Sonntag, 21. September 2014

Papst will rasche Reform: Ehe-Annullierung demnächst nur noch in der light-Version...?

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Wie "Radio Vatikan" gestern meldete, will Papst Franziskus eine baldige Reform des kanonischen Ehe-
rechtes. Ziel ist die "Vereinfachung" des langwierigen Verfah-
rens bei Ehe-Annul-
lierungen, wobei
"Das Prinzip der Un-
auflöslichkeit der Ehe zu wahren"
sei.
Die vom Papst dafür eingesetzte Sonderkommission soll "so bald wie mög-
lich"
damit beginnen, Vorschläge zur Beschleunigung der Prozedur zu ent-
wickeln, heißt es in der Meldung. Im Jahre 2012 seien ca. 50.000 Ehen an-
nulliert worden, davon merkwürdigerweise 26.000 nur auf die USA, was einem vielleicht auch zu denken gibt. In Deutschland seien es ganze 756 gewesen, berichtet der Sender. ---> KLICKEN !

Bei dem teilweise jahrelangen Verfahren gibt es sicher gute Gründe, hier für eine Reform zu sorgen. Aber machen wir uns nichts vor: Eine eventuell schlecht gemachte Reform könnte langfristig auch negative Folgen haben. Verbilligte Sonderangebote darf es jedenfalls nicht geben.
Es ist wohl wie so oft: Man wird abwarten müssen, was die Kommission zustande bringt...

Kommentare:

  1. Macht das nicht stutzig, dass in den USA bei zahlenmäßig etwa drei mal mehr Katholiken als in Deutschland (USA= 68 Millionen, BRD = 24,2 Mio.) Katholiken) erfolgreich aus einem Ehenichtigkeitsverfahren herauskommen, das sind im Vergleich zu 100 % BRD locker mal 3.400 Prozent!
    Da stimmt doch wohl etwas nicht?! - Geht man in den USA jetzt schon so großzügig damit um oder wird es bei uns besonders streng gehandhabt? Weiß jemand etwas darüber?

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  2. I Abwandlung eines Jesusworts wird man heutzutage sagen müssen: Was kann aus Rom Gutes kommen??

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  3. Vielleicht wäre zuerst einmal eine Reform der katholischen Ehevorbereitung
    sinnvoll?
    Es kann doch wohl nicht angehen, dass Brautleute die Ehe eingehen dürfen,
    die so gut wie keine kirchliche Vorbereitung mitgemacht haben?
    Oft findet gerade mal an einem Samstag eine Alibi-Veranstaltung statt, und das wars.

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  4. In der deutschen Übersetzung scheint da etwas falsch rüberzukommen. Tatsächlich geht es offenbar um eine Straffung und Verkürzung des Verfahrens. Soll heißen: Die Leute, die auch heute einen positiven Bescheid bekommen würden, sollen ihn nicht erst nach Jahren bekommen, sondern schon früher. Und die Leute, die heute einen negativen Bescheid bekommen würden, sollen den auch weiterhin bekommen, aber deutlich schneller. An den akzeptablen Gründen für eine Annullierung soll nichts geändert werden.

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