Montag, 22. Dezember 2014

Ansprache beim Weihnachtsempfang: Hält Papst Franziskus die römische Kurie für krank?

   Predigt u. Linkhinweise zu Weihnachten: Gerade in Arbeit. Dienstag 7 Uhr morgens online!
.
Traditionell empfängt der Papst das Kardinalskollegium und Mitarbeiter der römischen Kurie kurz vor Weihnachten.
Im vorigen Jahr beschäftigte Papst Franzis-
kus sich dabei thematisch mit der Professio-
nalität, die für den Dienst erforderlich sei. Ohne diese rutsche man schnell in die Mittel-
mäßigkeit ab.
In diesem Jahr stand eines der Lieblingsthe-
men des Papstes im Mittelpunkt: die "spiri-
tuellen Krankheiten"
, die Christen bekom-
men können. So warnte er die Kurienmitar-
beiter vor 15 geistlichen Krankheiten, insbe-
sondere vor der "existenziellen Schizophre-
nie"
und vor dem "geistlichen Alzheimer".
Da hat er sicher nicht Unrecht, vor so etwas zu warnen; man kann bei "Radio Vatikan"  Näheres darüber erfahren ----> KLICKEN !

Inwieweit die Kurie nun akut krankheitsgefährdet ist, kann ich natürlich nicht beurteilen. 
.
Hinweis: Zu diesem Thema gibt es hier im Blog noch neuere, ergänzende Artikel, die ich Ihnen empfehle!

Kommentare:

  1. Bekennender Dunkelkatholik22. Dezember 2014 um 15:13

    Wieder die gewöhnte Verunglimpfung von glaubens- und traditionstreuen Katholiken durch "ihren" Papst.

    Das ändert sich nicht mehr, so lange Franz am Leben ist und darum habe ich es mir abgewhnt, mich darüber noch zu ärgern.

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  2. Wenn man vor Krankheiten warnt, muss es dafür doch konkrete Vorzeichen
    geben, sonst macht das keinen Sinn. - Sieht es denn wirklich so schlimm
    aus im Vatikan, wie man aus der Ansprache des Papstes schließen muss?

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    1. @Sindbad

      Bereits em. Benedikt der XVI hat ja schon mit der Kurienreform begonnen. Es scheint also so zu sein, dass es da wirklich Bedarf gibt die "Kurie" mal "aufzuräumen". Insofern mag auch das Bild, dass kein Blatt zwischen em. Benedikt XVI und Franziskus I passt, stimmig zu sein. Jeder der beiden sieht anscheinend die Reform der Kurie als wichtig an. Jeder der beiden geht dabei unterschiedliche Wege. Das Ziel scheint die beiden aber zu vereinen.

      Und reformieren muss ich nicht etwas, was gut funtioniert, sondern nur etwas, was nicht gut funktioniert - wie immer man das "funktionieren" nun deuten mag. Wenn ich mir allerdings die Rede von Franziskus I so durchlese, dann scheint sich da eine Menge menschlicher Schwächen angesammelt zu haben, die letztlich zerstörend auf die Kurie und damit auch zerstörend auf die Kirche wirken.

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  3. kath.net hat die 15 Krankheiten, die der Papst diagnostiziert, dankenswerter Weise aufgelistet: http://www.kath.net/news/48790

    Da ist wohl mal wieder Dauerschnappatmung bei gewissen katholischen Milieus angesagt angesichts dieser Anleitung zur eigenen Gewissenserforschung in der Kirche.

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    1. Zur Schnappatmung besteht bei normalen Gläubigen
      keinerlei Anlass, richtet sich die Papstrede schließlich
      ausdrücklich an die Kurie!

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    2. Ich meinte auch nicht die "normalen Gläubigen". Sondern die Gläubigen, die (jedenfalls bis März 2013) beim Wort "Kurie" die Hände an die Hosennaht legten... :-)

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    3. @Studiosus
      Sollte die Übersetzung auf kath.net stimmen, dann richtet sich die Rede des Papstes nicht nur an die Kurie, sndern sehr wohl auch an die "normalen Gläubigen"

      Zitat aus der kath.net-Übersetzung:
      "Diese „Krankheiten“ und „Versuchungen“ betreffen für Franziskus nicht nur die Römische Kurie, sondern „sind natürlich eine Gefahr für jeden Christen und für jede Kurie, Kongregation, Pfarrei, kirchliche Bewegung“

      Link zum Zitat auf kath.net:
      http://www.kath.net/news/48790

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    4. zu marram:
      Ein Blick auf "Radio Vatikan" genügt: Da ist schon in der
      Überschrift ausdrücklich von den "kurialen Krankheiten" die Rede.
      Dass jeder normale Gläubige auch immer mitgemeint sein kann,
      wenn es um sündiges Verhalten geht, versteht sich von selbst.

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  4. Inzwischen wird's doch etwas langweilig mit den Papstansprachen,
    finde ich. Er wiederholt sich zu sehr.
    Aber andererseits: Was soll er auch bei solchen Anlässen sonst sagen?

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  5. Diözesaner Bürohengst22. Dezember 2014 um 19:53

    Das müssen ja gaaanz schlimme Burschen im Vatikan sein,
    wenn ihnen der Papst derart kräftig die Leviten liest...?!

    Siehe auch ZDF-Korrespondent Jürgen Erbacher:
    http://blog.zdf.de/papstgefluester/2014/12/22/papst-liest-kurie-die-leviten/

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    1. Naja, laut einem - nie offiziell bestätigten, aber eben auch nicht dementierten - Wort des Papstes soll ja ein Drittel des Kardinalskollegiums eine aktive und höchst einflussreiche Homo-Seilschaft bilden. Was einen nicht wirklich verwundert.

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  6. So ist's prima, Papst Franziskus!
    Immer tüchtig auf die anderen schimpfen!
    Ein wertvoller Beitrag des Stellvertreters Jesu auf Erden
    zum weihnachtlichen Frieden...

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  7. Nach diesem Misstrauensbeweis des Vorstandsvorsitzenden
    sollte jetzt aber auch der komplette Aufsichtsrat des Unternehmens Kirche
    zurücktreten.
    Indirekt ist das ja auch ein kräftiger Tritt ans Schienbein des Papst-Vorgängers,
    der solche Zustände akzeptiert hat.
    Frohes Fest!

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  8. ein kirchlicher Mitarbeiter23. Dezember 2014 um 11:19

    Der Papst prangert den "Terrorismus des Geschwätzes" an.
    Ist ja auch wahr:
    Einfach unerhört, was da dauernd an Interviews oder angeblichen Interviews
    mit wem auch immer in der Presse auftaucht. Komischerweise behaupten
    die Medien bloß immer, es sei der Papst gewesen, der da so viel
    von sich gegeben hat...

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