Montag, 29. September 2014

Wie wird die Synode ausgehen? - Professor Zulehner tippt auf ein "lokales Lehramt"...

Der erste Teil der auf zwei Jahre verteilten Weltbischofs-
synode wird in Kürze beginnen: Ab 5. Oktober werden sich die 253 Teilnehmer in Rom treffen. ----> KLICKEN !

Trotz ausdrücklicher Warnung mancher Bischöfe sind gerade in der deutschsprachigen Kir-
chenbasis und Öffentlichkeit die Erwartungen vieler Beobachter groß, dass es vor allem im Bereich der wiederverheiratet Geschiedenen zu Änderungen in der Pastoral (sprich: Zulassung zur Kommunion) kommen könnte. ---> KLICKEN !
Es gibt genügend grundsätzliche Überlegungen, die davor warnen sollten, die Erfüllung deutscher Wunschlisten zum Nabel der katholischen Welt machen zu wollen. ---> KLICKEN !
Vielen scheint auch überhaupt nicht klar zu sein, was die Synode entschei-
den darf und was nicht. ---> KLICKEN !

Ein umfangreiches Arbeitspapier gibt für die anstehenden Diskussionen die Richtung vor. ---> KLICKEN !
Ein Vatikan-Kenner hat schon mal aus dem Nähkästchen geplaudert, wie das konkret ablaufen könnte. ---> KLICKEN !
Es wird jetzt jedenfalls tüchtig drauflosspekuliert, und die Medien freuen sich über jeden Theologen, der nicht rechtzeitig vor ihnen fliehen konnte oder wollte. Da muss gleich ein Interview her, wie der Professor X oder die Eheberaterin Y die Lage im Vatikan einschätzt...
Der Wiener Theologie-Professor Zulehner hat sich auch nicht gesträubt,
als er vom Fernsehen gefragt wurde. In der Sendung "Orientierung"      geht er davon aus, dass es ein "lokales Lehramt" gibt, sprich: Die Bischofs-
konferenzen der einzelnen Länder könnten das für ihre Region entschei-
den, und außerdem sei der Papst dafür, nicht stur auf die Institution Kirche zu schauen, "sondern auf die persönliche Befindlichkeit" der Betroffenen, und so werde es wahrscheinlich eine nach Ländern "gesplittete Lösung"
für die wiederverheiratet Geschiedenen geben.

Ich gestehe, dass ich Kopfschmerzen bekomme, wenn ich so etwas höre...
Wer den Fernsehbeitrag sehen will, wird auf Zulehner's Homepage im aktuell obersten Beitrag fündig, wenn er dort auf MP 4 klickt...
Zu finden ---> HIER !



Kommentare:

  1. Prof. Zulehner möge es mir nachsehen,
    aber ich halte seine Prognose, sollte sie eintreffen, schlicht für eine Katastrophe.
    Wenn jeder vor sich hinwurstelt, wie es ihm beliebt, kann die Kirche einpacken.

    AntwortenLöschen
  2. Das partikulare Kirchenrecht und das Subsidiaritätsprinzip
    sing gewissermaßen ganz alte Hüte. Da bringt Zulehner nichts Neues.
    Der Knackpunkt ist aber doch, was sollte bzw. was darf in den unteren
    Ebenen der Kirche entschieden werden und was nicht.
    Dient eine angepasste regionale Regelung wirklich einer besseren
    Pastoral oder ist es nur eine bequeme Verneigung vor dem, was zur
    Zeit Mode ist?
    Partikulares Recht, z.B. durch die Bischofskonferenzen der Länder
    beschlossen, darf gesamtkirchlichem Recht jedenfalls nicht zuwider
    laufen.

    AntwortenLöschen
  3. Ein lokales Lehramt ist schlicht und ergreifend Quatsch.
    Aufgabe des Lehramtes ist es, die Gläubigen in der Wahrheit zu unterweisen.
    Gibt es künftig eine europäische und eine afrikanische Wahrheit?
    Oder gibt es eine französische und eine deutsche Wahrheit?
    Und können diese Wahrheiten voneinander abweichen?

    Es mag partikulares Recht geben, es mag von Region zu Region unterschiedliche pastorale Notwendigkeiten geben, das sei alles unbestritten.

    Doch in der Wahrheit kennen wir weder Regionen noch Länder.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wenn Sie meinen, es gebe überall in der Welt nur ein und dieselbe Wahrheit, dann sind Sie offenbar noch nie über Deutschland rausgekommen. Gehen Sie mal nach Afrika in die dortige Kirche...

      Löschen
  4. Dass Wahrheiten, zumal religiöse Wahrheiten häufig voneinander abweichen, lässt sich wohl kaum bestreiten.

    Die Frage ist, was man daraus macht. Krieg oder Frieden.

    Frieden bedeutet: ruhig bleiben, sich empathisch in verschiedene Sichtweisen hineindenken; geduldig prüfen, welche Körnchen Wahrheit in den abweichenden Ansichten enthalten sind; die einzelnen Positionen aus der Nähe betrachten und auf innere Widersprüche und Gemeinsamkeiten durchforsten; Missverständnisse und Sachirrtümer ausräumen; einen Meta-Standpunkt einnehmen und aus der Distanz urteilen. Vielleicht etwas von Jörg Splett lesen. Und natürlich Schreihälse ignorieren, die die Relativismuskeule schwingen.

    Im Endeffekt schaut sich Gott die Sache von oben an und weiß, welche Körnchen wahr sind und welche nur so aussehen. Gott ist kein Relativist.

    Das Religion Krieg verursacht, wenn man ungeprüfte "Wahrheiten" allzu absolut setzt, ist offenkundig. Das gilt in der Kirche genauso wie draußen.

    Selig die Friedfertigen, denn ihrer ist das Himmelreich.

    AntwortenLöschen

Bitte beachten: DERZEIT versuchsweise wieder Leserkommentare möglich. Anonyme oder beleidigende Zuschriften haben keine Chance! Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht. Bis zur Freischaltung Ihres Leserbeitrages kann es einige Stunden dauern!
Zuschriften, die nach 19.45 Uhr eintreffen, können zumeist erst am
nächsten Morgen online sein!
=================================================================================