Montag, 29. September 2014

Protz, protziger, am protzigsten - die "dicken" Dienstwagen der deutschen Bischöfe

Haben Sie relativ lange Beine? - Das wäre dann ein Argument, um einen richtig "dicken" Wagen zu fahren. Jedenfalls sieht das der Essener Bischof Overbeck so, und deshalb wird er in einem VW "Phaeton" (Wert über 70.000 Euro) durch die Lande gefahren. Kardinal Marx überbietet ihn da locker mit einem vom Hersteller spendierten BMW 730 Ld (ca. 79.000 Euro). Unsere Bischöfe zeigen Stärke, zumindest was die PS-Zahlen ihrer Fahr-
zeuge betrifft: Laut Zeitungsbericht bringt es Bischof Gebhard Fürst mit seinem Audi A 6 auf 245 PS, nur knapp übertrumpft von Kardinal Marx mit 258 PS. Völlig untermotorisiert im Vergleich zum BMW 740 d von Erzbischof Zollitsch mit stolzen 313 PS . Also genug Reserve, wenn man mal auf der Flucht ist, aber das hat sich zumindest bei Zollitsch inzwischen ja wohl erledigt.    Einige Ost-Bischöfe fahren da völlig aus der Spur, z.B. Bischof Ipolt mit einem hundsgemeinen Opel Meriva, und der ist auch noch ein Gebrauchtwagen... ---> KLICKEN !
So ein "dickes" Auto sorgt meistens auch für dementsprechende Abgas-
werte, und da schlägt die "Deutsche Umwelthilfe" Alarm: Für viele oberhirtliche Fahrzeuge gab es die "Rote Karte" für einen viel zu hohen CO2-Ausstoß, siehe als pdf-Datei ---> HIER

Vergleicht man unsere Oberhirten mit deren evangelischen Kollegen, haben die Katholiken ein Problem: Die Umweltverträglichkeits-Schere zwischen den Konfessionen klafft immer weiter auseinander, denn die Protestanten sind seit Jahren die deutlich geringeren Umweltverschmut-
zer. ---> KLICKEN !

Das Portal "Musik und Theologie" greift in einem aktuellen Beitrag
zum Thema auch die Entschuldigungen der Bischöfe auf. Die bekannteste, man brauche nun mal ein Auto mit genügend Platz zum Arbeiten, lässt der Autor nicht gelten: Für diesen Zweck gibt es wesentlich geeignetere Fahr-
zeuge, so z.B. die sogenannten "Vans".    Und nebenbei wird dort auch der Bischof von Münster, Felix Genn, in die bischöfliche Protz-Liste aufge-
nommen. Sein BMW bringt es mit 258 PS auf immerhin 242 Stundenkilo-
meter, das dürfte in den meisten Fällen reichen... ---> KLICKEN !

Wie heißt es in Zeiten klammer Kassen in vielen Diözesen?   "Sparen und erneuern" - so oder so ähnlich klingt es. Darf man bald mit bischöflichem Vorbild rechnen?

Kommentare:

  1. Na, da hat der Schreiber aus der Blökozese aber den krönenden Abschluss
    weggelassen. Da gehört doch noch ein Hinweis auf den bescheidenen Papst
    Franziskus hin, der (angeblich) in einem geschenkten alten R 4 durch sein
    Bistum Rom fährt!

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  2. ein Leser aus München29. September 2014 um 13:18

    Haben Sie als Blogger solch eine primitive Hetze gegen die eigenen
    Bischöfe so nötig? Für höhere Klickzahlen tun Sie wohl alles?!
    Zur Erfüllen seiner zahlreichen Termine steht jedem Bischof ein gutes Fahrzeug
    zu, finde ich.

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    1. Vielen Dank für Ihre kritischen Anmerkungen, sehr geehrter
      Leser aus München.
      Wie Sie sich vielleicht denken können, betrachte ich meine
      Meinungsäußerung nicht als primitive Hetze, sondern als
      Denkanregung. Und Denken schadet bekanntlich nicht...
      Mir ist durchaus bewusst, dass man als Katholik dazu auch
      eine ganz andere Meinung haben kann, und das ist auch
      vollkommen in Ordnung. Ihren Kommentar stufe ich auch nicht
      als primitiv ein.

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    2. Gruß nach München!
      Im CSU-Land mag das vielleicht anders sein, aber bei uns gilt:
      Jeder darf seine Meinung sagen, auch gegenüber deutschen Bischöfen.
      Und wenn das so gut begründet ist wie beim KREUZKNAPPEN,
      dann erst recht.

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  3. Wie ich jüngst schon schrieb, fährt der Erzbischof von Malta nur einen Corolla.
    Aber was sagt schon der Autotyp aus?
    Auf das Nummernschild kommt es an!
    Und da ist nämlicher Erzbischof nur schwer zu toppen. (KLICK)

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  4. Was hat die Presse über Bischof Tebartz-van Elst abgelästert,
    auch wegen seines Dienstwagens, ebenfalls diese BMW-Klasse.
    Wenn seine Amtskollegen das machen, interessiert das ein paar
    Blogger, aber die Zeitungen lässt sowas kalt.
    Da wird doch mit zweierlei Maß gemessen!

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  5. Der Bischof ist der Alter Christus. Weil er also den Christus Pantokrator, den König aller Könige und Herrscher aller Herrscher irdisch repräsentiert, ist der größte "Protz" für den Bischof gerade angemessen genug. Deshalb sollen unsere Bischöfe am besten mit einer Stretch-Limousine unterwegs sein. Der "Renault 4" des Papstes ist ein Skandal und des Stellvertreters Christi absolut unwürdig.

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