Sonntag, 21. September 2014

Trierer Bischof Ackermann will laut Presse einen "Maulkorb" für Mitarbeitervertreter

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann, der in der Öffent-
lichkeit gerne mal recht "smart" rüberkommt, hat sich in letzter Zeit nicht nur wegen der Aus-
einandersetzung um die von ihm gewollte Versetzung des Pfarrers von Beckingen auch negative Schlagzeilen einge-
handelt, siehe z.B. ---> HIER !

Im "Trierischen Volksfreund" kann man derzeit erstaunt nachlesen, wie der Bischof mit der Mitarbeitervertretung seines Bistums umgeht. Vorausgesetzt, der Artikel trifft so zu, dann fährt der Bischof einen harten Kurs, den er auch vor Gericht ausfechten lässt: Nachdem ein Vergleich vor dem Arbeitsgericht gescheitert ist, kommt es nun zum Prozess des Bistums gegen die eigene Mitarbeitervertretung. Der Grund: Man will diesen ge-
richtlich verbieten lassen, sich öffentlich kritisch über die Sparpolitik des Bistums zu äußern.
Mir geht es wie der berichtenden Zeitung: Ich finde die beanstandete Äuße-
rung der vom Bistum Beklagten eher harmlos: "Eine weitere Umsetzung der Sparmaßnahmen ist nicht zu rechtfertigen" - das zu äußern, soll also nicht mehr zulässig sein.
Also ich finde ein solches Verhalten der Kirche als Arbeitgeber gegenüber den eigenen Leuten  - vornehm formuliert -  doch ziemlich befremdlich!
Müssen solche Muskelspiele wirklich sein?

Der Artikel im "Volksfreund" ---> KLICKEN !
Früherer Artikel zu diesem Thema ---> KLICKEN !
Vielleicht auch aufschlussreich... ---> KLICKEN !

Kommentare:

  1. Bischof Stefan ist, wie es scheint, einer von den ganz Toleranten — Das sind jene, die Toleranz immer von anderen einfordern…

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  2. Dass es auch in der Kirche zwischen Beteiligten Interessenkonflikte gibt,
    ist nicht tragisch. Die Frage ist aber, wie man diese miteinander angeht.
    Der Trierer Bischof tritt sich da gerade selbst vom Sockel.

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    1. Ach, das ist nur normaler Dialogprozess – oder so…

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  3. Das ist mal wieder Bloekozese in Reinkultur: wenn es gegen einen Bischof geht, der nicht ganz so rechtskonserservatv ist wie sie es selbstverständlich erwarten, dann sind plötzlich sogar die Gewerkschafter ("Mitarbeitervertretung") die Guten.
    Ansonsten ist eine Mitarbeitervertretung doch überflüssig wie ein Kropf und eher eine Ausbund des bösen bösen linksgewirkten deutschen "Gremienkatholizismus".

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  4. Bischöfliche Sturheit?
    In einem ähnlichen Fall hat das Bistum vor Gericht verloren.
    Da kann man auch diesmal nur hoffen, dass der Bischof die Quittung
    für solch ein mitarbeiterfeindliches Verhalten bekommt.

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