Sonntag, 28. Dezember 2014

Besucherrückgang bei Papst-Audienzen: Wie "kath.net" und "katholisch.de" davon berichten

 Predigt u. Linktipps zum Hochfest der Gottesmutter Maria (1.1.): Montag gegen Abend online!
.
Nein, es ist kein "Papst-Bashing", was das Portal "kath.net" mit dem betreffen-
den Artikel betreibt, aber die Akzentsetzung ist doch inte-
ressant.
Jede(r) hat nun mal einen be-
stimmten Blickwinkel auf die Geschehnisse in der katholi-
schen Kirche und insbesondere auf den Papst, da schließe ich mich nicht aus.
Bei den Audienzen von Papst Franziskus ist eine Entwicklung zu beobach-
ten, die nicht wirklich ungewöhnlich ist, wie "Radio Vatikan" berichtete: "Die Besucherzahlen ... gehen leicht zurück...", was mit den entsprechen-
den Zahlen belegt wird. Dann heißt es aber weiter: "Im Vergleich mit dem Pontifikat von Benedikt XVI. zeigt sich die breite Popularität von Papst Franziskus", da bei seinem Vorgänger deutlich weniger Besucher kamen. (Anmerkung: Was man nicht zum wichtigsten Maßstab darüber machen sollte, ob ein Papst ein guter Papst ist.) ---> KLICKEN !
Bei "katholisch.de" gibt's nur eine Schmalspur-Version der Meldung, und die liest sich so ----> KLICKEN !
Wichtig ist den dortigen Redakteuren also, dass es "mehr als doppelt so viele" waren wie bei Papst Benedikt in seinem letzten Amtsjahr.
Bei "kath.net" erfährt man im Prinzip nichts Gegenteiliges, aber da ist der Akzent wiederum anders gesetzt. Nach ausführlicher Information über die sinkenden Zahlen bekommt man den mehr oder weniger wichtigen Hin-
weis, dass zur letzten Generalaudienz 2014 gar keine deutschsprachige Gruppe gekommen ist, was schon "zum zweiten Mal" bei Papst Franziskus passiert ist...!
Erst gegen Ende des Artikels erfährt man bei "kath.net", dass die Zahlen beim Amtsvorgänger im Laufe der Zeit auch rückläufig waren, wobei dann aber gar kein direkter Vergleich mit den deutlich höheren Zahlen von Papst Franziskus geboten wird. ---> KLICKEN !
Nachrichten lesen ist also nicht so einfach. Es lohnt sich, wie dieses kleine Beispiel zeigt, immer mehrere Quellen heranzuziehen...

Kommentare:

  1. Ein wirklich schönes Beispiel, wie vorsichtig man sein sollte,
    wenn man irgendeinen Artikel liest.
    Stets mehrere Quellen zu studieren, ist zwar umständlich,
    aber wohl unvermeidlich!

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  2. Bekennender Dunkelkatholik28. Dezember 2014 um 18:11

    Die Leute von kath.net haben sich von einem verlässlichen glaubenstreuen katholischen Portal jetzt in franziskanischen Zeiten leider zu völlig unkritischen papolatrischen Jubelpersern "entwickelt".

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    1. Summorum pontificum28. Dezember 2014 um 18:37

      Dem ist leider so. Früher gab es kaum einen Tag, wo ich nicht bei kath.net reingeschaut habe. Das ost längst voebei. Man kann die Entwikclung dieses ehemals kernkatholischen Portals nur mit Trauer zur Kenntnis nehmen. Es hat wohl pekuniäre Gründe: kath.net - das wird unter Insidern seit Jahren kolportiert und wurde von der Redaktion niemals wirklich dementiert - erhält kräftige Finanzspritzen aus der Schatulle des Wiener Kardinals Graf von Schönborn. Wenn man sch dessen ultraliberale "Theologie" anschaut (Förderung der Homos etc.), dann ist klar: wes Brot ich ess,...

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    2. Ob die Vermutung von "Summorum pontificum" über die Finanzierung
      von "kath.net" zutrifft, kann ich nicht beurteilen. Das Portal selbst gibt an,
      sich größtenteils über Spenden, Werbung, Verkauf von Büchern usw. und
      außerdem durch einen jährlichen Zuschuss von "Kirche in Not" zu
      finanzieren.

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  3. @ Summorum pontificum:
    Der Herr heißt Kardinal Schönborn. Da der Kardinalstitel über dem eines Grafen steht entfällt der Graf. Da er österreichischer Staatsbürger ist entfallen eigentlich sowieso alle Adelstitel und darum entfällt das "von".

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