Donnerstag, 18. Dezember 2014

Ein "altgedienter Pfarrer" wird vom Erzbistum Köln "abgeschoben" -- Stimmungsmache?

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Immer mal wieder liest man ähnliche Schreckensnachrichten in der Zeitung, und manch ein Journalist stürzt sich auch mit Wonne darauf, da es dabei
mal wieder um die (vermeintliche) Bösartigkeit der katholischen Kirche geht..
Im aktuellen Fall ist es die "Westdeut-
sche Zeitung"
, die darüber berichtet, wie ein "altgedienter Pfarrer" von der Kirche einfach entsorgt, sprich "abge-
schoben"
wird; ähnliche Beispiele ließen sich mühelos woanders auch finden.
Wie wir erfahren, musste der alte Pries-
ter die Schlüssel abgeben und seine Dienstwohnung räumen, nachdem er mit 74 Jahren aus dem aktiven Pfarrdienst ausgeschieden war.
Die Zeitung findet, es sei ein "radikaler Schritt", Wohnung und Dienstort
in diesem Alter noch verlassen zu müssen, wie es eine entsprechende Ver-
ordnung der Erzdiözese Köln regelt, die allen Priestern auch bekannt sein sollte (pdf) ---> KLICKEN !
Nun sei der alte Pfarrer "fern seiner Gemeinde, die ihm auch Familie war" und müsse mit einer kleineren Wohnung vorlieb nehmen. Beinahe schon Tränen-Alarm, verbunden mit der fälligen medialen Abstrafung der Kirche: "Barmherzigkeit geht anders"...---> KLICKEN !
Ja, das ist ein schwieriges, emotionsbeladenes Thema, und man kann das Argument der Zeitung nicht einfach von der Hand weisen, bei Kardinal Meisner sei das Erzbistum angesichts seiner jetzigen Wohnung in der Nähe seines ehemaligen Dienstsitzes ja auch anders verfahren.
Nun hat das Erzbistum - übrigens ähnlich wie andere Diözesen auch - diese Verordnung nicht erlassen, um seine alten Priester zum Ende des aktiven Pfarrdienstes noch mal so richtig zu piesacken. Die lange und umfang-
reiche Erfahrung lehrt leider, dass es durchaus zu "Komplikationen" kom-
men kann, um das mal vornehm zu umschreiben, wenn der "alte Herr" aus dem Hintergrund noch in den Dienst seines Nachfolgers hineinregiert...
Ich habe also Verständnis für das Erzbistum, würde mir aber auch hier eine "Einzelfall-Prüfung" wünschen, von der bei anderen Themen (z.b. wieder-
verheiratete Geschiedene) doch immer so reichlich die Rede ist...