich zu nehmen.
Das sehen allerdings viele Priester anders, die untergetaucht oder geflohen sind. Jetzt ist dem Patriarchen doch der Kragen geplatzt: Er hat bekannt-
gegeben, dass er allen flüchtigen Priestern einen Monat Zeit zur Rückkehr in die Seelsorge gibt. "Wir müssen an dem Ort leben und sterben, an den Gott uns ruft", erklärte er dazu. Wer dieser Aufforderung nicht Folge leiste, habe mit Disziplinarstrafen zu rechnen. Ein Machtwort also, aber ist das so richtig?

Artikel über die Anordnung des Patriarchen ---> KLICKEN !

Kommentare:

  1. Völlig richtig, was der Patriarch sagt. Da kann es keine zwei Meinungen geben.
    Es erinnert mich - obwohl man die jeweiligen Drangsale natürlich nicht mal von ferne miteinander vergleichen kann - an Kardinal Meisner zu seinen Berliner Zeiten, der immer wieder beklagte, wenn Priester auf eigene Faust ihre Pfarren im Stich gelassen und nach dem Westen rübergemacht hatten. Sie bekamen - das war richtig und konsequent - in keiner westdeutschen Diözese eine Anstellung.

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  2. Wie war es denn bei uns zur Zeit der Nazi-Diktatur?
    Große Teile der Kirche haben sich angepasst, kaum einer hat den Mund aufgemacht.
    Oder sehe ich das falsch?

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    1. Nein, das sehen Sie leider nicht falsch. Bei den Evangelischen war es noch schlimmer, aber das kann keine Entschuldigung sein, dass auch in unserer Kirche v.a. die Bischöfe bis auf wenige rühmliche Ausnahmen auf breiter Front versagt haben.

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    2. Natürlich haben sich große Teile der Katholiken angepasst. Das ist immer so..Das war schon auf dem Ölberg so, als die Apostel die Flatter machten und Jesus allein ließen. Aber Sie dürfen auch die mindestens ca. 1000 (aus dem Gedächtnis) Priester und Laien nicht vergessen, die für ihren Glauben in den KZ gestorben sind.

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